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Tauwetter mit Peking: USA verschieben Währungsreport

News - 04.04.10 15:31

Tauwetter mit Peking: USA verschieben Währungsreport

WASHINGTON (dpa-AFX) - Angesichts des jüngsten Tauwetters mit China verschieben
die USA die Veröffentlichung eines Regierungsberichts über Chinas
Währungspolitik. In den nächsten Monate gebe es stattdessen eine Reihe von
internationalen Spitzentreffen, 'die zur jetzigen Zeit den besten Weg
darstellen, die US-Interessen voranzutreiben', teilte US-Finanzminister Timothy
Geithner am Samstag als Begründung mit. Der US-Kongress hatte zuletzt den Druck
auf Geithner verstärkt, China in dem ursprünglich am 15. April fälligen Report
offiziell vorzuwerfen, die Landeswährung Yuan zu manipulieren, um seine Exporte
auf diese Weise künstlich zu verbilligen.

Der US-Finanzminister forderte dennoch von Peking mehr Flexibilität seiner
derzeit an den Dollar gekoppelten Währung. 'Eine Bewegung Chinas hin zu einem
stärker marktorientierten Wechselkurs wäre ein entscheidender Beitrag für eine
Wiederherstellung der globalen Wirtschaftsbalance', so Geithner. Die USA
planten, während der anstehenden Treffen der 20 größten Wirtschaftsmächte (G-20)
sowie innerhalb des Strategie- und Wirtschaftsdialogs mit China in den kommenden
Monaten 'wesentliche Fortschritte' zu erzielen.

ZUVOR WOCHENLANGE SPANNUNGEN

Nach wochenlangen Spannungen hatte sich das Verhältnis zwischen Washington und
Peking zuletzt wieder verbessert. So sagte China zu, sich an Verhandlungen über
den Text einer verschärften UN-Resolution gegen den Iran beteiligen zu wollen.
Überdies kündigte Staats- und Parteichef Hu Jintao seine Teilnahme am Gipfel zur
Atomsicherheit am 12. und 13. April in Washington an. Präsident Barack Obama und
Hu hatten am Donnerstag eine Stunde lang miteinander telefoniert.

Neben dem Währungsstreit war es zuvor zwischen den USA und China wegen
Waffenlieferungen an das von Peking als abtrünnige Provinz betrachtete Taiwan zu
schweren Verstimmungen gekommen. Zudem hatte Obama den Dalai Lama empfangen.
China betrachtet das spirituelle Oberhaupt der Tibeter als
Separatisten./fb/DP/he

Quelle: dpa-AFX

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