USA wollen nach Rettung aus Citigroup aussteigen
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Ausstieg der US-Regierung bei der mit Steuergeldern geretteten Citigroup
Schon im kommenden Monat könnte die US-Regierung nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg ihre konkreten Pläne präsentieren. Börsianer wollen vor allem wissen, wann genau, zu welchem Preis und in welchem Umfang sich der Staat von seinem 27-prozentigen Anteil an der Großbank trennt. Das ursprünglich für 25 Milliarden Dollar erworbene Aktienpaket ist deutlich im Wert gestiegen auf aktuell 32,7 Milliarden Dollar.
Bereits die bloße Aussicht auf ein Ende des staatlichen Einflusses ließ die Citigroup-Aktien am Donnerstag um knapp 3 Prozent steigen. Durch das staatliche Rettungspaket unterliegt die einst so mächtige US-Bank einer Reihe von Beschränkungen, unter anderem bei der Bezahlung ihrer Topmanager. Citigroup-Chef Vikram Pandit bezieht nur ein symbolisches Jahresgehalt von 1 Dollar.
Der Steuerzahler hatte die Citigroup in der Finanzkrise mit einer Geldspritze von 45 Milliarden Dollar stützen müssen. Einen Teil der Schulden beim Staat hat die Bank inzwischen beglichen, über die Aktienverkäufe soll der Steuerzahler auch sein restliches Geld zurückbekommen. Laut Bloomberg will die Citigroup dabei einen genauen Fahrplan festlegen, um keinerlei Spekulationen über Mauscheleien aufkommen zu lassen.
Das Geschäft dürfte sich letztlich für den Staat rechnen: Nicht nur das Aktienpaket ist deutlich mehr Wert, auch für den schon zurückgezahlten 20-Milliarden-Dollar-Kredit musste die Citigroup satte Zinsen berappen. Branchenkenner halten es für wahrscheinlich, dass der Staat seinen Ausstiegsplan nach der Vorlage der Erstquartalszahlen am 19. April veröffentlicht./das/DP/edh
Quelle: dpa-AFX
