Großraum-Airbus: Emirates plant weitere A380-Käufe
Die arabische Fluggesellschaft will ihre A380-Flotte weiter ausbauen. Die Bestellungen könnten auf der Luftfahrtausstellung in Berlin unterschrieben werden.
Die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate wird nach FTD-Informationen aus Branchenkreisen die Luftfahrtausstellung möglicherweise dazu nutzen, weitere A380 zu bestellen. Emirates ist mit 58 Festaufträgen bereits jetzt mit Abstand größter Kunde für das Großraummodell. Insgesamt liegen Airbus bisher Aufträge für 202 Maschinen dieses Typs vor.
Wie ein Airbus-Sprecher am Freitag auf Anfrage sagte, "gibt es keinen Deal, der angekündigt werden könnte". Darüber hinaus würden Spekulationen nicht kommentiert. Branchenkenner vermuten, dass die Verhandlungen auch noch kippen könnten.
Die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" berichtete am Freitag, dass Emirates auf der ILA weiteren zwölf Festbestellungen sowie 18 Optionen für die A380 mit einem Listenpreis von 10 Mrd. $ veröffentlichen werde. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, eine ungenannte Quelle habe die Meldung zurückgewiesen. Von Emirates war kurzfristig keine Stellungnahme zu erhalten.
Dass die EADS-Tochter in diesem Jahr vor einem Neuauftragsschub für das Riesenflugzeug steht, hatte Verkaufsvorstand John Leahy selbst vor wenigen Wochen angekündigt. Er sagte, er rechne in diesem Jahr mit mindestens 20 Neubestellungen. Leahy wollte aber keine Angaben machen, wer die Kunden sein könnten.
Auffällig ist, dass bereits sieben der insgesamt 17 Kunden das Großraummodell nachbestellt haben. Emirates hatte 2001 zunächst 20 Maschinen bestellt und orderte in den Jahren 2003, 2006 sowie nochmals 2007 nach.
Emirates übernahm an diesem Freitag in Hamburg formal sein zehntes A380-Modell. Für Airbus selbst war es die 30. Auslieferung des weltgrößten Passagierflugzeugs. Am Montag soll das nagelneue Emirates-Modell von Hamburg nach Berlin auf die Luftfahrtmesse fliegen.
Die ILA wird am Dienstag offiziell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet. Dort trifft der Emirates-A380 direkt auf den ersten A380 des Konkurrenten Lufthansa. Die deutsche Fluggesellschaft hat insgesamt 15 Riesenairbus bestellt.
Emirates bislang keine Landerechte für Berlin vom Bundesverkehrsministerium erhalten. Emirates möchte aber die Bundeshauptstadt ins Streckennetz aufnehmen.
Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
