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Apples Kampf gegen Note- und Netbooks

News - 02.04.10 10:00

iPad: Apples Kampf gegen Note- und Netbooks

Das iPad sorgt für viele Schlagzeilen und am Samstag - dem ersten US-Verkaufstag - voraussichtlich für volle Apple-Läden. In den Computerverkaufscharts werden aber weiterhin Notebooks und die kleineren, billigeren Versionen, die sogenannten Netbooks, ganz klar dominieren.


Dieses Jahr sollen 205 Millionen Notebooks und 40 Millionen Netbooks verkauft werden, schätzt der US-Marktforscher IDC. Apple dürfte laut IDC von seinem iPad vier Millionen Stück ausliefern.



Selbst im kommenden Jahr, wenn sich das neue Gerät des kalifornischen Technologiekonzerns im Markt hat etablieren können, werden die Verkäufe weit hinter denen der Geräte zurückliegen, die ähnlich wie traditionelle PC eingesetzt werden. Für das Jahr 2011 geht IDC von 245 Millionen verkauften Notebooks und knapp 46 Millionen Netbooks aus - und zehn Millionen iPads. "Das iPad wird den Netbooks sicher ein paar Käufer abluchsen, aber die Auswirkungen auf die Netbookverkäufe werden gering sein", sagte IDC-Analyst Bob O'Donnell.



Apple-Chef Steve Jobs hat mit dem iPad aber genau die Netbooks im Visier. Jobs will mit seiner jüngsten Kreation eine neue Gerätekategorie im Markt etablieren, die wie Netbooks irgendwo zwischen Smartphones und Laptops angesiedelt ist. "Viele Leute glaubten, dass die Netbooks diese Nische füllen. Das Problem ist, dass die Geräte überhaupt nichts besser können als Smartphones oder Laptops", sagte Jobs Ende Januar auf einer Pressekonferenz in San Francisco, als er das iPad enthüllte.


Wer die Nutzer der iPads sein werden und wie sie die Geräte einsetzen, ist noch unklar, da es diese Art von Computer noch nicht gibt. "Die Leute werden das iPad anders nutzen als ein Netbook oder Notebook", sagt IDC-Analyst O'Donnell. Es gehe primär nicht um netbooktypische Anwendungen wie das Surfen im Internet oder E-Mails, sondern um eine neue Art des Konsumierens von Medien oder Videospielen und Anwendungen, die es bisher in der Form gar nicht gab." Apple sowie Tausende externe Programmierer entwickeln spezifisch auf die Funktionen und Anwendungsszenarien des iPad ausgerichtete Anwendungen.


Der Absatz von Netbooks steigt zwar weiter, aber laut IDC verlangsamt sich das Wachstumstempo. "Das hat aber nichts mit dem iPad zu tun, auch wenn das einige Leute behaupten werden", sagte O'Donnell. "Nicht jeder, der einen PC hat, braucht zusätzlich ein Netbook."

Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

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