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Mi, 22.12.10 09:02

Intercell startet klinische Phase I-Studie für neuen Impfstoff zur Vorbeugung von Infektionen durch C. difficile

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Intercell AG (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) hat am Mittwoch den Start einer klinischen Phase I-Studie mit dem Impfstoffkandidaten IC84 zur Vorbeugung von Krankheiten, die durch das Bakterium Clostridium difficile (C. difficile) verursacht werden, bekannt gegeben. Der Erreger sei wesentlich für den Ausbruch von hospitalen Durchfallerkrankungen verantwortlich.

Wie der österreichische Impfstoffspezialist erklärte, ist der Impfstoffkandidat von Intercell ein auf rekombinanten Proteinen basierter Impfstoff, der aus zwei gekürzten Toxinen A und B von C. difficile besteht. Diese Toxine seien bekannterweise krankheitsverursachend; eine Antitoxin-Immunität könne schützend sein. Der Impfstoffkandidat werde sowohl mit als auch ohne das Adjuvans Aluminiumhydroxid getestet.

Den weiteren Angaben zufolge ist diese Phase I-Studie eine erste Studie am Menschen, um Daten zu Sicherheit und Immunogenität zu sammeln: Durchgeführt werde sie im ersten Teil an einer Gruppe von gesunden Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren, im zweiten Teil an gesunden älteren Probanden im Alter von über 65 Jahren. Die zweite Altersgruppe stelle die Hauptzielgruppe für den Impfstoff gegen C. difficile dar. 60 gesunde Erwachsene und bis zu 100 ältere Probanden würden an dieser Open-Label-Studie teilnehmen. Es werden dabei drei verschiedene Impfstoff-Konzentrationen, die mit Alum adjuvantiert sind, getestet; zwei der drei Impfstoff-Konzentrationen werden auch ohne Adjuvans geprüft, hieß es.

Die Aktie von Intercell notierte gestern in Wien zuletzt mit einem Plus von 8,42 Prozent bei 11,98 Euro. (22.12.2010/ac/n/a)

Quelle: AKTIENCHECK.DE

Siemens Bank peilt Geschäftsvolumen von bis zu zwei Mrd Euro an

Di, 07.12.1008:44

Siemens Bank peilt Geschäftsvolumen von bis zu zwei Mrd Euro an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Siemens peilt mit der neu gegründeten Bank ein Geschäftsvolumen von bis zu zwei Milliarden Euro an. Das Institut werde mit einem Eigenkapital von 250 Millionen Euro ausgestattet, sagte Bank-Geschäftsführer Roland Chalons-Browne der 'Börsen-Zeitung' (Dienstagausgabe). 'Das Eigenkapital ermöglicht in der ersten Phase Großkredite von maximal rund 60 Millionen Euro. Insgesamt können wir damit ein Volumen von 1,5 bis 2 Milliarden Euro stemmen.'

'Die Finanzkrise hat gezeigt, dass ein eigenes Finanzierungsangebot sinnvoll ist, um unseren Vertrieb zu unterstützen. Denn ein Teil der Kunden benötigt zusätzliche Liquiditätsquellen, um überhaupt den Auftrag vergeben zu können', sagte Roland Chalons-Browne. Die Gefahr hoher Verluste, wie der Konkurrent General Electric sie mit seiner Bank erlitten hatte, sieht er nicht. 'Die Parallele führt in die Irre. Denn erstens sind wir wesentlich kleiner. Zweitens konzentrieren wir uns auf die Bereiche, in denen Siemens aktiv ist. Dort können wir die Erfahrungen der Sektoren in unsere Risikoeinschätzung integrieren. Drittens machen wir kein Konsumenten- und Hypothekengeschäft.'/fn/tw

Quelle: dpa-AFX

Staat zieht sich bei der Citigroup heraus

Mo, 06.12.10 23:39

Staat zieht sich bei der Citigroup heraus

WASHINGTON/NEW YORK (dpa-AFX) - Die von der Finanzkrise schwer getroffene US-Großbank Citigroup muss künftig wieder auf eigenen Beinen stehen. Die US-Regierung, die das Institut vor dem Zusammenbruch gerettet hatte, will ihre verbliebenen rund 2,4 Milliarden Stammaktien verkaufen. Nach dem Schlusskurs vom Montag an der New Yorker Börse würde das rund 12 Milliarden Dollar (9 Mrd Euro) in die Staatskasse spülen.

Ob das Geschäft zustande komme, hänge aber vom erzielbaren Preis ab, teilte das Finanzministerium mit. Nachbörslich fiel der Kurs leicht. Noch hält der Staat rund 7 Prozent an der Großbank; in der Spitze hatten die USA 27 Prozent in ihrem Besitz. Auch nach dem Aktienverkauf wird die Regierung noch im kleineren Umfang finanziell engagiert sein, jedoch keine Anteile mehr halten.

Die Citigroup war einst der Stolz der New Yorker Finanzwelt. In der Finanzkrise wäre das Institut aber ohne die Hilfen der Regierung pleitegegangen. Der US-Steuerzahler schoss 45 Milliarden Dollar zu und wurde im Gegenzug größter Anteilseigner. Auch andere Banken, Versicherungen und die Autobauer General Motors und Chrysler wurden vom Staat aufgefangen.

Weil sich die Citigroup inzwischen berappelt hat und damit auch der Aktienkurs gestiegen ist, stellt sich die Hilfe im Nachhinein als gutes Geschäft heraus. Dividenden auf Vorzugsaktien sowie Gebühren für Garantien brachten weiteres Geld ein. Am Ende dürfte der Steuerzahler mit einem Plus aus der Rettung herausgehen./das/DP/stk

Quelle: dpa-AFX

Citigroup streckt Fühler wieder nach Europa aus

Fr, 26.11.10 09:11

'FT': Citigroup streckt Fühler wieder nach Europa aus

LONDON (dpa-AFX) - Die US-Großbank Citigroup streckt nach ihrer Rettung in der Finanzkrise laut einem Pressebericht wieder die Fühler nach Europa aus. Das Institut wolle auf dem Alten Kontinent wieder ein schlankes Geschäftsstellennetz für das Privatkundengeschäft etablieren, berichtet die 'Financial Times' (FT/Freitag) unter Berufung auf Personen aus dem Umfeld der Bank. Die US-Regierung hatte die Citigroup in der Krise mit kräftigen Finanzspritzen vor dem Untergang gerettet. Im Gegenzug musste das Unternehmen sein Engagement im Ausland zusammenstreichen.

'In Zukunft werden wir wichtige Städte in Westeuropa erschließen', zitiert die Zeitung eine mit dem Plan vertraute Person. '2011 ist ein möglicher Zeitpunkt dafür.' Analysten zufolge dürfte die Citigroup für ihren erneuten Anlauf in Europa sowohl Großbritannien und Frankreich als auch Deutschland auf dem Zettel haben.

Erst im Sommer hatte Citigroup-Chef Vikram Pandit die neue Strategie des Konzerns für das Privatkundengeschäft vorgestellt. Demzufolge will die Bank ihr Filialnetz künftig auf etwa 100 Städte in der ganzen Welt konzentrieren. Damit richtet sie sich an Kunden, die ständig auf Reisen sind und weltweit den Service ihrer Bank in Anspruch nehmen wollen. Die 'FT' zitiert Banker mit der Aussage, dass 10 bis 15 dieser 100 Städte in Westeuropa liegen dürften.

Auch in Osteuropa solle die neue Strategie dem Bericht zufolge greifen. In Polen, wo die Citigroup derzeit 200 Filialen betreibt, solle das Geschäft künftig auf die Hauptstadt Warschau und möglicherweise eine oder zwei andere Städte konzentriert werden.

Bankchef Pandit hat die Citigroup nach dem Beinahekollaps während der Finanzkrise komplett neu sortiert und im Wesentlichen auf das klassische Bankgeschäft zurechtgestutzt. Allzu risikoreiche Geschäftszweige verkaufte er oder stampfte sie gleich ganz ein.

Die Citigroup galt einst der Stolz der New Yorker Finanzwelt und war eines der größten Geldhäuser der Welt. In der Krise hatte sie sich jedoch wie viele Konkurrenten am US-Hypothekenmarkt verhoben. Der Steuerzahler musste die Wall-Street-Größe mit insgesamt 45 Milliarden US-Dollar stützen und erhielt dadurch zeitweise die Kontrolle über das Haus./stw/fn/tw

Quelle: dpa-AFX

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