MULTICHART Kursabfrage: (Name oder WKN)

Aktien New York Schluss: Talfahrt geht weiter - Techwerte brechen ein

News - 22.01.10 22:31

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Talfahrt geht weiter - Techwerte brechen ein

NEW YORK (dpa-AFX) - Belastet von Einbrüchen bei Technologie- und Finanzwerten
haben die US-Börsen am Freitag ihre Talfahrt ungebremst fortgesetzt. Die Anleger
reagierten Händlern zufolge immer noch mit teils massiven Verkäufen auf die
Pläne von Präsident Barack Obama zur Regulierung der Bankenbranche. Hinzu kamen
als weitere Belastungsfaktoren negativ aufgenommene Unternehmensnachrichten von
Google und vom Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) , sagten Börsianer.
Zudem beobachteten Marktteilnehmer, dass institutionelle Derivatehändler derzeit
bei Bankaktien und Einzelhandelstiteln auf eine deutliche Korrektur nach unten
setzten.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) sank den dritten Tag in Folge und ging
mit einem hohen Abschlag von 2,09 Prozent auf 10.172,98 Punkte aus dem Handel.
Damit rutschte er auf den tiefsten Stand seit November 2009. Auf Wochensicht
bedeutete dies ein sattes Minus von 4,12 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index
riss an diesem Freitag die Marke von 1.100 Punkten und gab um 2,21 Prozent auf
1.091,76 Zähler nach. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der umfassende
Composite Index um 2,67 Prozent auf 2.205,29 Punkte. Der Nasdaq 100 verlor
sogar 3,01 Prozent auf 1.794,82 Zähler.

Finanzwerte mussten angesichts der neuen Regulierungspläne wie schon am Vortag
herbe Verluste einstecken. Am Ende des Dow-Jones-Index etwa brachen die
Anteilsscheine von American Express um 8,47 Prozent auf 38,59 US-Dollar ein.
Der Kreditkartenanbieter hatte zwar mit seinen Quartalszahlen besser als gedacht
abgeschnitten, erwartet allerdings nur eine 'moderate' konjunkturelle Erholung.
Aktien von JPMorgan verloren 3,40 Prozent auf 39,16 Dollar und Papiere von
Morgan Stanley sanken um 5,25 Prozent auf 27,80 Dollar.

Indes sehen die Analysten von Bernstein Goldman Sachs als die womöglich am
stärksten betroffene Bank, wenn die Pläne von Obama so wie geplant verwirklicht
werden. Gerade erst am Vortag hatte der absolute Top-Verdiener an der Wall
Street klar besser als erwartete Gewinne vermeldet, was insbesondere mit den
weiter florierenden Geschäften mit Währungen, Rohstoffen und Anleihen begründet
wurde. Allerdings bleibe abzuwarten, betonte ein Händler, in welchem Ausmaß die
Vorschläge von Obama tatsächlich umgesetzt werden. Es gebe auch sehr kritische
Stimmen. Die Papiere fielen um 4,20 Prozent auf 154,12 Dollar.

Auch andere Quartalszahlen wurden mit Interesse verfolgt, sagten Händler. Der
Mischkonzern General Electric (GE) etwa hatte mit seinem Gewinn die
Markterwartungen übertroffen. Die Papiere legten um 0,56 Prozent auf 16,11
Dollar zu. Unterdessen hatte die Fast-Food-Kette McDonald's mit einem höheren
Gewinn und Umsatz als erwartet überrascht. Die Anteilsscheine gewannen 0,30
Prozent auf 63,39 Dollar.

Der kriselnde Motorradhersteller Harley-Davidson aber hatte auch im vierten
Quartal unter dem Einbruch seiner Verkäufe und unter den hohen Kosten für die
Umstrukturierung gelitten. Die Zahlen wurden vom Markt mit Enttäuschung
aufgenommen. In der Folge ging es für die Titel um 7,78 Prozent auf 23,59 Dollar
bergab.

Ansonsten hatten mit Advanced Micro Devices (AMD) und Google noch zwei
Technologiewerte am Donnerstag nach Börsenschluss ihre Zahlen vorgelegt. Der
Chiphersteller hatte einen geringer als befürchteten Verlust ausgewiesen, die
Aktien sackten aber dennoch um 12,35 Prozent auf 7,88 Dollar ab. Händler
sprachen von Gewinnmitnahmen. Zudem seien die Anleger unsicher, wie stark sich
die Konjunktur tatsächlich erholen wird und wie diese Erholung die
Gewinnschätzungen beeinflusst. Andere wiederum monierten den Umsatzausblick.
Auch die Internet-Suchmaschine Google hatte mehr verdient als von Experten
erwartet worden war, einige Analysten zeigten sich jedoch enttäuscht von der
Klickvergütung. Google-Aktien verloren 5,66 Prozent auf 550,01 Dollar. In diesem
negativen Umfeld schließlich fielen auch die Papiere des 'iPhone'-Herstellers
Apple um 5,13 Prozent auf 197,59 Dollar./la/he

Quelle: dpa-AFX

GM überweist Opel 650 Millionen Euro

News - 15.01.10 22:12

GM überweist Opel 650 Millionen Euro

DETROIT/RÜSSELSHEIM (dpa-AFX) - Der US-Autobauer General Motors greift seiner
deutschen Tochter Opel finanziell unter die Arme. Am 4. Januar seien 650
Millionen Euro nach Rüsselsheim überwiesen worden, heißt es in einer am Freitag
veröffentlichten Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Das Geld soll den
Angaben zufolge Opel und seiner britischen Schwestermarke Vauxhall helfen, die
Zeit zu überbrücken, bis eine endgültige Finanzierung gesichert ist.

'Es handelt sich um vorgezogene Zahlungen für Entwicklungsleistungen', sagte ein
Opel-Sprecher auf Anfrage. Eigentlich wäre die Überweisung erst im April und im
Juli diesen Jahres fällig geworden. Opel betreibt in Rüsselsheim ein großes
Entwicklungszentrum, das konzernweit genutzt wird.

Der traditionsreiche Autobauer kämpft seit über einem Jahr ums Überleben. Bis
Ende Januar soll ein Sanierungskonzept vorliegen, das die Grundlage für
Verhandlungen über Staatshilfen ist. GM hat den Geldbedarf auf 3,3 Milliarden
Euro beziffert, rund 2,7 Milliarden sollen nach den Vorstellungen der Amerikaner
die Regierungen im In- und Ausland aufbringen, in deren Ländern Opel Standorte
hat./das/DP/he

Quelle: dpa-AFX

Chipwerte sehr fest - Bessere Intel-Zahlen stützen

News - 15.01.10 11:07

AKTIEN IM FOKUS: Chipwerte sehr fest - Bessere Intel-Zahlen stützen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Chipwerte wie Infineon Technologies und Dialog
Semiconductor haben am Freitag nach den Intel-Zahlen vom Vorabend zu den
klaren Gewinnern gehört. Gegen 10.55 Uhr notierten Infineon noch bei 4,173 Euro
und damit um 0,26 Prozent fester. In der Spitze waren sie bis auf 4,229 Euro
geklettert. Gleichzeitig gewann der Dax 0,37 Prozent auf 6.011,01 Zähler hinzu.
Für die Anteilsscheine von Dialog ging es gar um 3,18 Prozent auf 10,72 Euro
aufwärts, während der TecDax 1,02 Prozent auf 854,03 Punkte abgab.

Intel hatte am Donnerstag nach Börsenschluss Zahlen für das vierte Quartal
vorgelegt und demnach nahtlos an die Boomzeiten angeknüpft. Der weltgrößte
Chiphersteller verdiente unter dem Strich wieder so viel wie zu seinen
Glanzzeiten. Die bereits hoch gesteckten Erwartungen der Experten übertraf Intel
mit seiner Bilanz bei weitem.

Harald Schnitzer, Analyst bei der DZ Bank, zeigte sich von den Intel-Zahlen
angetan. Sie dürften Halbleiteraktien generell stützen, da Intel als wichtiger
Indikator für die Branche gelte. Er bleibe positiv für die gesamte
Halbleiterbranche und erwarte ein Marktwachstum von 15 bis 20 Prozent im
laufenden Jahr. Seine Favoriten bleiben Infineon, Dialog Semiconductor und Elmos
Semiconductor . 'Trotz der starken Kursperformance dieser Aktien sehen wir
weiteres größeres Kurspotenzial.'

Die Experten von Cheuvreux verwiesen ebenfalls auf die Intel-Aussagen als Stütze
für den Sektor. Sowohl die Zahlen für das vierte Quartal als auch der Ausblick
auf das erste Quartal 2010 hätten über den Marktschätzungen gelegen, schrieben
die Experten in ihrer Studie. Sie hoben hervor, dass sich die Lagerbestände der
Händler im Quartalsvergleich reduziert hätten. Das lasse sie vermuten, dass die
Preise weiter steigen dürften. Sie erwarten, dass sowohl STMicroelectronics ,
ASML Holding als auch Infineon für eine positive Überraschung im vierten
Quartal sorgen dürften./rum/gl

Quelle: dpa-AFX

ATX nimmt 2 700-Punkte-Marke

News - 14.01.10 18:38

ATX nimmt 2 700-Punkte-Marke

Erstmals seit Oktober notiert der österreichische Leitindex ATX bei mehr als 2 700 Punkten. Der Index legte heute knapp zwei Prozent zu. Was die Alpenrally ausgelöst hat.

WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei hohem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 50,65 Punkte oder 1,91 Prozent auf 2 702 Einheiten. In einem positiven internationalen Umfeld kletterte auch der ATX über den gesamten Handelstag kontinuierlich nach oben. An den europäischen Leitbörsen wurden die Aussagen von EZB-Chef Trichet positiv aufgenommen. Der oberste Notenbanker im Euro-Raum gab keine Hinweise auf steigende Leitzinsen bereits im ersten Halbjahr 2010.

Zum heimischen Markt sprachen ein Händler von einer erneut dünnen Meldungslage. Bei hohen Handelsumsätzen kletterte die Erste Group-Aktie um 5,42 Prozent auf 31,10 Euro hoch. "Fundamentale Gründe für das klare Plus sind keine bekannt", sagte ein Händler.

Eine positive Analysteneinschätzung trieb die Zumtobel-Titel um 4,39 Prozent auf 15,45 Euro hoch. Experten von der UBS haben ihr Kursziel für die Aktien des Vorarlberger Leuchtenherstellers von 16,00 auf 20,00 Euro erhöht und bekräftigten ihr Anlagevotum "Buy".

Auch zu Voestalpine wurde eine neue Analysteneinschätzung publik. Exane BNP Paribas revidierten ihr Kursziel von 24 auf 26 Euro nach oben. Die voest-Titel befestigten sich um 1,70 Prozent auf 27,45 Euro. Auch der europäische Stahlsektor verbuchte am Berichtstag klare Kursgewinne.

Gesucht tendierten auch Agrana-Papiere mit plus 4,22 Prozent auf 65,99 Euro. Das Unternehmen gab bereits vor Börsenstart positive Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt.

Nachrichtenlos konnten im prime market auch AUA, Do&Co, RHI und Palfinger jeweils um mehr als vier Prozent zulegen. Flughafen Wien sanken hingegen leicht um 0,14 Prozent auf 34,75 Euro. Die Analysten der Commerzbank haben ihre Anlageempfehlung für die Aktien des heimischen Airports von "Reduce" auf "Hold" hoch gestuft und das Sechsmonats-Kursziel von 26,00 Euro auf 34,00 Euro erhöht.

Tiefer standen bei Handelsschluss einige Werte aus dem Immobilienbereich. Immofinanz gaben um 2,24 Prozent auf 2,62 Euro nach und Immoeast verbilligten sich um 1,24 Prozent auf 3,99 Euro. CA Immo International ermäßigten sich um 0,72 Prozent auf 5,49 Euro.

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Quelle: HANDELSBLATT

Milliardenabgabe: Obama fordert Staatshilfe zurück

News - 14.01.10 19:03

Milliardenabgabe: Obama fordert Staatshilfe zurück

Seit über einem Jahr stützen die amerikanischen Bürger die Branche. Nun soll Geld wieder in die andere Richtung fließen. Präsident Obama hat es insbesondere auf Banken abgesehen, die höhere Risiken eingehen - und fordert jeden Cent Staatsgeldes zurück.


US-Präsident Barack Obama will die staatlichen Krisenhilfen für Finanzinstitute vollständig zurückfordern. Er sei entschlossen, jeden einzelnen Cent einzutreiben, den die Firmen dem amerikanischen Volk schuldeten, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme Obamas.


Seine Entschlossenheit sei umso stärker angesichts der Berichte über "riesige Gewinne und obszöne Boni" bei genau den Unternehmen, die ihr Fortbestehen dem amerikanischen Volk verdankten. Nach Angaben des Präsidialamts soll die geplante Sonderabgabe für Banken zehn Jahre lang oder auch länger erhoben werden, um die Hilfen aus dem Bankenrettungsprogramm (Tarp) vollständig zurückzuerlangen. Die Abgabe soll rund 100 Mrd. $ einbringen und rund 50 Finanzinstitute betreffen: Sie zielt auf die größten und am stärksten fremdkapitalfinanzierten Finanzinstitute, darunter bis zu 27 US-Banken sowie Töchter ausländischer Unternehmen.


Die USA haben insgesamt 700 Mrd. $ an Steuergeldern in die Bankenbranche des Landes gepumpt, um einen Zusammenbruch zu verhindern und die Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung abzumildern. Die US-Banken sind mit Hilfe der Gelder schnell in die Gewinnzone zurückgekehrt und planen bereits wieder Millionen-Boni für ihre Manager.


Nach Informationen der Financial Times soll die Steuer zudem so ausgestaltet werden, dass sie auf das Investmentbanking konzentrierte Institute wie Goldman Sachs stärker trifft als Geldhäuser mit großen Einlagen wie etwa Wells Fargo.


Ziel des Vorstoßes ist, auf die wachsende öffentliche Empörung über die Branche einzugehen - und das enorme Budgetdefizit einzudämmen. Bislang hat sich die Regierung gegen derartige Schritte gesperrt. Nun geht die Obama-Regierung aber auf die Sorge vieler Demokraten im Kongress ein, die fürchten, bei den Wahlen im November ihren Sitz zu verlieren. Sie dringen auf Strafaktionen gegen die Banken.


Die neue Steuer soll im Haushalt für 2011 eingeplant werden, der dem Kongress Anfang Februar vorgelegt wird. Betroffen sind Finanzinstitute mit Vermögenswerten von mindestens 50 Mrd. $. Unternehmen, die Staatshilfe bereits zurückgegeben haben, sollen ebenso zahlen wie solche, die nie Unterstützung erhalten haben.

Autobauer werden verschont

Der staatlich kontrollierte Versicherer AIG wird von der Steuer getroffen, die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie staatlich gestützte Autobauer jedoch nicht.


Nach Angaben aus gut informierten Kreisen soll sich die Steuer nach der Summe der Aktiva abzüglich versicherter Einlagen und Aktionärskapital bemessen. Das kommt Banken entgegen, die viele Einlagen von Privatkunden haben und sich darüber refinanzieren können - wie Bank of America, Wells Fargo und JP Morgan Chase.


Für auf das Investmentbanking fokussierte Häuser wie Goldman und Morgan Stanley hingegen wird die Last so größer, ebenso für Geschäftsbanken, die im Vergleich zu den Aktiva wenig Einlagen haben.


Nebeneffekt der Steuer dürfte damit sein, dass Institute stärker auf Einlagen setzen - eine stabile Refinanzierungsquelle, wie sich besonders in der Krise gezeigt hat. Goldman Sachs und Morgan Stanley hatten während der Krise ihren Status als reine Investmentbanken aufgegeben und sich in Bankholdings umgewandelt, um Zugang zu Notenbank-Krediten zu erhalten. Ihr Geschäft konzentriert sich allerdings noch immer auf das Investmentbanking.


Die Branche hat die neue Abgabe kritisiert. Allerdings kämpfen die Banken von einer schwachen Position. Die Rückkehr von Milliardengewinnen und enormen Boniausschüttungen in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit und dem Wahlkampf für die Kongresswahlen im November machen die Institute äußerst angreifbar.

Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Hackerangriff: Google droht mit Rückzug aus China

News - 13.01.10 07:27

Hackerangriff: Google droht mit Rückzug aus China

Der Suchmaschinenkonzern hat trotz heftiger Kritik seine Treffer in China zensiert. Doch nach einem Hackerangriff schlagen die Kalifornier neue Töne an: Sie gehen auf Konfrontationskurs.


Nach einem Hacker-Angriff auf Menschenrechtler hat Google beschlossen, die Internet-Suche in China nicht länger zu zensieren. Das kalifornische Unternehmen teilte am Dienstag mit,
dies könne auch dazu führen, dass die chinesische Google-Website und die Büros in China geschlossen werden müssten.

Es habe einen gezielten Angriff auf die eigene Server-Infrastruktur gegeben, erklärte Google-Justitiar David Drummond im Firmenblog. Dieser habe sich gegen die Server von mindestens 20 Unternehmen gerichtet. Bei Google sei versucht worden, den E-Mail-Dienst Gmail zu knacken und an die E-Mail-Konten chinesischer Menschenrechtler zu gelangen. Ausgangspunkt der Attacke seien Computer in China gewesen.



"Wir sind uns bewusst, dass dies bedeuten kann, dass wir die Website Google.cn und möglicherweise auch unsere Büros in China schließen müssen", sagte Drummond Die Angriffe, die Überwachung und die Versuche im vergangenen Jahr, die freie Meinungsäußerung im Internet weiter zu begrenzen, veranlasse Google, sein China-Geschäft auf den Prüfstand zu stellen.


Bei chinesichen Hacker-Angriffen sind nach einem Bericht des "Wall Street Journals" wichtige Quellcodes gestohlen worden. Damit kann der Zugang zu anderen Daten gewonnen und Sicherheitsmängel identifiziert werden. Google sprach vom "Diebstahl geistigen Eigentums" und einem "hoch raffinierten und gezielten Angriff auf unsere Unternehmensstruktur, der aus China kam".

Es seien ähnliche Angriffe auf mindestens 20 weitere große Unternehmen in den Bereichen Internet, Finanzen, Technologie, Medien und Chemie entdeckt worden. US-Behörden hätten sich eingeschaltet.

Vorrangiges Ziel des Angriffs seien Email-Konten von chinesischen Menschenrechtsaktivisten gewesen. Doch sei das Ziel nach vorliegenden Erkenntnissen nicht erreicht worden. Die Angreifer hätten sich lediglich Zugang zu zwei E-Mail-Postfächern verschaffen und nur Kontoinformationen und Betreffzeilen der E-Mails einsehen können, nicht aber ihren Inhalt, berichtete Google.


Unabhängig davon sei entdeckt worden, dass Dutzende Nutzerkonten, die sich für eine Verbesserung der Menschenrechte in China einsetzen, von außen regelmäßig überwacht worden seien. Dafür seien höchstwahrscheinlich Passwörter ausgespäht oder bösartige Programme benutzt worden.


Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch begrüßte Goggles Vorgehen gegen die Zensur in China als "großen Schritt zum Schutz der Menschenrechte online". Die dortige Regierung setze "massive finanzielle und personelle Ressourcen ein, um das Internet zu zensieren und Internetnutzer zu jagen und zu bestrafen, die Ansichten vertreten, mit denen die Kommunistische Partei nicht einverstanden ist".

Das amerikanische Center für Democracy and Technology (CDT), das sich für Bürgerrechte einsetzt, meinte: "Google hat einen mutigen und schwierigen Schritt für die Internetfreiheit zur Unterstützung fundamentaler Menschenrechte getan."


Vor vier Jahren hatte Google beim Start in China massive Kritik einstecken müssen, weil es sich - wie andere Internet-Unternehmen - bereiterklärt hatte, seine Ergebnisse selbst zu filtern. Suchergebnisse zu politisch heiklen Themen wie die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens werden gesperrt. Das Land gilt mit rund 340 Millionen Nutzern und seiner rapide wachsenden Wirtschaft als wichtiger Zukunftsmarkt, auch im Kerngeschäft von Google, der Internet-Werbung.

Google betreibt die weltweit meistbenutzte Suchmaschine, konnte sich aber in China nicht gegen die länger etablierte chinesische Suchmaschine Baidu durchsetzen können, deren Marktanteil nach eigenen Angaben im dritten Quartal 2009 auf 77 Prozent gestiegen ist. Der Betrieb von Baidu war am Dienstag ebenfalls durch einen Hacker-Angriff beeinträchtigt worden.

Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Conergy und MEMC vor Einigung im Milliardenstreit

News - 08.01.10 15:08

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Solarkonzern Conergy steht einem Pressebericht zufolge im Streit um einen Milliardenvertrag mit seinem früheren Partner MEMC vor einer Einigung.
Die Verhandlungen mit der Gegenparteien liefen 'gut' und es werde sich 'sehr bald' zeigen, ob eine gütliche Einigung erzielt werden könne, zitiert das 'Handelsblatt' ein Schreiben der Conergy-Anwälte an ein US-Gericht.
Conergy und der amerikanische Waferproduzent MEMC hatten 2007 einen Vertrag über die Lieferung von Silizium im Wert von bis zu vier Milliarden Dollar geschlossen. Der Rohstoff sollte in der Fabrik in Frankfurt an der Oder zu Solarzellen verarbeitet werden, die dann in Module eingebaut werden. Da die vereinbarten Preise aus heutiger Sicht deutlich zu hoch sind, drohte aus dem Vertrag ein hohes wirtschaftliches Risiko. Da das Hamburger Unternehmen den Vertrag mit MEMC im Nachhinein wegen angeblich wettbewerbsbehindernder Vertragsklauseln als unwirksam betrachtet, hatte Conergy im Frühjahr 2009 Klage vor einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht. Die in dem Vertrag vereinbarten Zahlungen stellte der Konzern ein.
Seit vergangenem Herbst versuchen die beiden Unternehmen außergerichtlich eine Einigung zu erzielen. MEMC hat bereits eine Gegenklage gegen Conergy fallen gelassen. Die Vereinbarung mit MEMC gilt als Mühlstein um den Hals der Conergy AG. Sollte der Vertrag mit dem Silizium-Lieferanten nicht aufgelöst werden, dann würde sich die finanzielle Lage von Conergy nach eigenen Angaben verschärfen./fn

Quelle: dpa-AFX

Für die Solarbranche brechen trübe Zeiten an

News - 06.01.10 12:01

Für die sonst so vom Erfolg verwöhnte Solarbranche brechen trübe Zeiten an: Konkurrenten aus Fernost setzen die deutschen Hersteller stark unter Druck. Und die Politik will die Förderung zurückfahren.

BONN BERLIN. Verbraucherschützer fordern einen starken Einschnitt bei der Förderung von Solarstrom und sprechen sich dafür aus, die Vergütungssätze künftig rascher nach unten anzupassen. "Ein Einschnitt von 30 Prozent wäre gut", sagte Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. Außerdem müssten die Vergütungen jährlich nachjustiert werden können.

Die Verbraucherschützer sitzen mit am Tisch, wenn Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am kommenden Mittwoch mit der Solarbranche über Einschnitte verhandelt. Die Branche zeigt sich grundsätzlich offen für Kürzungen, will jedoch starke Einschnitte vermeiden.

Hintergrund ist der starke Preisverfall für Solarmodule, der dazu führt, dass sich Sonnenstrom immer kostengünstiger produzieren lässt. Die Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aber werden nur moderat nach unten angepasst. Das sorgt bei den Anlagenbetreibern für hohe Renditen. "Renditen von sechs oder sieben Prozent sind in Ordnung. Derzeit erreichen die Renditen aber den zweistelligen Bereich. Das ist nicht vertretbar", sagte Krawinkel.

Durch die anstehende Kürzung der Solarförderung wird sich aus Branchensicht der Ausleseprozess in dieser jungen Industrie beschleunigen. "Nur professionalisierte High-Tech-Unternehmen, die ihre Kosten im Griff haben, werden überleben", sagte Solarworld-Chef Frank Asbeck dem Handelsblatt. Vorbild für die künftige Aufstellung der Solarbranche sei die deutsche Fahrzeugindustrie mit ihrem hohen Automatisierungsgrad.

Ziel müsse es sein, den Anteil der Personalkosten an den Gesamtausgaben unter zehn Prozent zu drücken. "Neben uns gelingt dies nur sehr wenigen Unternehmen." Vor allem wegen der preisgünstigen Konkurrenz aus China bläst den deutschen Solarfirmen der Wind hart ins Gesicht. Nach Rekordzuwächsen in den vorherigen Jahren hat die erfolgverwöhnte Branche 2009 allenfalls ein kleines Wachstum geschafft. Die Experten von Sarasin sehen sogar nur ein "Nullwachstum".

Belastend wirkt sich neben dem Einbruch des spanischen Marktes der von der Finanzkrise verursachte Absatzeinbruch in der ersten Jahreshälfte aus, der den Preisverfall bei Solarmodulen beschleunigte. Die Preise schrumpften seit Herbst 2008 um bis zu 50 Prozent.

Preisdruck erzeugen vor allem chinesische Hersteller, die dank niedriger Lohnkosten ihre Module billiger anbieten können. Viele deutsche Spieler konnten den Verfall nicht ausgleichen und rutschten in die Verlustzone. Solarworld, mit einem Umsatz von über einer Mrd. Euro einer der Großen der Branche, gehört zu den wenigen Konzernen, die das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Gewinn abgeschlossen haben, wie Asbeck sagte.

Auf eine Entspannung im neuen Jahr können die Unternehmen nicht hoffen, weil die Bundesregierung die Förderung von Solaranlagen schneller senken will, als es derzeit noch im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben ist. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will kommenden Mittwoch mit Vertretern der Branche und Verbraucherschützern über zusätzliche Einschnitte zur Jahresmitte verhandeln.

Die Verbraucherschützer propagieren eine harte Linie: "Ein Einschnitt von 30 Prozent wäre gut", sagte Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, dem Handelsblatt. Er plädiert dafür, das Fördersystem grundsätzlich zu ändern. Die Vergütungen müssten jährlich nachjustiert werden können.

Hintergrund der Diskussion ist der starke Preisverfall für Solarmodule, der dazu führt, dass sich Sonnenstrom immer kostengünstiger produzieren lässt. Die Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aber werden nur moderat nach unten angepasst. Die Degression wird für vier Jahre im Voraus festgelegt. "Die Anpassung der Förderung muss wesentlich dynamischer werden", forderte Krawinkel. "Da ist die Politik in der Pflicht. Das Bundesumweltministerium muss ein wesentlich besseres Monitoring der Marktentwicklung aufbauen. Auf dieser Basis lässt sich die tatsächliche Kostenentwicklung vernünftig bewerten", sagte Krawinkel. Die Verbraucherschützer sehen hohe Einspeisevergütungen kritisch, weil sie von allen Stromkunden gemeinsam getragen werden. Sie belaufen sich mittlerweile jährlich auf Milliardenbeträge.

Aus Sicht von Asbeck wird der geplante Einschnitt bei den EEG-Vergütungen nicht ohne Folgen für die Solarbranche bleiben. Die Konsolidierung werde dadurch beschleunigt, sagte er. Absehbar sei auch, dass einige Firmen aufgeben oder fusionieren müssten. Übrig bleiben würden fünf bis sechs Unternehmen, zu denen Solarworld gehören werde. Die Neuordnung des jungen Industriezweiges ist bereits angelaufen. Bosch baute mit dem Erwerb von Ersol und Aleo Solar einen Geschäftsbereich für Sonnenenergie auf, Siemens übernahm die israelische Solel.

Analysten rechnen indes damit, dass weitere Firmen aus dem Solarsektor pleitegehen werden. 2009 hatte unter anderem City Solar Insolvenz beantragen müssen.

Um ihr Überleben zu sichern, müssen Solarfirmen aber nicht nur auf die Kosten schauen. Wichtig sei auch, in den technologischen Fortschritt zu investieren, sagte Asbeck. "Wir müssen die Wirkungsgrade unserer Solarzellen erhöhen." Mit diesem Qualitätsvorteil könnten sich die deutschen Spieler gegenüber der Konkurrenz aus Fernost besser positionieren.

Solarworld-Gründer bringt Anteile in Stiftung ein

Solarworld-Chef Frank Asbeck will den Solarkonzern langfristig unter Kontrolle seiner Familie halten. "Nach meinem hoffentlich noch weit in der Ferne liegenden Lebensende wird das Aktienpaket in eine Stiftung eingebracht", sagte der Firmengründer dem Handelsblatt. Diese sei Ende vergangenen Jahres gegründet worden, an der Spitze werde für einige Generationen ein Vertreter der Familie Asbeck stehen. Mit dem Erlös aus der Solarworld-Beteiligung soll die Stiftung die Erforschung neuer Techniken für die Solarenergie fördern. "Weitere Schwerpunkte sind Kultur und karitative Zwecke."

Asbeck hält ein Viertel der Solarworld-Aktien und hat stets beteuert, an der Sperrminorität festhalten zu wollen. Dennoch reißen Verkaufsspekulationen nicht ab, als möglicher Käufer wurde in der vergangenen Woche der japanische Sharp-Konzern genannt. Haltlos waren die Gerüchte nicht, hatte Asbeck doch vor einigen Jahren den Ausstieg aus dem Solarkonzern durchgespielt, sich dann aber dagegen entschieden.

Seine Hoffnungen ruhen darauf, dass Solarworld sich als führendes Unternehmen der Branche behaupten kann. Seit der Gründung im Jahr 1999 hat sich die Solarworld AG von einer Handelsfirma zu einem integrierten Konzern entwickelt, der die Wertschöpfungskette weitgehend abdeckt.

Mit dem Abflauen des Solarbooms im vergangenen Jahr musste sich Asbeck aber wie die Konkurrenz auf ein gedrosseltes Wachstum einstellen. Dennoch zeigte er sich mit dem Verlauf des abgeschlossenen Geschäftsjahres zufrieden. "Wir haben einen Umsatz von über einer Mrd. Euro erzielt und damit unsere Erwartung erfüllt", sagte der 50-Jährige. Zum Ergebnis machte er keine Angaben. Asbeck betonte jedoch, dass Solarworld im Gegensatz zu einigen Konkurrenten schwarze Zahlen geschrieben habe.

Im Jahr 2008 hatten die Bonner bei einem Umsatz von 900 Mio. Euro einen Überschuss von 149 Mio. Euro erzielt. Diese Rendite dürfte der Konzern 2009 nicht mehr erreichen, da der Verfall der Modulpreise sich in der Bilanz niederschlägt. In den ersten neun Monaten lag die Nettorendite bei elf Prozent und damit acht Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Ungeachtet der geplanten Kürzung der Solarförderung blickt der Konzerngründer mit Zuversicht auf das neue Geschäftsjahr. "Wir haben unsere Kosten im Griff und können die Absenkung der Fördersätze an unsere Kunden weitergeben", sagte er. Die Preise für Solarworld-Module sinken damit um neun Prozent.

Helfen soll auch eine bessere Nachfrage. Die Experten von Sarasin erwarten für dieses Jahr ein weltweites Wachstum von 46 Prozent, wobei vor allem China, Italien und die USA zulegen sollen. Auch 2011 und 2012 werde der Zuwachs in diesem Umfang liegen, heißt es in der Studie der Schweizer Bank.

Um seine Position zu halten, baut Solarworld seine Kapazitäten in Deutschland und den USA deutlich aus. Insgesamt investiert Asbeck eine Mrd. Euro in neue Fertigungslinien. Dadurch will Asbeck auch die Unabhängigkeit sichern. Denn mit dem Eintritt von Schwergewichten wie Bosch und Siemens sowie zunehmender Konkurrenz aus Fernost steigt der Wettbewerbsdruck.

Den Unternehmen kommt allerdings entgegen, dass die Rohstoffkosten fallen. Die Bezugsverträge werden derzeit nachverhandelt, die Vorlieferanten gewähren dabei erhebliche Preisnachlässe.

Marktentwicklung

Feste Verträge: Viele Solarfirmen können den Verfall der Zell- und Modulpreise nicht an ihre Lieferanten weitergeben, da die Siliziumhersteller langfristige Verträge mit hohen Preisen haben. Operativ schrieb daher auch Schwergewicht Q-Cells Verluste.

Rabatte: Um das Überleben ihrer Kunden zu sichern, gewähren die Lieferanten nun Preisnachlässe. Deren Wirkung sollte sich 2010 entfalten.

Martin Murphy und Klaus Stratmann

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Quelle: HANDELSBLATT

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