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Conergy einigt sich mit Kreditgebern - Ammer: 2. Quartal 'erfreulich'

Do, 29.07.10 21:49

ROUNDUP: Conergy einigt sich mit Kreditgebern - Ammer: 2. Quartal 'erfreulich'

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Solarfirma Conergy hat sich nach monatelangem Ringen mit ihren Kreditgebern geeinigt. Die Kredite würden bis Ende 2011 verlängert, teilte die Gesellschaft am Donnerstagabend mit. Darüber hinaus haben sich die Parteien darauf geeinigt, noch ausstehende Raten für ein Tilgungsdarlehen ebenfalls bis Ende 2011 auszusetzen. Damit scheint das Unternehmen endgültig gerettet. Die Aktie sprang im Frankfurter Parketthandel an und schloss mit einem Plus von mehr als 16 Prozent.

Das in den vergangenen zweieinhalb Jahren ums Überleben kämpfende Unternehmen erwartet im laufenden Jahr endlich die Rückkehr in die operative Gewinnzone. Nach einer langen Durststrecke verzeichnete Conergy in den vergangenen zwei Quartalen wieder operativ schwarze Zahlen. 'Auch das zweite Quartal sieht sehr erfreulich aus', sagte Konzernchef Dieter Ammer der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Analysten rechnen damit, dass nun erstmals auch unterm Strich wieder ein Gewinn stehen könnte.

Die Einigung mit den Kreditgebern ermögliche es der Firma, ihre geplanten Wachstumsziele umzusetzen, sagte Ammer. Das Unternehmen war durch Marktturbulenzen und hausgemachte Probleme in Schieflage geraten und konnte Ende 2007 nur knapp die Pleite abwenden. Seitdem leitet der frühere Tchibo-Manager Ammer das von ihm selbst gegründete Unternehmen. Er verordnete einen harten Restrukturierungskurs und trennte sich von zahlreichen Geschäftsfeldern.

Ursprünglich wollte Ammer Ende dieses Monats den Vorstandsvorsitz an den früheren Infineon-Manager Andreas von Zitzewitz abgegeben. Da sich die Finanzierungsverhandlungen nun länger hinzogen als geplant, bat ihn der Aufsichtsrat nach Firmenangaben um eine Verlängerung bis Ende Oktober. So soll Ammer bei der nun Anfang Oktober geplanten Hauptversammlung den Aktionären Rede und Antwort stehen. Wegen der ungeklärten Finanzierung hatte das Unternehmen das Aktionärstreffen verschieben müssen. Ammer selbst will sich bei der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat wählen lassen.

Der nun verlängerte Kredit war Ende Juli fällig. Nach der Einigung sollen nun in einem zweiten Schritt Wirtschaftsprüfer die Geschäftsentwicklung begutachten. Sollten sie zu dem Schluss kommen, dass eine Anschlussfinanzierung nach Ablauf der Kreditlaufzeit nicht ohne eine Stärkung der Kapitalbasis klappt, können die Banken die Laufzeit des Kredits auf Ende dieses Jahres verkürzen. In diesem Fall wollten die Parteien aber gemeinsam an einer Lösung arbeiten, hieß es in der Conergy-Mitteilung. Dazu käme eine Kombination aus Kapitalerhöhung, einem so genannten Debt-Equity-Swap - hier werden Forderungen der Schuldner in Beteiligungen umgewandelt - und Verzichtserklärungen in Frage.

Nach Informationen von dpa-AFX hat der Finanzinvestor York Capital Kredite mehrerer Banken aus dem insgesamt 19 Finanzfirmen zählenden Konsortium übernommen. Ziel von York ist es offenbar, die Verbindlichkeiten in Eigenkapital umzuwandeln. Mit einem Schlag würde der Investor damit Großaktionär der Conergy AG. Dieser Schritt würde aber bedeuten, dass der Anteil der Altaktionäre verwässert würde. Größter Aktionär mi 37 Prozent der Anteile und zugleich größter Kreditgeber ist die Commerzbank. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht konkreter dazu./nmu/nl

Quelle: dpa-AFX

Infineon-Geschäft brummt - Prognosen erneut angehoben

Mi, 28.07.1009:17

KORREKTUR/ROUNDUP: Infineon-Geschäft brummt - Prognosen erneut angehoben

(Korrigiert wird die Aussage zur Umsatzentwicklung im dritten Satz des ersten Absatzes. Der Umsatz solle um bis zu 50 Prozent zulegen und sich nicht verdoppeln.)

NEUBIBERG (dpa-AFX) - Beim Halbleiterspezialisten Infineon brummt das Geschäft dank der Konjunkturerholung und der hohen Nachfrage in allen Bereichen. Aufgrund der starken Zuwächse in den ersten neun Monaten erhöhte Infineon erneut die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2009/2010 (Ende September). Beim Umsatz hat Infineon-Chef Peter Bauer jetzt einen Zuwachs von bis zu 50 Prozent im Blick. Das Wachstum geht dabei nicht auf Kosten des Gewinns, sondern soll sogar profitabler ausfallen als bislang angekündigt. Damit erhöht Infineon bereits das dritte Mal die Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Der Umsatz solle im mittleren bis hohen 40-Prozent-Bereich zulegen, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch in Neubiberg mit. Damit könnte der Umsatz bis auf rund 5,8 Milliarden Euro steigen. Infineon würde damit die teils hausgemachte Krise, in der die Erlöse unter die Marke von vier Milliarden Euro gefallen waren und das Unternehmen am Rand des Abgrunds stand, hinter sich lassen. Bislang hatte Infineon mit einem Umsatzplus von bis zu 40 Prozent gerechnet.

INVESTITIONEN STEIGEN DEUTLICH

Zudem soll die operative Marge höher ausfallen als bislang angekündigt. 'Die Segmentergebnis-Marge wird voraussichtlich im niedrigen 10-Prozent-Bereich vom Umsatz liegen', hieß es in der Mitteilung. Bislang hatte das Unternehmen einen Wert von mehr als zehn Prozent in Aussicht gestellt. Damit könnte das sogenannte Segmentergebnis, das die operative Entwicklung widerspiegeln soll, auf bis zu knapp 700 Millionen Euro steigen. 2008/09 stand hier noch ein Minus. Infineon-Chef Peter Bauer sieht sein Unternehmen auf gutem Wege, das ehrgeizige Ziel einer Marge von 15 Prozent und mehr zu erreichen.

Auch unter dem Strich dürfte es damit auf einen Gewinn hinauslaufen, auch wenn Abschreibungen auf Anlagen und Sparten das Ergebnis belasten. Diese werden dieses Jahr allerdings mit etwa 400 Millionen Euro deutlich unter dem Wert des Vorjahres liegen. Dank der hohen Auslastung der Werke traut sich Infineon zudem auch wieder zu, mehr zu investieren. 'Das Investitionsvolumen für das gesamte Geschäftsjahr 2010 wird bei über 400 (Vorjahr: 154) Millionen Euro liegen', hieß es. Das wären 100 Millionen Euro mehr als bislang angekündigt.

DEUTLICHE ZUWÄCHSE IM DRITTEN QUARTAL

In den vergangenen Jahren hatte Infineon teils herbe Verluste verbucht. Einen Überschuss auf Jahresbasis erwirtschaftete das im Frühjahr 1999 von Siemens abgespaltene Unternehmen erst zweimal seit seinem Börsengang vor rund elf Jahren. Der Halbleiterhersteller litt in der Folge abwechselnd am Preisverfall bei Speicherchips, einbrechender Nachfrage infolge von Wirtschaftskrisen oder eigenen Problemen.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 17 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro. Der Überschuss legte um 59 Prozent auf 126 Millionen Euro zu - damit schrieb der lange sorgengeplagte Halbleiterkonzerns das vierte Quartal in Folge schwarze Zahlen. Beim Segmentergebnis verzeichnete Infineon ein Plus von 48 Prozent auf 163 Millionen Euro. Bei allen Werten übertraf Infineon die Prognosen der Experten deutlich.

Die im Dax notierte Aktie legte am Mittwoch vorbörslich deutlich zu. Ohnehin gehört das Papier, das Anfang 2009 zeitweise noch weniger als 50 Cent gekostet hat, zuletzt zu den Gewinnern am Aktienmarkt. In den vergangenen zwölf Monaten verteuerte sich die Aktie um mehr als 80 Prozent und kostete zuletzt wieder mehr als fünf Euro./zb/fn/wiz

Quelle: dpa-AFX

Citigroup: US-Regierung kündigt weiteren Aktienverkauf an

Fr, 23.07.10 15:47

Citigroup: US-Regierung kündigt weiteren Aktienverkauf an

New York, NY (aktiencheck.de AG) - Das US-Treasury Department will sich von weiteren Anteilsscheinen der US-Bank Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904) trennen.

Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, werde das US-Treasury Department weitere 1,5 Milliarden Anteilsscheine des Kreditinstituts veräußern. In diesem Zusammenhang habe man eine entsprechende Vereinbarung mit der US-Großbank Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) geschlossen, die den Verkauf der Citigroup-Anteilsscheine übernehmen werde.

Derzeit hält das US-Treasury Department noch rund 5,1 Milliarden Citigroup-Aktien, nachdem man sich in den vergangenen Monaten bereits von einem Teil des Citigroup-Aktienpakets getrennt hatte. Das US-Finanzministerium hatte die Citigroup-Anteilsscheine im Zuge der Stützung des Kreditinstituts bei der internationalen Finanzkrise erhalten.

Die Aktie der Citigroup notiert derzeit mit einem Minus von 1,34 Prozent bei 4,03 Dollar. (23.07.2010/ac/n/a)



Quelle: AKTIENCHECK.DE

Banken brauchen überraschend wenig EZB-Geld

News Mi, 30.06.1014:52

Banken brauchen überraschend wenig EZB-Geld

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Quelle: dpa-AFX

Boeing fordert Milliardenrückzahlung von Airbus

News Mi, 30.06.1018:10

Boeing fordert Milliardenrückzahlung von Airbus

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Genf/Paris/Washington (dpa) - Im Streit um Subventionen für die Flugzeugindustrie bleiben die Konkurrenten Airbus und Boeing unversöhnlich.

Nach der offiziellen Vorlage der Entscheidung der Welthandelsorganisation (WT0) am Mittwoch in Genf, sehen die USA ihren Vorwurf der Staatssubventionierung für das europäische Flugzeug bestätigt. Dagegen verweist Airbus erneut darauf, dass 70 Prozent der von den USA erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen worden seien.

Boeing feiert die WTO-Entscheidung als Sieg. Der US-Flugzeugbauer fordert nun, dass der europäische Erzrivale erhaltene Kredite zurückzahlt. «Jeder einzelne Fall an Anschubfinanzierung, den die USA angefochten hat, wurde als unrechtmäßig befunden», sagte Boeings Chefjustiziar J. Michael Luttig am Mittwoch in Seattle. «Airbus muss fortan eigenständig in Wettbewerb treten - ohne die Unterstützung der europäischen Steuerzahler.»

Luttig bezifferte die fragliche Summe für den Großraumflieger A380 auf vier Milliarden Dollar. Airbus müsse das Geld zurückzahlen oder die Finanzierung zu marktüblichen Bedingungen neu auf die Beine stellen. «Zudem muss Airbus auf alle Pläne verzichten, den A350 mit unrechtmäßigen Subventionen zu finanzieren.» Der A350 ist Airbus' Antwort auf Boeings mittelgroße Langstrecken-Maschine 787 Dreamliner.

Airbus wies die Forderungen umgehend zurück. «Weder der WTO- Bericht, noch der WTO-Prozess sehen irgendeine Rückzahlung vor», sagte ein Konzernsprecher der dpa. Boeing schüre die Gerüchteküche. Die WTO hatte ihre Entscheidung bereits im März den Parteien EU und USA mitgeteilt. Dabei hatte sie zunächst die Subventionsklage der USA gegen die Europäische Union und Airbus bewertet. Die WTO erklärt in ihrem Bericht die Starthilfekredite für neue Airbus-Modelle grundsätzlich für Rechtens. Einzelne Bedingungen werden aber kritisiert. In etwa zwei Wochen will die WTO ihre Einschätzung zur Klage der EU gegen den US-Flugzeughersteller Boeing abgeben.

Im jetzigen Verfahren werfen die USA den Europäern vor, Airbus- Programme mit 15 Milliarden Dollar Starthilfen gefördert zu haben. Paris und Washington kommen zu unterschiedlichen Bewertungen der WTO-Entscheidung. Die französische Regierung begrüßte erneut das WTO- Urteil und kündigte die Fortsetzung der Starthilfekredite für Airbus an. «Die WTO hat bestätigt, dass es völlig akzeptabel ist, dieses Instrument im Rahmen einer bedeutenden strategischen Industriekooperation einzusetzen», erklärte das Pariser Verkehrsministerium.

Dagegen sprach der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk in Washington von einem «wichtigen Sieg» für die Beschäftigten der amerikanischen Luftfahrtindustrie. «Diese Subventionen haben den Vereinigten Staaten großen Schaden zugefügt und Boeing Umsatz und Marktanteile gekostet», hieß es in einer Mitteilung. Die Entscheidung trage dazu bei, dass der Wettbewerb mit Airbus wieder auf gleicher Augenhöhe stattfinde. Präsident Barack Obama und er seien entschlossen, Handelsvereinbarungen durchzusetzen und dabei den Prozess der Welthandelsorganisation zu nutzen.

Quelle: dpa-AFX

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