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Infineon schwach nach Verkauf der Handychip-Sparte

Mo, 30.08.1009:32

AKTIE IM FOKUS: Infineon schwach nach Verkauf der Handychip-Sparte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Infineon haben am Montag nach der Bekanntgabe des Verkaufs der Handychip-Sparte an Intel gegen den Trend am Markt nachgegeben. Der Halbleiterkonzern gibt sein Wireless-Geschäft wie erwartet an den US-Chipriesen ab und erhält rund 1,4 Milliarden US-Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro). Die Infineon-Aktien büßten bis 9.25 Uhr als schwächster Wert im Dax 1,19 Prozent auf 4,558 Euro ein. Der deutsche Leitindex stieg zugleich um 0,19 Prozent auf 5.962,67 Punkte.

Händler hatten bereits zum Ende der Vorwoche auf die Meldung gewartet, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Verhandlungskreise über einen unmittelbar bevorstehenden Verkauf berichtet hatte. Demnach habe der deutsche Chiphersteller allerdings 1,5 Milliarden Euro für seine Sparte Wireless Solutions verlangt. Ein Börsianer sagte: 'Somit ist der Preis enttäuschend und einige Anleger dürften Gewinne mitnehmen. Andererseits fließt dem Konzern Geld zu und vermutlich wird hiervon auch ein Teil ausgeschüttet, was das Risiko wieder begrenzt.' Am Freitag waren Infineon-Aktien nicht nur von dieser Erwartung stark bewegt worden, sondern auch von einer Umsatzwarnung von Intel. Da die Intel-Aktie aber bis zum Handelsschluss trotz der Prognosesenkung 1,05 Prozent zugelegt hatte, habe Infineon noch etwas Nachholpotenzial.

Der Verkaufspreis liege im Rahmen seiner Erwartungen, schrieb Analyst Thomas Becker von der Commerzbank. Allerdings komme dieser an die zum Teil sehr ehrgeizigen Markterwartungen nicht heran. Das könne für eine gewisse Enttäuschung sorgen. Ende 2011 sollte Infineon dann über einen Barmittelbestand von 2,50 Euro je Aktie verfügen. Er erwarte, dass der Halbleiterhersteller beginnen dürfte, für 2010 eine Dividende zu zahlen. Die Commerzbank ließ ihre Einstufung der Infineon-Aktie nach dem Verkauf auf 'Buy' mit einem Kursziel von 6,60 Euro.

Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank hatte den Wert der Sparte bereits in einem Kommentar am Freitag auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro taxiert und seine positive Haltung bezüglich der Aktie und der Industrie bekräftigt. Er hatte angesichts der jüngsten Erholung der Sparte von einem perfekten Verkaufszeitpunkt gesprochen, sagte aber bereits, dass der angestrebte Preis von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro möglicherweise nicht erzielt werden könne. Ein Verkauf ebnet laut Schnitzer den Weg für eine substanzielle Ausschüttung an die Aktionäre oder für eine Stärkung des Kerngeschäfts durch Zukäufe./fat/ck

Quelle: dpa-AFX

Boom für Windkraft und Sonnenenergie

Mi, 18.08.1006:39

Boom für Windkraft und Sonnenenergie

Indien wird sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Markt für erneuerbare Energien entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt die Nachhaltigkeits-Reserach der Bank Sarasin. Vor allem bei Solaranlagen werden in den kommenden drei Jahren, ausgehend allerdings von einem niedrigen Niveau, jährliche Zuwachsraten von 100 Prozent erreicht, so das Schweizer Bankhaus.



Schon heute bestehe zu Spitzenzeiten ein Stromdefizit von 12 Prozent, über 300 Millionen Menschen besitzen in Indien keinen Zugang zu Elektrizität. Die indische Regierung habe sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 rund 20 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Im Budget 2010/11 seien deshalb Fördermaßnahmen für saubere Technologien in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar vorgesehen, so die Studie. 2009 wurden in Indien 2,33 GW an erneuerbaren Energiekapazitäten angeschlossen. Dadurch stiegen die Gesamtkapazitäten an grüner Energie auf 16,8 GW. Indien setzt dabei vor allem auf die Solar- und Windenergie.



»Dank der idealen Sonneneinstrahlung und stattlichen Förderungsmassnahmen hat die Solarenergie in Indien eine grosse Zukunft. Gemäss den Prognosen der Bank Sarasin wird die Installation von Solarmodulen in Indien – ausgehend von einem vergleichsweise tiefen Niveau – von 2010 bis 2012 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 100% zunehmen. Relevant sind dabei kleine netzunabhängige Photovoltaik-Anlagen («Solar Home Systems»). Bei sinkenden Preisen werden diese für die breite ländliche Bevölkerung, die oftmals noch über keinen Anschluss ans Elektrizitätsnetz verfügen, erschwinglich.

Am Erfolg der Solarenergie partizipieren werdenbeispielsweise Moser Baer, ein führendes indisches Technologieunternehmen, das auch Solarzellen produziert, sowie Tata BP Solar, ein Joint Venture zwischen Tata Power Company und BP Solar.

Bei der Windenergie wird in Indien erst ein Viertel des Potenzials genutzt. Das Land besitzt gesamthaft Windenergiekapazitäten von 11 GW. Damit ist Indien weltweit der fünftgrösste Windstromerzeuger. Es wird davon ausgegangen, dass bis 2030 15% des indischen Energiebedarfs durch Windenergie gedeckt sein werden. Davon wird der indische Windturbinenhersteller Suzlon profitieren, der einen Anteil von 12% am Weltmarkt und 50% am indischen Markt hat.«



Wie das Bankhaus weiter mitteilt, setzt auch China zunehmend auf erneuerbare Energien. Hier profitierten diese insbesondere von den «grünen Stimuluspaketen», mit denen auch andere Regierungen die Entwicklung forcieren wollen. Das weltweite Investitionsvolumen dieser Pakete stieg seit der letzten Nachhaltigkeitsstudie der Bank Sarasin auf insgesamt 521 Milliarden US-Dollar. Die Bank Sarasin schätzt, dass im Jahr 2009 rund USD 82 Milliarden, also erst 16 Prozent des Gesamtbetrages, ausgegeben worden sind. Auf China entfällt mit 39 Prozent die größte Summe, gefolgt von der EU mit 19 und den USA mit 18 Prozent.


(kju)

Quelle: FUNDRESEARCH

General Motors ruft über 243.000 Fahrzeuge zurück

Di, 17.08.10 15:50

General Motors ruft über 243.000 Fahrzeuge zurück

Detroit (aktiencheck.de AG) - Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) - Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051/ WKN A0X900) gab am Dienstag bekannt, dass er 243.403 Fahrzeuge wegen eines möglichen Problems mit den Sicherheitsgurten im Fonds zurückrufen wird.

Den Angaben zufolge handelt es sich bei den betroffenen Fahrzeugen um die 2009-2010 Modelle des Chevrolet Traverse, Buick Enclave, GMC Acadia und des Saturn Outlook. Die meisten Fahrzeuge befinden sich dabei in den USA, wobei mehrere tausende auch nach Kanada, Mexiko, China, Saudi-Arabien und andere Länder exportiert wurden.

Laut GM könnten die Sicherheitsgurte in der zweiten Sitzreihe unter Umständen nicht mehr richtig einrasten - ohne dass die Insassen dies bemerken.

Die Aktie der Motors Liquidation Co. schloss gestern bei 0,52 Dollar. (17.08.2010/ac/n/a)

Quelle: AKTIENCHECK.DE

Ratiopharm-Verkauf deutlich früher abgeschlossen Bild

Di, 10.08.1018:18

Ratiopharm-Verkauf deutlich früher abgeschlossen

Bild

Ulm/Jerusalem (dpa) - Deutlich früher als ursprünglich geplant hat die Vermögensverwaltung der Merckle-Gruppe den Verkauf des Generika-Herstellers Ratiopharm abgeschlossen.

Damit wurden fast alle Schulden getilgt und eine «kerngesunde Holdinggesellschaft» in Familienhand geschaffen, wie die VEM Vermögensverwaltung am Dienstag zum Abschluss des Verkaufs an den israelischen Teva-Konzern mitteilte. Der Verkaufserlös sei mit mehr als 3,6 Milliarden Euro «bemerkenswert». Durch den Zusammenschluss entsteht ein Unternehmen mit mehr als 3500 Mitarbeitern in Deutschland.

VEM ist die Dachgesellschaft des Merckle-Imperiums und hatte für die Entschuldung unter anderem Ratiopharm verkaufen müssen. Bisher war geplant gewesen, den Ratiopharm-Verkauf bis zum Jahresende abzuwickeln.

Dass der Verkauf so positiv verlaufen würde, sei zu Beginn der Restrukturierungen und Verkäufe Anfang 2009 noch nicht absehbar gewesen. «Dass wir heute mit Teva einen soliden Käufer haben, der Ratiopharm als Ganzes übernimmt und einen angemessenen Kaufpreis entrichtet, haben viele nicht für möglich gehalten», sagte Elmar Geissinger, Verantwortlicher für die Finanzen der Merckle/Ratiopharm-Gruppe, laut Mitteilung.

Mit der Übernahme soll Ulm Deutschlandzentrale der Teva Europe und auch Standort für weitere «zentrale Funktionen» werden, wie Ratiopharm mitteilte. Neuer Chef des Unternehmens wird Sven Dethlefs. Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung, Oliver Windholz, soll die Integration begleiten und das Unternehmen zum Jahresende verlassen. In den Bereichen Produktion und Forschung/Entwicklung soll es keine Änderungen geben.

Teva hatte nach einem monatelangen Bieterrennen Mitte März den Zuschlag für Ratiopharm erhalten. Der Ulmer Hersteller von Nachahmer-Medikamenten gehörte zum Imperium des Firmenpatriarchen Adolf Merckle, der sich im Januar 2009 das Leben nahm. Im Zuge der Finanzkrise hatte der Zusammenbruch seines Firmengeflechts gedroht.

Mit dem Verkaufserlös für Ratiopharm waren auch die Schulden der VEM beim zur Gruppe gehörenden Pharmagroßhändler Phoenix vom Tisch, hatte Ziems im März erklärt. Finanziellen Spielraum hatte sich der neue Merckle-Chef Ludwig Merckle auch durch den Verkauf von Anteilen an HeidelbergCement verschafft. Auf dem Höhepunkt der Finanzschwierigkeiten der Dachgesellschaften VEM und Spohn Cement hatten sich Schulden von rund fünf Milliarden Euro angesammelt. Die Merckle-Gruppe beschäftigt heute direkt und über VEM-Beteiligungen rund 100 000 Mitarbeiter.

Teva wird mit dem Kauf von Ratiopharm die Nummer eins auf dem europäischen Generika-Markt und - nach der zu Novartis gehörenden Sandoz - die Nummer zwei in Deutschland. Teva muss allerdings die Geschäfte mit 15 Medikamenten in den Niederlanden und einem Arzneimittel in Ungarn verkaufen. Nur unter diesen Auflagen hatte die EU-Kommission der Übernahme in der vergangenen Woche zugestimmt.

Quelle: dpa-AFX

US-Großhandelslagerbestände steigen an

Di, 10.08.1016:02

US-Großhandelslagerbestände steigen an

Washington (aktiencheck.de AG) - Die Lagerbestände im Großhandel sind im Juni 2010 angestiegen. Das gab das Commerce Department am Dienstag in Washington bekannt.

Demnach wurde für den Berichtsmonat ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen. Marktbeobachter hatten zuvor mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Großhandels-Lagerbestände um revidiert 0,5 Prozent angewachsen.

Die Umsatzerlöse des US-Großhandels sanken gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent, nachdem für den Vormonat revidiert ein Minus von revidiert 0,5 Prozent (vorläufig: -0,3 Prozent) ausgewiesen worden war.

Die Daten der Lagerbestände gelten als wichtiges Indiz für die Entwicklung der US-Konjunktur. Ein Lageraufbau signalisiert einen Produktionsrückgang und damit eine gedämpfte Wirtschaftsentwicklung in den USA. (10.08.2010/ac/n/m)



Quelle: AKTIENCHECK.DE

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