Primerica-IPO: Citi-Lebensversicherung beim Börsengang gefragt
Die Citigroup versucht, die mit den Staatshilfen verbundenen Fesseln abzuschütteln - und bringt dazu auch Tochtergesellschaften an die Börse.
Nach ersten Versuchen im vergangenen Jahr klappte es diesmal sehr gut bei Primerica.
Die Lebensversicherungssparte Primerica der US-Bank Citigroup hat am Donnerstag am New Yorker Aktienmarkt ein fulminantes Börsendebüt hingelegt: Die Dividendenpapiere stiegen um mehr als 30 Prozent über ihren Ausgabepreis. Primerica hatte rund 21 Millionen Wertpapiere zu einem Preis von je 15 $ ausgegeben. Die Erlöse aus dem Initial Public Offering (IPO) von rund 320 Mio. $ fließen der Citigroup zu. Nach dem Börsengang, der Ausübung der Mehrzuteilungsoption und dem Verkauf eines großen Anteils an den Finanzinvestor Warburg Pincus ist die drittgrößte Bank der USA nur noch mit 39 Prozent an der bisherigen Tochtergesellschaft beteiligt.
Auch die Citigroup-Aktien profitierten von dem IPO und gewannen 2,5 Prozent zu. Die relativ niedrige Bewertung der Primerica-Aktie und Hoffnungen auf eine allmähliche Konjunkturerholung hätten die Stimmung für den Börsengang aufgehellt, sagten Analysten.
Citigroup hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Primerica zu veräußern. Das Vorhaben scheiterte jedoch an den unterschiedlichen Preisvorstellungen der Interessenten. Das Unternehmen verkauft Lebensversicherungspolicen an Familien aus der Mittelschicht. Die schwer angeschlagene Citigroup hatte während der Finanzkrise Staatshilfen von 45 Mrd. $ aus Washington erhalten. Derzeit trennt sich das Institut von Tochtergesellschaften, die nicht zum Kerngeschäft gehören.
Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
