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Österreich: Wertpapiersteuer erst 2012 ?

Letztes Update am 16.11.2010, 15:22

Wertpapiersteuer könnte später kommen

Banken und Fondsgesellschaften brauchen mehr Zeit, um die neue Steuer zu berechnen. Die Finanz könnte ein Einsehen haben.


Banker, Börse Anleger müssen warten: Wann die neue Steuer eingeführt wird, ist offen.
Beinahe täglich wird im Finanzministerium bei Gesprächsrunden mit Vertretern der Finanzbranche um Details der geplanten Steuer auf Wertpapiergewinne gerungen. Dabei zeichnet sich jetzt eine Verschiebung ab.

Der Gesetzgeber könnte ein Einsehen mit Banken und Fondsgesellschaften haben - wovon letztlich auch jeder Anleger profitiert. Im Raum steht, dass die Einführung der 25prozentigen Kapitalertragssteuer auf sämtliche Kursgewinne um ein Jahr verschoben wird.

Laut Gesetzesentwurf wären die Banken im kommenden Jahr verpflichtet, ihren Kunden ein Viertel der realisierten Kursgewinne bei Aktien, Anleihen, Fonds und Derivaten abzuschneiden und der Finanz abzuliefern. Für die exakte Berechnung dieser Kursgewinne ist aber der Aufbau umfangreicher EDV-Systeme nötig. "Ein administrativer Super-GAU", so Oberbank-Chef Franz Gasselsberger. Die Umsetzung innerhalb weniger Wochen wäre einfach nicht machbar.

Den Fondsgesellschaften macht das enge Zeitkorsett beinahe noch mehr zu schaffen. Denn in den Fonds fällt bereits seit Jahren eine fünfprozentige Steuer auf realisierte Kursgewinne an.

Dieser Steuersatz innerhalb der Fonds soll künftig nicht nur für Aktien, sondern für sämtliche Wertpapiere - also auch Anleihen oder Derivate - gelten. Und er soll sich zumindest verdoppeln, ist zu hören. Das Motto der Finanz dabei: Dieses Geld fließt rascher, die Gewinnsteuer des Anlegers vielleicht erst in 30 Jahren, wenn dieser verkauft.

Um eine klassische Doppelbesteuerung beim Anleger zu vermeiden, muss die Fondssteuer auf eine künftige Kursgewinnsteuer, die der Anleger zu zahlen hat, angerechnet werden können. Allein das zeigt, wie komplex die Materie ist und weshalb die Umsetzung mehr Zeit braucht.


Gesprächsrunden

Fix ist eine Verschiebung der neuen Steuer aber keineswegs. Das Finanzministerium bestätigt aber immerhin, dass darüber gesprochen wird. Laut Gesetzesentwurf sollen alle Wertpapiere betroffen sein, die ab Jahreswechsel ge- und irgendwann später mit Gewinn verkauft werden. Anleger, die wissen wollen, ob sie nun noch rasch heuer zuschlagen müssen, um nicht der neuen Steuer zu unterliegen, müssen wohl oder übel auf einen Ausgang der aktuellen Gesprächsrunden warten.


Quelle: kurier.at

Verluste Sorgen vor Zinserhöhung in China

Fr, 12.11.1022:35

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Verluste Sorgen vor Zinserhöhung in China

NEW YORK (dpa-AFX) Die wichtigsten US-Indizes haben sich am Freitag mit Kursverlusten in das Wochenende verabschiedet. Ausgelöst von Gerüchten über eine drohenden Zinserhöhung in China realisierten Anleger weiterhin ihre in den letzten Wochen erzielten Gewinne, sagten Börsianer. Auch das besser als erwartet ausgewiesene Konsumklima der Universität Michigan sowie eine leichte Entspannung der Lage in Irland und am Devisenmarkt hätten unter den Anlegern keine neue Risikobereitschaft geweckt, hieß es.

Der Dow Jones schloss 0,80 Prozent tiefer bei 11.192,58 Punkten. Im Wochenvergleich büßte der US-Leitindex somit 2,2 Prozent ein. Für den breiter gefassten S&P-500-Index ging es am Freitag um 1,18 Prozent auf 1.199,21 Punkte nach unten. Auch die Technologiewerte konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. An der Nasdaq rutschte der Composite-Index um 1,46 Prozent auf 2.518,21 Punkte ab und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,62 Prozent auf 2.137,95 Punkte.

Die Sorge vor einer Zinserhöhung in China war vor allem bei zyklischen Aktien und Rohstoffwerten zu spüren. Metall- und Ölpreise kamen in Sorge um das chinesische Wirtschaftswachstum und die globale Nachfrage nach Rohstoffen massiv unter Druck, weshalb die Titel des Ölkonzerns ExxonMobil um 1,17 Prozent auf 70,99 US-Dollar nachgaben. Die Aktien von Chevron und ConocoPhillips verloren jeweils etwa 0,75 Prozent. Schwäche zeigten auch die Papiere des Aluminiumkonzerns Alcoa , die um 2,32 Prozent auf 13,49 nachgaben. Cisco weitete seine kräftigen Vortagsverluste nochmals um 2,09 Prozent aus.

Der Flugzeugbauer Boeing sucht unterdessen weiter nach den genauen Ursachen für ein Feuer an Bord seines Hoffnungsträgers, dem Dreamliner 787. Bis dahin werde die gesamte Testflotte von sechs Maschinen am Boden bleiben, kündigte Boeing am Freitag an. Die Anteilsscheine setzten ihre jüngste Talfahrt mit einem Minus von 3,49 Prozent fort und waren schwächster Wert im US-Leitindex Dow Jones.

Eine Stützte waren dagegen Walt Disney , die als Favorit im Dow Jones um 5,27 Prozent auf 37,75 US-Dollar zulegten und ihre Verluste vom Vortag wieder mehr als aufholten. Am Donnerstag hatten versehentlich schon vor der Schlussglocke veröffentlichte Zahlen den Markt enttäuscht. Nun konzentrierte sich die Marktauffassung indes auf den als optimistisch angesehenen Ausblick. Börsianer verwiesen auf Aussagen während einer Telefonkonferenz, wonach das Management im laufenden Geschäftsjahr mit steigenden Werbeerlösen, höheren Preisen und mehr Besuchern in seinen Freizeitparks rechnet.

Intel profitierten mit einem Plus von 1,51 Prozent auf 21,53 Dollar davon, dass der Chipkonzern seine Quartalsdividende ab dem kommenden Jahr um 15 Prozent anheben will. Die Aktionäre sollen dann 0,18 US-Dollar pro Quartal und Aktie erhalten. Börsianer werteten dies als Zeichen, dass sich der weltgrößte Chiphersteller weiterhin auf einem gesunden Wachstumspfad befindet. Nvidia schnellten um 5,32 Prozent in die Höhe, nachdem es der Grafikkarten-Spezialist im vierten Geschäftsquartal wieder in die Gewinnzone geschafft hatte./tih/he

Quelle: dpa-AFX

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