EU-Kommission ermittelt gegen Siemens und ABB
BRÜSSEL/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die EU-Kommission verdächtigt die Elektrokonzerne
Siemens
und ABB
der verbotenen Preisabsprache. Beide Firmen bestätigten eine
Untersuchung der EU. Ohne die Firmen namentlich zu nennen, gab die Brüsseler
Behörde am Mittwoch Durchsuchungen der Büros bei Elektrokonzernen im Januar
bekannt. Die Kommission glaubt, dass die Unternehmen mit ihren
Geschäftspraktiken gegen EU-Kartellregeln verstoßen haben könnten. Dabei haben
die Wettbewerbshüter die Preise für Wechselstrom-Übertragungstechnik im Visier.
Falls sich der Verdacht erhärtet und die Kommission später ein Kartellverfahren
eröffnet, drohen den Unternehmen hohe Bußgelder. Preisabsprachen zum Schaden von
Unternehmen und Verbrauchern sind in der EU verboten.
ABB bestätigte auf Anfrage, dass Fahnder Firmenbüros in Schweden durchsucht
hätten. Siemens betonte, man habe bereits in den vergangenen drei
Quartalsberichten auf die Ermittlungen hingewiesen. Kreisen zufolge handelt es
sich um Vorgänge aus dem Jahr 2006./mt/sbr/DP/stb
Quelle: dpa-AFX
