DGAP-Adhoc: Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG (deutsch)
Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG: Q1/2010 Rückläufiges Ergebnis in
einem schwierigen Marktumfeld
Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG / Zwischenbericht/Zwischenbericht
27.04.2010 07:59
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
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Der Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, präsentiert
für das Quartal 1/2010 ein rückläufiges Ergebnis.
Im Vergleich zum Q1/2009 fielen die Umsatzerlöse um 8,5 % auf 806,4 Mio.
EUR, das Operative Ergebnis sank um 24,1 % auf 194,3 Mio. EUR und das
Konzernergebnis reduzierte sich um 39,4 % auf 119,8 Mio. EUR. Die
steuerungsrelevanten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen entwickelten sich
wie folgt: Die EBIT-Marge sank von 29,0 % auf 24,1 %, das Gearing erhöhte
sich von 91,3 % auf 131,9 % und der operative Cashflow stieg von 207,8 Mio.
EUR auf 225,1 Mio. EUR. Der Economic Value Added, die für den
Verbund-Konzern steuerungsrelevante Kennzahl für die Wertschaffung, sank um
106,0 Mio. EUR auf 24,9 Mio. EUR.
Kennzahlen Einheit Q1/2009 Q1/2010 Veränderung
Umsatzerlöse Mio. EUR 881,6 806,4 -8,5 %
Operatives Ergebnis Mio. EUR 256,0 194,3 -24,1 %
Konzernergebnis Mio. EUR 197,8 119,8 -39,4 %
Economic Value Added Mio. EUR 130,9 24,9 -81,0 %
Gearing % 91,3 131,9 44,5 %
Operativer Cashflow Mio. EUR 207,8 225,1 8,3 %
Schwache Großhandelspreise und geringe Wasserführung belasten Ergebnis
Die europäischen Großhandelspreise für Strom notieren unverändert auf
relativ niedrigem Niveau. Ursachen dafür sind die niedrigen Preise für
Primärenergieträger, die geringe Nachfrage nach Strom und das tiefe Niveau
der CO2-Spotmarktpreise. Im Rahmen seiner Hedging-Strategie verkauft der
Verbund rund 60 % seiner jährlichen Eigenerzeugung jeweils ein Jahr im
voraus, die restlichen 40 % werden auf Basis von Spotmarktpreisen sowie
Quartals- und Monatsforwards vermarktet. Die Preise für im Jahr 2009
gehandelte Strom-Forwardkontrakte Year Base 2010 lagen im Durchschnitt mit
49,2 EUR/MWh um 30,0 % unter dem Vorjahresniveau. Das
Strom-Spotmarktpreisniveau ging im Quartal 1/2010 ebenfalls zurück, und
zwar auf 41,0 EUR/MWh, das bedeutet gegenüber dem Quartal 1/2009 eine
Reduktion um 13,5 %. Auch die für das nunmehrige Zwischenergebnis
relevanten Quartals- und Monatsforwards notierten deutlich unter
Vorjahresniveau.
Neben den schwachen Großhandelspreisen für Strom wirkte sich vor allem die
unterdurchschnittliche Wasserführung der Flüsse negativ auf das
Quartalsergebnis aus. Der Erzeugungskoeffizient lag im Quartal 1/2010 mit
0,92 um 8 % unter dem vieljährigen Durchschnitt und um 5 % unter dem
Vorjahreswert. Die Wasserkrafterzeugung des Verbund stieg jedoch trotz der
geringeren Wasserführung um 4,5 % auf 5.257 GWh an. Dies ist auf den im
August des Vorjahres getätigten Erwerb bayerischer Innkraftwerke sowie auf
eine höhere Erzeugung der Jahresspeicher zurückzuführen. Die thermische
Erzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30,1 % auf 1.317 GWh. Dieser
Anstieg ist zur Gänze mit den Verbund-Mengen des POWEO-Kraftwerks
Pont-sur-Sambre begründet, welches Ende September 2009 in Betrieb ging.
Konzentration, Sparsamkeit und Effizienzsteigerung
Da vorerst keine nachhaltige Erholung der Wirtschaft in Europa zu erkennen
ist, stehen beim Verbund heuer Konzentration, Sparsamkeit und
Effizienzsteigerung ganz oben auf der Tagesordnung. Das laufende Jahr 2010
steht für uns ganz im Zeichen von Fokussierung und Konsolidierung. Absolute
Priorität genießen die plangemäß in Bau befindlichen Kraftwerke Limberg II
und Mellach sowie die Vollendung des 380-kV-Österreich-Rings.
Weiters werden Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur sowie zur
Ergebnisverbesserung angedacht. Erste Ergebnisse sind die Unterzeichnung
des Syndikatsvertrags zwischen EVN und Verbund für das albanische
Wasserkraftwerk Ashta. Der Verbund und EVN sind somit zu jeweils 50 % am
Kraftwerk am Fluss Drin beteiligt. Darüber hinaus wird weiterhin intensiv
über eine Beteiligung bayerischer Landkreise, Kommunen und Stadtwerke an
den im August des Vorjahres erworbenen Innkraftwerken verhandelt. Die
Abgabe einer ersten Beteiligungstranche steht kurz vor dem Abschluss.
Ausblick
Aufgrund weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und
unverändert schwacher Großhandelspreise für Strom erwarten wir für das
Gesamtjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang im Operativen
Ergebnis und im Konzernergebnis von etwa 25 %. Die Dividende wird sich an
einer Ausschüttungsquote von 45 bis 50 % orientieren.
Weitere Informationen sowie den Zwischenbericht 1/2010 finden Sie auf
www.verbund.at
Kontakt:
Mag. Andreas Wollein
Leiter Finanzmanagement und Investor Relations
T.: +43 (0)5 03 13 - 52604
F.: +43 (0)5 03 13 - 52694
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27.04.2010 07:59 Ad-hoc-Meldungen, Finanznachrichten und Pressemitteilungen
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Quelle: dpa-AFX
