MULTICHART Kursabfrage: (Name oder WKN)

BASF bringt Milliardenübernahme von Cognis unter Dach und Fach

News - 23.06.10 07:21

BASF bringt Milliardenübernahme von Cognis unter Dach und Fach

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat die
Milliardenübernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis perfekt gemacht. Der
Unternehmenswert liege bei 3,1 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am
Mittwoch mit. Eingeschlossen sind dabei Nettofinanzschulden und
Pensionsverpflichtungen. Der Kaufpreis für das Eigenkapital betrage 700
Millionen Euro. Der Kauf unterliege noch der Zustimmung der zuständigen
Behörden. Mit dem Abschluss der Transaktion werde bis spätestens November
gerechnet. Schon seit Wochen wird über eine Übernahme von Cognis durch den
Chemieriesen aus Ludwigshafen spekuliert. Cognis entstand aus der früheren
Chemiesparte von Henkel und gehört seit 2001 dem Finanzinvestor Permira und der
Private-Equity-Sparte von Goldman Sachs ./ep/she

Quelle: dpa-AFX

Pralle Kriegskasse bei Infineon

News - 21.06.10 13:05

Interview mit Finanzchef: Pralle Kriegskasse bei Infineon

Lange galt Infinion als Übernahmekandidat. Finanzchef Marco Schröter ließ durchblicken, dass der Konzern stattdessen bald selbst einkaufen gehen könnte.


Infineon sieht sich für Zukäufe finanziell gut gerüstet. Über 2,5 Mrd. Euro könnte der Münchner Chipkonzern kurzfristig für Akquisitionen mobilisieren - intern und extern. "Über Anleihen und unser genehmigtes Kapital wären wir theoretisch in der Lage, über 1 Mrd. Euro aufzunehmen", sagte Finanzvorstand Marco Schröter in einem FTD-Interview. Rund 1,5 Mrd. Euro liegen aktuell in Infineons Kassen. Schröter deutete an, dass er selbst größere Akquisitionen grundsätzlich für sinnvoll hält. "Ich persönlich glaube, dass eine gewisse Größe einen Wert an sich hat. Wir werden uns aber nicht zu unüberlegten, spontanen Aktionen hinreißen lassen", versprach der Manager, der vor gut zwei Jahren von Schenker zu Infineon stieß.




Damit gibt sich der Finanzchef deutlich offensiver als Vorstandschef Peter Bauer. Der hatte erst jüngst bekräftigt, Zusammenschlüsse bei Unternehmen der Größe Infineons seien in der Vergangenheit selten gewesen und würden es wahrscheinlich auch in Zukunft bleiben.


Seit der Abspaltung von Siemens im Jahr 1999 galt Infineon immer wieder als Übernahmekandidat, da der Dax-Konzern weltweit nur die Nummer elf ist. Durch die schwere Krise der Chipbranche und Managementfehler gerieten die Münchner Anfang 2009 gar an den Rand der Pleite, konnten sich aber durch ein harsches Sparprogramm, Kapitalmaßnahmen und konjunkturellen Rückenwind retten.


Im Aufschwung steht Infineon im Vergleich zu Rivalen wie dem US-Chipkonzern Freescale und dem niederländischen Unternehmen NXP solide da: Beide wurden 2006 überteuert von Finanzinvestoren übernommen und arbeiten seither daran, ihre Schulden in den Griff zu bekommen. So verlor Freescale vergangenes Jahr die Weltmarktführerschaft bei Autochips an Infineon, wie Semicast Research ermittelt hat.




Analysten zufolge käme eine größere Verstärkung am ehesten in den Segmenten Automotive oder Industrie infrage, wo Infineon bereits Nummer eins ist. Schröter sagte dazu nur: "Wir prüfen kontinuierlich sinnvolle Optionen, ganz ohne Eile, um uns auf dem einen oder anderen Geschäftsfeld eventuell verstärken zu können. Konkrete Pläne gibt es derzeit nicht."


Dem Finanzchef zufolge gewinnt der Konzern im Auto- und im Industriegeschäft Marktanteile und erzielt dort auch die höchsten Margen: im zweiten Quartal 16 Prozent respektive 19 Prozent.


Noch mindestens 1 Mrd. Euro mehr für einen großen Wurf könnte Infineon womöglich ein Verkauf der Handychipsparte einbringen. FTD-Informationen zufolge wurde kürzlich JP Morgan mit der Sondierung der Optionen beauftragt. Schröter lehnte jeden Kommentar dazu ab: "Wir haben derzeit viel Freude mit der Mobilfunkchipsparte, sie hat sich sehr gut entwickelt."




Sie gilt als Nummer vier im weltweiten Konzert, aber auf Dauer als zu klein. Intern arbeitet Infineon weiter daran, die Ergebnisse auf ein höheres Niveau zu bringen. Der Konzern hatte kürzlich sein Ziel angehoben und will nunmehr eine Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von 15 Prozent im Schnitt über einen Konjunkturzyklus erzielen. Vor drei Wochen verkündete der Vorstand in einer Führungskräftekonferenz die Details des neuen "High-Performance-Programms". Damit will der Vorstand die Abläufe effizienter gestalten sowie das Chipportfolio stärker auf höhermargige Produkte konzentrieren.


Verantwortlichkeiten sollen klarer zugeordnet und die Entscheidungsbefugnisse der Führungskräfte erweitert werden, so Schröter. "Wir brauchen mehr Unternehmertum bei Infineon. Infineon braucht das Gewinner-Gen und nicht nur den Survivalmodus." Zudem sollen die Mitarbeiter am Erfolg beteiligt werden. "In diesem Jahr werden wir 10 Mio. Euro als Sonderprämie an alle Mitarbeiter ausschütten", kündigte der Finanzchef an. Ausgezahlt wird sie nach Ende des Geschäftsjahres im September mit Erreichen des letzten Ziels von zehn Prozent Ebit-Marge.


Ein Ende des Booms, der Infineon dieses Geschäftsjahr fast 40 Prozent mehr Umsatz bringen könnte, sei nicht zu spüren. "Für die kommenden zwei bis drei Quartale sehen wir keinerlei Anzeichen für eine Abschwächung unseres Geschäfts", sagte der Finanzchef.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Estland kann den Euro einführen

News - 17.06.10 14:00

EU-Gipfel: Estland kann den Euro einführen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der EU-Gipfel gibt grünes Licht für den Beitritt Estlands
zur Eurozone. Das baltische Land könne zum kommenden Jahreswechsel seine Krone
gegen den Euro tauschen, beschlossen die EU-Staats-und Regierungschefs laut
Diplomaten am Donnerstag in Brüssel. Estland wird die Nummer 17 im Euro-Club
sein./cb/bn/DP/sk

Quelle: dpa-AFX

BP springen hoch - Dividendenstreichung 'richtiger Schritt'

News - 17.06.10 13:03

AKTIE IM FOKUS 2: BP springen hoch - Dividendenstreichung 'richtiger Schritt'

(Neu: Kommentare von Societe Generale und AXA Framlington Equity Income Fund.)

LONDON (dpa-AFX) - Die BP-Aktien haben am Donnerstag mit satten Kursgewinnen
auf die angekündigte Dividendenstreichung sowie einen Treuhandfonds für die
Opfer aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko reagiert. Grund dafür war laut
Händlern vor allem, dass nun ein hohes Maß an Unsicherheit gewichen ist, das für
einen großen Teil der Kursverluste der Aktie verantwortlich war.

Gegen 12.55 Uhr sprangen die Titel des britischen Ölkonzerns um 7,72 Prozent auf
362,85 Pence hoch. Damit waren sie stärkster Wert im Londoner Leitindex FTSE 100
, der zeitgleich 0,79 Prozent auf 5.279,28 Punkte gewann. Im Vergleich zum Kurs
vor der Ölkatastrophe bedeutet das für die BP-Aktie indes immer noch ein Minus
von gut 44 Prozent.

Börsianer sprachen nach den Neuigkeiten von BP von einem 'Schritt in die
richtige Richtung' und erwarten von diesen Maßnahmen eine Entspannung. Zudem
herrschte wie bereits an den vergangenen Tage die Einschätzung vor, dass BP die
Kosten für die Folgen der Katastrophe stemmen kann.

BP will, wie von politischer Seite aus den USA gefordert, einen Treuhandfonds
zur Entschädigung der Opfer aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko bereit
stellen. Außerdem wird die Dividende für das erste Quartal, die am 21. Juni
ausgeschüttet werden sollte, ebenso gestrichen wie die Dividende für die zwei
Folgequartale. Analyst Fadel Gheit von Oppenheimer & Co in New York geht davon
aus, dass BP-Chef Tony Hayward bei der an diesem Donnerstag anstehenden Anhörung
vor dem US-Kongress einen schweren Stand haben wird. Der Treuhandfonds über 20
Milliarden Dollar und die Streichung der Dividende seien aber 'ein Schritt in
die richtige Richtung'.

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung sei nach der Einigung weitgehend
verflogen, schrieb Analyst Evgeny Solovyov von Societe Generale. Dass die
möglichen Kosten nun besser einzuschätzen seien, bewerte er als entscheidenden
Faktor. 'Apokalyptische Szenarien' seien damit vom Tisch. Fonds-Manager George
Luckraft vom AXA Framlington Equity Income Fund ging davon aus, dass BP im
kommenden Jahr wieder eine Dividende zahlen dürfte. Wer die Aktie jetzt
verkaufe, werde sie im kommenden Jahr wahrscheinlich zu einem höheren Preis
zurückkaufen müssen. Daher halte er derzeit an seinem Investment bei dem
Ölkonzern fest.

Die UBS senkte ihr Kursziel für die Papiere von 580 auf 525 Pence und die
Dividendenschätzung für 2010 um 78 Prozent, blieb aber bei der Anlageempfehlung
'Buy'. BP habe angesichts der beispiellosen Katastrophe geradezu drakonische
Maßnahmen akzeptiert, um sein wichtiges US-Geschäft zu schützen, schrieb Analyst
Jon Rigby. Die rechtliche Durchsetzbarkeit dieser Maßnahmen sei zwar schwierig,
er hoffe aber, dass sie den Grundstein für eine Normalisierung der Beziehungen
zur US-Regierung legten. Der Druck aus Washington habe sich verheerend auf den
Aktienkurs ausgewirkt.

In einer Studie von JPMorgan hieß es, selbst unter Einbeziehung hoher Strafen
sowie des unabhängigen Kompensationsfonds, der Lohnausgleichszahlungen für die
Arbeitskräfte am Golf von Mexiko vorsehe, bleibe der Verschuldungsgrad noch im
Rahmen der vom Management angepeilten Spanne. Damit sei BP nach wie vor in einer
finanziell starken Position. Analyst Fred Lucas beließ die Aktie daher auf
'Overweight'./gl/ck

Quelle: dpa-AFX

Q-Cells schließt Partnerschaft für Ausschussware

News - 16.06.10 13:57

ROUNDUP: Q-Cells schließt Partnerschaft für Ausschussware

(neu: ITS plant Fabrik in Halle).

BITTERFELD-WOLFEN (dpa-AFX) - Das Solarunternehmen Q-Cells verarbeitet seine
Ausschussware künftig nicht mehr selbst weiter. Stattdessen sollen die Zellen,
die nicht den Qualitätsstandards des Unternehmens entsprechen, von der
norwegischen Firma Innotec Solar (ITS) verarbeitet werden, wie Q-Cells am
Mittwoch in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) mitteilte. Beide Unternehmen
vereinbarten dazu eine mehrjährige Partnerschaft. Finanzielle Details teilte die
im TecDax notierte Gesellschaft nicht mit.

ITS hat sich auf Ausschussware spezialisiert. Die Skandinavier kaufen bei
zahlreichen Solarunternehmen minderwertige Ware auf, arbeiten sie dann auf und
verkaufen sie unter einer eigenen Marke. Damit ist das Unternehmen
Branchenkennern zufolge sehr erfolgreich. 'Die strategische Partnerschaft mit
ITS ist ein vielversprechender Weg, den größten Nutzen aus unseren
Nicht-Premium-Solarzellen zu ziehen', sagte Q-Cells-Vertriebsdirektor Timothy
Ryan. ITS habe das Know-how und die Kapazitäten, aus diesen Zellen 'sehr
attraktive Module und Systeme' zu fertigen.

Bislang arbeitete Q-Cells seine minderwertigen Zellen, die im Produktionsprozess
anfallen, selbst auf. Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft löst das
Unternehmen die entsprechende Abteilung nun auf. Die betroffenen Mitarbeiter,
nach Q-Cells-Angaben rund ein Dutzend, sollen wie einige Maschinen von ITS
übernommen werden. Dazu plant ITS eine Fabrik in Halle.

Q-Cells hatte im vergangenen Jahr wegen des heftigen Preisverfalls in der
Branche einen Milliardenverlust hinnehmen müssen. Der als Sanierer geholte
Vorstandschef Nedim Cen hat dem Unternehmen einen tiefgreifenden Umbau verordnet
und konzentriert das Geschäft auf die profitablen Felder. 500 Mitarbeiter am
Stammsitz in Sachsen-Anhalt mussten im vergangenen Jahr gehen. In Malaysia fährt
das Unternehmen derweil eine neue Zellenproduktion hoch und lässt zudem erstmals
auch eigene Module produzieren./nl/nmu/wiz

Quelle: dpa-AFX

NRW rechnet mit 800 Millionen-Bürgschaftsantrag von Opel

News - 16.06.10 13:34

NRW rechnet mit 800 Millionen-Bürgschaftsantrag von Opel

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium
erwartet von Opel einen Bürgschaftsantrag an die Länder in Höhe von insgesamt
800 Millionen Euro. NRW dringt aber im Falle eine Hilfegewährung auf eine
zeitliche Begrenzung, bis General Motors und damit Opel wieder Zugang zum
Kapitalmarkt haben. 'Danach gibt es für Staatsbürgschaften keinen Grund mehr',
sagte Ministeriumssprecher Joachim Neuser am Mittwoch in Düsseldorf.

Schwierigkeiten bei der Bearbeitung eines Opelantrags dürfte es trotz unklarer
Regierungslage seit der Landtagswahl vom 9. Mai nicht geben. In NRW ist noch die
schwarz-gelbe Regierung um Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU)
geschäftsführend im Amt, obwohl sie im Landtag keine Mehrheit mehr hat. Die SPD
hat zusammen mit den Grünen zehn Stimmen im Landtag mehr als Schwarz-Gelb. Sie
will derzeit aber keine Koalition eingehen. Bei den Opel-Bürgschaften will die
SPD zusammen mit der CDU und gegen die FDP im Haushalts- und Finanzausschuss für
Opelhilfen stimmen. Wann die nächste Sitzung stattfindet, ist noch unklar. Es
kann für den Opelfall aber kurzfristig eine Sondersitzung einberufen werden.

Nach welchem Schlüssel die Länder Staatshilfen gewähren wollen, ist noch unklar.
Offenbar sollen die Belegschaftszahlen an den Opel- Standorten nach der
Sanierung oder auch die Investitionshöhen von Opel herangezogen werden. Die
Länder wollen nach dpa-Informationen gemeinschaftlich vorgehen.

Vertreter der Länder mit Opelstandorten - NRW, Hessen, Thüringen und
Rheinland-Pfalz - hatten sich am Dienstag in Frankfurt getroffen. Sie hatten
erklärt, sie wollen die erwarteten Bürgschaftsanträge des Autobauers rasch
bearbeiten.

In Bochum sollen 1.800 der knapp 6.000 Stellen gestrichen werden. Investitionen
fließen vor allem in neue Modelle. Als sicher gilt der Bau des neuen Minivans
Zafira. Eventuell bekommen die Bochumer noch Anteile des künftigen Astra
Caravan, wenn die Produktion in England die Nachfrage nicht stillen
kann./wd/DP/ck

Quelle: dpa-AFX

Siemens erhält Auftrag für 80 Windkraftanlagen - dreistelliger Millionenbetrag

News - 09.06.10 11:39

Siemens erhält Auftrag für 80 Windkraftanlagen - dreistelliger Millionenbetrag

STUTTGART/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Elektrokonzern Siemens liefert 80
Offshore-Windkraftanlagen an eine Tochter des Energieversorgers EnBW . Der
Auftrag habe ein Volumen im dreistelligen Millionenbereich, teilten beide
Unternehmen am Mittwoch mit. Die Anlagen sind für den 'EnBW Baltic 2'-Windpark
in der Ostsee vorgesehen. Der Bau soll 2012 beginnen, 2013 soll der Windpark
vollständig am Netz sein.

Mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt je Windrad komme der Park insgesamt auf
288 Megawatt Gesamtleistung. Gemäß einer Faustformel, wonach ein Megawatt
Windenergie vor der Küste 1,5 bis 2 Millionen Euro kostet, dürfte das
Auftragsvolumen zwischen rund 430 und 570 Millionen Euro liegen./stb/nl/dct

Quelle: dpa-AFX

SMA Solar erweitert Standort bei Kassel - Grundstück gekauft

News - 09.06.10 12:01

SMA Solar erweitert Standort bei Kassel - Grundstück gekauft

NIESTETAL (dpa-AFX) - Für rund 125 Millionen Euro will der nordhessische
Solarhersteller SMA Solar seinen Standort in Niestetal bei Kassel ausbauen. Mit
der Gemeinde sei ein Kaufvertrag für ein 20 Hektar großes Grundstück in einem
Gewerbegebiet an der A7 geschlossen worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch
mit. SMA Solar hatte in den vergangenen Monaten wegen hoher Nachfrage nach
Solar- Wechselrichtern die jährliche Produktionskapazität zunächst verdoppelt,
kann diese wegen weltweiter Lieferengpässe für Elektronikbauteile aber derzeit
nicht voll nutzen. Mit der Erweiterung sollen kurzfristige Interimslösungen in
einem anderen Gewerbegebiet ein Ende haben. Baubeginn ist im Sommer./rad/DP/nl

Quelle: dpa-AFX

Nordex erwartet 60 Prozent mehr Aufträge

News - 08.06.10 14:34

Nordex erwartet 60 Prozent mehr Aufträge

ROSTOCK (dpa-AFX) - Der Rostocker Windkraftanlagenhersteller Nordex AG erwartet
für das laufende Jahr ein deutliches Plus von rund 60 Prozent beim
Auftragseingang. Gleichzeitig werde mit einem leichten Umsatzplus im Vergleich
zu 2009 gerechnet, sagte Nordex-Vorstandschef Thomas Richterich am Dienstag bei
der Hauptversammlung des Unternehmens in Rostock vor rund 270 Aktionären. Erste
positive Anzeichen für ein Anziehen des Neugeschäfts seien im April festgestellt
worden. In diesem Monat seien fest finanzierte Aufträge im Wert von 94 Millionen
Euro verzeichnet wurden. Im gesamten ersten Quartal waren es nur 71 Millionen
Euro.

Der gesamte Auftragsbestand liegt Richterich zufolge nunmehr bei 2,3 Milliarden
Euro. Davon seien 500 Millionen Euro fester Auftragsbestand und weitere 1,8
Milliarden Rahmenverträge, bei denen meist noch die Finanzierung offen steht.

Wegen der Wirtschaftskrise und der schleppenden Kreditvergabe der Banken hatte
Nordex 2009 nur ein Umsatzplus von 4 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro erreicht.
Zugleich sank der Überschuss um mehr als die Hälfte auf 24,2 Millionen Euro.
'Angesichts hoher Verluste bei Großkonzernen war das für diese schwere Zeit ein
aus meiner Sicht respektables Ergebnis', betonte Richterich.

Seinen Optimismus für einen anziehenden Auftragseingang begründete Richterich
mit der Aussicht auf steigende Preise für fossile Energieträger. Auch sei das
von Banken bereitgestellte Finanzierungsvolumen für Windparkprojekte seit Anfang
2009 wieder deutlich gestiegen. Mittelfristig werde die Nachfrage nach Strom
steigen. Entscheidend sei dabei, wann die großen Volkswirtschaften wieder auf
Wachstumskurs kommen. Positive Anzeichen für eine Konjunkturbelebung habe es in
der OECD schon Ende 2009 gegeben./mgl/DP/stb

Quelle: dpa-AFX

Milliardenauftrag für Airbus: Araber kaufen 32 A380

News - 08.06.10 14:48

ILA/ROUNDUP/Milliardenauftrag für Airbus: Araber kaufen 32 A380

BERLIN (dpa-AFX) - Milliardenauftrag für Airbus: Die arabische Fluggesellschaft
Emirates hat 32 Maschinen des weltgrößten Verkehrsflugzeugs A380 gekauft. Es ist
der bisher größte Einzelauftrag für den Superjet und der größte in der
Zivilluftfahrt. 'Damit haben wir jetzt 90 A380 bestellt', sagte Emirates-Chef
Scheich Ahmed bin Said al-Maktum am Dienstag auf der Luftfahrtmesse ILA in
Berlin. 'Unser neuer Auftrag hat nach Listenpreis einen Wert von 11,5 Milliarden
Dollar.' Airbus hat mit einem Schlag zwölf mehr A380 verkauft als für das
Gesamtjahr geplant.

Die Aktie des Airbus-Mutterkonzerns EADS legte nach den Nachrichten zu: Am
Nachmittag notierte sie in Paris mit 0,56 Prozent im Plus bei 16,22 Euro und war
damit zweitstärkster Wert im CAC-40.

LIEFERUNG BINNEN SIEBEN JAHREN

'Die Flugzeuge werden bis 2017 geliefert werden', sagte der Scheich. 'Dieser
jüngste Auftrag bestätigt die Emirates-Strategie, Dubai zur zentralen
Drehscheibe des weltweiten Flugverkehrs aufzubauen.' Auf die Frage, wozu er so
viele Flugzeuge brauche, sagte er: 'Das geht nicht darum, eine Sammlung
aufzubauen. Emirates ist eine der stärksten Marken weltweit. Die A380 ist unser
Flaggschiff. Fast die Hälfte unserer Flotte wird für die neuen Märkte genutzt.'
Dubai werde weiter als A380-Drehscheibe ausgebaut und werde 25 Abfertigungshubs
haben.

'Das ist der größte Auftrag aller Zeiten', sagte Airbus-Chef Thomas Enders. 'Wir
sind sehr stolz darauf. Das ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in die A380
und Airbus.'

INTERESSE AN LANGVERSION

Emirates bekräftigte sein grundsätzliches Interesse an einer Langversion der
A380 für noch ein paar hundert Passagiere mehr. Enders erklärte jedoch, für
Airbus habe die Steigerung der Produktion der Version A380-800 (mit 525 Sitzen
in der Standardversion) Vorrang.

Bereits bisher war Emirates mit 58 Bestellungen größter A380-Kunde. Zur ILA
übernahm die Nobelfluggesellschaft vom Persischen Golf ihre zehnte Maschine. In
Berlin konnte Emirates bislang jedoch noch nicht landen, weil das
Bundesverkehrsministerium noch keine Genehmigung erteilte.

Emirates-Rivale Lufthansa hatte zuletzt erst mit dem Transport der deutschen
Fußball-Nationalmannschaft nach Südafrika ihre erste A380 in Betrieb genommen.

VERGLEICHSWEISE LEISE

Bisher sind 30 A380 weltweit im Einsatz. Sie haben bei 140.000 Flugstunden
fünfeinhalb Millionen Passagiere transportiert. Die Auslastung der Großflugzeuge
mit 525 Plätzen in der Standardausführung ist dabei deutlich höher als bei
anderen Maschinen. Vorteile bringt Airbus zufolge die Wirtschaftlichkeit des
Flugzeugs, der geringere Kerosin-Verbrauch. Zudem startet und landet der
Riesenjet vergleichsweise leise.

Allerdings liegt die Produktion wegen der Probleme in Hamburg bei der
Verkabelung der Kabine um mehrere Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die
Fertigungsprobleme sind laut Airbus aber jetzt überwunden und die
A380-Produktion soll in diesem Jahr auf 20 verdoppelt werden. Zusammen mit dem
neuen Emirates-Auftrag liegen Airbus nun 234 Bestellungen für den Mega-Airbus
vor./hn/DP/stw

Quelle: dpa-AFX

Emirates plant weitere A380-Käufe

News - 04.06.10 18:59

Großraum-Airbus: Emirates plant weitere A380-Käufe

Die arabische Fluggesellschaft will ihre A380-Flotte weiter ausbauen. Die Bestellungen könnten auf der Luftfahrtausstellung in Berlin unterschrieben werden.


Die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate wird nach FTD-Informationen aus Branchenkreisen die Luftfahrtausstellung möglicherweise dazu nutzen, weitere A380 zu bestellen. Emirates ist mit 58 Festaufträgen bereits jetzt mit Abstand größter Kunde für das Großraummodell. Insgesamt liegen Airbus bisher Aufträge für 202 Maschinen dieses Typs vor.


Wie ein Airbus-Sprecher am Freitag auf Anfrage sagte, "gibt es keinen Deal, der angekündigt werden könnte". Darüber hinaus würden Spekulationen nicht kommentiert. Branchenkenner vermuten, dass die Verhandlungen auch noch kippen könnten.



Die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" berichtete am Freitag, dass Emirates auf der ILA weiteren zwölf Festbestellungen sowie 18 Optionen für die A380 mit einem Listenpreis von 10 Mrd. $ veröffentlichen werde. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, eine ungenannte Quelle habe die Meldung zurückgewiesen. Von Emirates war kurzfristig keine Stellungnahme zu erhalten.


Dass die EADS-Tochter in diesem Jahr vor einem Neuauftragsschub für das Riesenflugzeug steht, hatte Verkaufsvorstand John Leahy selbst vor wenigen Wochen angekündigt. Er sagte, er rechne in diesem Jahr mit mindestens 20 Neubestellungen. Leahy wollte aber keine Angaben machen, wer die Kunden sein könnten.


Auffällig ist, dass bereits sieben der insgesamt 17 Kunden das Großraummodell nachbestellt haben. Emirates hatte 2001 zunächst 20 Maschinen bestellt und orderte in den Jahren 2003, 2006 sowie nochmals 2007 nach.



Emirates übernahm an diesem Freitag in Hamburg formal sein zehntes A380-Modell. Für Airbus selbst war es die 30. Auslieferung des weltgrößten Passagierflugzeugs. Am Montag soll das nagelneue Emirates-Modell von Hamburg nach Berlin auf die Luftfahrtmesse fliegen.


Die ILA wird am Dienstag offiziell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet. Dort trifft der Emirates-A380 direkt auf den ersten A380 des Konkurrenten Lufthansa. Die deutsche Fluggesellschaft hat insgesamt 15 Riesenairbus bestellt.


Emirates bislang keine Landerechte für Berlin vom Bundesverkehrsministerium erhalten. Emirates möchte aber die Bundeshauptstadt ins Streckennetz aufnehmen.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Dow Jones rutscht unter 10.000 Punkte

News - 04.06.10 18:11

US-Börsen: Dow Jones rutscht unter 10.000 Punkte

Die Wall Street ist angeschlagen: US-Jobdaten verfehlen die allzu optimistischen Erwartungen der Investoren gründlich und verderben den Anlegern die Hoffnung auf einen entspannten Wochenausklang. Auch aus Ungarn droht neues Ungemach für die Weltkonjunktur.


Der Dow Jones fiel um 2,4 % auf 10.012 Punkte. Zeitweise hatte er bei 9988 Punkten notiert. Der breiter gefasste S&P 500 büßte ebenfalls 2,3 % auf 1077 Zähler ein. Der Nasdaq Composite gab um 2,2 % auf 2253 Stellen nach.


Als Höhepunkt der Datenwoche war der US-Arbeitsmarktbericht von den Anlegern mit Spannung erwartet worden. Die Zahlen verfehlten die optimistischen Erwartungen vollständig und nährten bei den Anlegern ernste Zweifel an der Robustheit des konjunkturellen Aufschwungs. Nach Angaben des Arbeitsministeriums in Washington stieg die Zahl der Beschäftigten im Mai um 431.000. Allerdings wurden 411.000 von ihnen allein wegen einer Volkszählung und deshalb nur vorübergehend angestellt.


"In der Summe wird man gespannt auf die weiteren Entwicklungen am Arbeitsmarkt blicken müssen - und sollte dabei mögliche Revisionen der heute gemeldeten Zahlen im Auge behalten", schrieb Nord/LB-Analyst Tobias Basse. Die Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt seien "als prinzipiell nicht negativ zu werten", so Basse. "Unserer Auffassung nach besteht auch weiterhin durchaus Grund zu einem gewissen Optimismus."


Auch die Schuldenkrise in Europa und die in diesem Zusammenhang stets bemühte Formel von den Angst vor deren Ausweitung ließen der Wall Street keine Chance auf Fortsetzung der jüngsten Gewinnserie: Diesmal sah sich Ungarn veranlasst, vor einen unerwartet großem Haushaltsdefizit zu warnen. Es könnte nach Schätzungen der Regierungspartei mit bis zu 7,5 % rund doppelt so hoch sein wie bislang angenommen - der Vergleich mit der Lage Griechenlands spukte umher. Analysten gehen allerdings von einem geringeren Defizit von etwa 5 % aus und halten den Vergleich zu Griechenland nicht für nachvollziehbar.



Einzelwerte gerieten angesichts dieser Nachrichten in den Hintergrund: Die Furcht vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur belastete den Rohstoffmarkt: Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Marke WTI zur Auslieferung im Juli gab um 2,6 % auf 72,69 $ nach. Das Papier von Exxon büßte 1,5 % ein. Auch die an der New York Mercantile Exchange notierten Metalpreise fielen und belasteten Alcoa- und US-Steel-Anteile, die 3 und 3,5 % verloren. Den Stahlkonzern belastete zusätzlich eine pessimistische Analyse der Experten von Goldman Sachs.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Holen Sie sich die Börse ins Haus! Fonds, Aktien, Optionsscheine , Zertifikate, Futures und Optionen - alles aus einer Hand! www.OnVista-Bank.de
OnVista Bank - Die neue Größe im Online-Brokerage
10 FreeBuys bei Depoteröffnung
www.OnVista-Bank.de

Share/Save/Bookmark