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Altmeister Kostolany hatte doch recht

News - 21.02.10 10:00

Die ruhige Hand gewinnt: Altmeister Kostolany hatte doch recht

Die Börsen fahren Achterbahn, und die Aktiendepots vieler Anleger schmelzen dahin. Dennoch: Geduld ist auch in Zukunft besser als teurer Aktionismus. So gilt Disziplin an der Börse als erfolgreiche Tugend. In diesem Sinne lebt die Idee des Buy-and-Hold weiter.


Würde André Kostolany heute noch leben, müsste er wohl um seinen Ruf fürchten. Der 1999 verstorbene Investor war ein Prediger der ruhigen Hand: Anleger sollten eine Aktie kaufen, ein Schlafmittel nehmen und sich dann möglichst lange zur Ruhe betten. Der Erfolg, so Kostolanys Credo, würde sich mit der Zeit schon einstellen.


Inzwischen müssen Investoren schon sehr alt werden, damit sich das Anlageprinzip für sie noch auszahlt. Zehn Jahre nach Kostolanys Tod und zwei Börsenzyklen später stehen viele Privatanleger mit leeren Händen da. Per Ende Januar wiesen Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland auf Sicht von zehn Jahren im Schnitt eine Rendite von minus zwei Prozent aus - pro Jahr wohlgemerkt.




Die Vergangenheit zeigt, dass das klassische Buy-and-Hold-Prinzip in volatilen Märkten nichts einbringt. Doch an den Schwankungen wird sich wohl nichts ändern. "Die Phase gleichmäßiger Kursanstiege ist vorbei", sagt Stefan Rehder, Geschäftsführer von Value Intelligence Advisors. Mit seinem Value Consensus klopft Rehder regelmäßig die Stimmung unter Value-Investoren ab. Gerade ihr Urteil hat einen hohen Stellenwert, da sie keinen Anlagetrends folgen, sondern nach unterbewerteten Aktien suchen und langfristig denken. Und auch ihnen schwant, dass nun eine lange Seitwärtsphase folgen wird - mit Schwankungen von 25 Prozent nach oben wie nach unten. Ähnlich wie in Japan, wo der Aktienmarkt seit 1990 faktisch auf der Stelle tritt. Was sollen Anleger tun? Zahlt sich die Treue zu einer Aktie noch aus?





Für Riklef von Schüssler, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter Feri, hat das Buy-and-Hold-Prinzip nach wie vor seine Berechtigung. Er versteht darunter jedoch nicht das Festhalten an einer Aktie, sondern an einer Strategie. "Meine Überzeugung ist, dass Anleger ein langfristiges Konzept brauchen, bestehend aus mehreren Anlageklassen. Und dieses sollten sie möglichst unverändert lassen", sagt von Schüssler. Aus seiner Sicht liegen in einer verkehrten Vermögensplanung die größten Gefahren. "Wenn das Grundgerüst von vornherein falsch aufgebaut ist, dann führt das früher oder später zu prozyklischem Verhalten." Heißt: Legt ein Investor anfangs ein zu großes Gewicht auf Aktien und brechen die Kurse danach ein, wird er in der Folge auf sicherere, aber unrentablere Anlageklassen umsteigen und sich um Ertragschancen bringen.



Von Schüsslers Ansicht belegt, dass die Idee des Buy-and-Hold keineswegs außer Mode ist. Standfestigkeit gilt noch immer als Erfolg versprechende Tugend an der Börse. Dieses Leitbild tritt jedoch nicht mehr in Bezug auf eine Einzelaktie auf, sondern hat eine höhere, strategische Bedeutung - mal hinsichtlich eines Vermögenskonzepts, mal in Bezug auf die grundsätzliche Einschätzung zu einem Teilmarkt. "Wenn man Buy-and-Hold als Bekenntnis zu langfristigen Investments sieht, spielt es nach wie vor eine Rolle. Wir sind zum Beispiel überzeugt davon, dass die Aktienmärkte der Schwellenländer auf lange Sicht höhere Erträge liefern werden als die der Industrienationen ", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der VP Bank. Darum halte man auch in schwierigen Zeiten an einer Mindestquote für Schwellenländerinvestments fest.


Im Sinne von "Disziplin halten" ist das Buy-and-Hold-Prinzip selbst am Aktienmarkt noch heute erfolgreich. Trotz stagnierender Börsen haben es etwa viele Value-Investoren in den vergangenen zehn Jahren geschafft, positive Renditen zu erzielen. Sie eint, dass ihre Anlagestrategie klar definierten Regeln folgt. Sie springen nicht auf jeden Börsentrend auf, meiden überbewertete Aktien und umgehen so Spekulationsblasen. Privatanleger besitzen diese Disziplin oft nicht.


In seiner strengen Auslegung hat das Buy-and-Hold-Prinzip freilich selbst bei den Anlageprofis ausgedient. Fondsmanager wie Jens Ehrhardt erlauben sich schon mal, die Aktienquote bis auf null Prozent zu senken. Für von Schüssler steht das aber nicht im Widerspruch zum festen Vermögenskonzept: "Unterhalb des starren Überbaus sollte es gewisse Freiheitsgrade geben."


Gerade gemanagte Aktienfonds halten Experten künftig für die bessere Wahl. "Die volatilen Phasen sprechen gegen Indexfonds", sagt Rehder. Denn damit reiten Anleger jede Welle mit und müssen in zehn Jahren vielleicht erneut feststellen, dass sie nichts gewonnen haben. Ob es den Managern freilich gelingt, den Markt zu schlagen, ist ungewiss.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Die Geheimnisse des Goldmarktes

News - 21.02.10 10:12

Die Geheimnisse des Goldmarktes

Gold gehört zu den großen Themen an den Finanzmärkten. Weil viele Investoren fürchten, dass die Inflationsraten kräftig steigen, kaufen sie Münzen, Barren oder Gold-Zertifikate. Doch Vorsicht, der Goldmarkt ist klein und tückisch. Ein Buch soll nun helfen, den Überblick zu behalten.

DÜSSELDORF. "Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles". Der berühmte Ausspruch von Goethes Gretchen im "Faust" hat nichts von seiner Gültigkeit verloren. Gold gehört zu den großen Themen an den Finanzmärkten. Weil viele Investoren fürchten, dass die Inflationsraten kräftig steigen, kaufen sie Münzen, Barren oder Gold-Zertifikate. Sogar an Flughäfen und Bahnhöfen kann man Barren zu überteuerten Preisen aus Automaten ziehen. Gold to Go sozusagen. Doch Vorsicht, der Goldmarkt ist klein und tückisch.

Was in der Rückschau auffällt: Als die Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 zusammenbrach, hätte der Goldpreis nach oben schießen müssen. Tat er aber nicht. Dimitri Speck hat in seinem Buch "Geheime Goldpolitik" nach den Gründen gesucht. Die großen Spieler im Hintergrund seien die Notenbanken, schreibt er. Sie würden Teile ihrer Goldreserven verkaufen, um den Preis künstlich niedrig zu halten. Um den Investoren vorzugaukeln, dass es so schlecht um die Finanzwelt gar nicht bestellt sei. Ein rasant steigender Goldpreis würde die Unsicherheit an den Börsen nur verstärken.

Dies wollten die Notenbanker verhindern. Alles Taktik? Speck begründet seine These mit zahlreichen Kurscharts, die auf größere Goldverkäufe schließen lassen, und bezieht sich auf Aussagen von Notenbankern, die Hinweise auf die Politik der Zentralbanken geben. Ein interessantes Buch für alle Goldfans.

Dimitri Speck: Geheime Goldpolitik - Warum Zentralbanken den Goldpreis steuern.

Finanzbuch, München 2010, 250 Seiten, 24,90 Euro

Christian Panster

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Quelle: HANDELSBLATT

Exit-Diskussion: Fannie und Freddie vereiteln Bernanke die Geldpolitik

News - 15.02.10 20:24

Exit-Diskussion: Fannie und Freddie vereiteln Bernanke die Geldpolitik

Fed-Präsident Bernanke arbeitet an dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik. Angewiesen ist er dabei auf die Mithilfe der Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Die Firmen verzerren seit ihrer Quasi-Verstaatlichung den Geldmarkt.


Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ist bei der Straffung der Geldpolitik auf Fannie Mae und Freddie Mac angewiesen. Derzeit sorgten die Hypothekenfinanzierer dafür, dass der effektive Leitzins unter dem gewünschten Niveau liege: "Verantwortlich dafür sind die Struktur des Federal-Funds-Markts und dabei die Hypothekenfinanzierer", sagte Joseph Abate, Volkswirt bei Barclays Capital.


Notenbanken in aller Welt diskutieren, wann und wie sie die Geldpolitik verschärfen. Für die amerikanische Fed stellt sich die Frage besonders dringlich. Nicht nur senkte sie den Leitzins auf das historische Tief von 0 bis 0,25 Prozent. Sie kaufte darüber hinaus noch 300 Mrd. $ an Staatsanleihen und 1250 Mrd. $ an hypothekenbesicherten Wertpapieren auf. Deshalb weitete sich ihre Bilanzsumme auf rund 2200 Mrd. $ aus. Fed-Präsident Ben Bernanke skizzierte vergangenen Mittwoch einen möglichen Ausstieg, vermied aber Details.


Großes Augenmerk legt Bernanke bei seiner Exit-Strategie auf den Einlagenzins. Seit dem 9. Oktober 2008 zahlt die Notenbank Zinsen auf Einlagen, die Geschäftsbanken bei ihr über Nacht halten. Momentan liegt der Satz bei 0,25 Prozent. Der Einlagenzins soll theoretisch eine Untergrenze für den Leitzins ("Federal Funds Rate") darstellen. Der Grundgedanke: Kreditinstitute haben keinen Anreiz, überschüssige Liquidität zu niedrigeren Konditionen zu verleihen, als sie bei der Fed risikolos bekommen.


Doch in den USA gilt dieser Zusammenhang momentan nicht. Der effekte Leitzins ("Effective Federal Funds Rate") liegt mit 0,12 Prozent deutlich unter dem Einlagenzins. Ein wichtiger Grund dafür laut Morten Bech und Elizabeth Klee, Ökonomen an der New Yorker Fed: Den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac bleibt im Gegensatz zu den Geschäftsbanken die Möglichkeit verwehrt, ihr Kapital bei der Fed anzulegen. Deshalb sind sie gezwungen, die Liquidität auf dem Federal-Funds-Markt zu verkaufen - was den Zins drückt.



Den Federal-Funds-Markt gibt es seit den 1920er-Jahren. Ursprünglich diente er den Banken dazu, Reserven kurzfristig zu parken. Über die Jahrzehnte nahm die Handelsaktivität zu, weil die Kreditinstitute ihre Refinanzierung kurzfristiger aufstellten. Traditionell große Verkäufer von Liquidität sind Fannie Mae, Freddie Mac und die Federal Home Loan Banks. Sie müssen kurzfristig Bargeld parken, um Hypothekenzahlungen schnell an Investoren weiterreichen zu können. Liquiditätskäufer sind Geschäftsbanken, die so Lücken in der Finanzierung decken.




Laut Bech und Klee veränderte sich der Federal-Funds-Markt während der Krise grundlegend. Seitdem die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mae unter der Kuratel des Staates ständen, müssten sie mehr Bargeld parken als vor der Krise - und seien dementsprechend große Verkäufer auf dem Federal-Funds-Markt. Zweitens hätten die quasi-staatlichen Gesellschaften die Zahl der Gegenparteien verringert. Drittens weigerten sich die Geschäftsbanken, Transaktionen mit Fannie Mae und Freddie Mac einzugehen.


"Der Marktanteil von Fannie Mae und Freddie Mac im Federal-Funds-Handel ist deutlich gestiegen. Das zieht den effektiven Leitzins nach unten", schreiben Bech und Klee. Im Zuge der Krise konzentrierte sich der Federal-Funds-Handel zusehends auf einzelne große Teilnehmer. Laut Bech und Klee entfallen auf die drei größten Fed-Distrikte inzwischen 75 Prozents des Volumens. Im Juli 2007 hatte die Quote noch bei 60 Prozent gelegen.



Um den effektiven Leitzins zu erhöhen, empfehlen Experten, dass Fannie Mae und Freddie Mac künftig ihre überschüssige Liquidität auch bei der Fed anlegen können. Das würde ihren Anteil am Federal-Funds-Markt von 85 Prozent auf 20 bis 40 Prozent verringern, meint Barclays-Capital-Ökonom Abate. Zusätzlich könnte man sie vom Zwang befreien, das Geld im Federal-Funds-Handel anbieten zu müssen: "Das ist mehr eine politische als eine wirtschaftliche Frage. Wir zweifeln aber daran, ob die Hypothekenfinanzierer und die Fed die notwendige politische Kraft dafür besitzen."


Zweite Option wären Reverse-Repo-Geschäfte mit Fannie Mae und Freddie Mac. Bei solchen Transaktionen verleiht die Fed Wertpapiere und entzieht dem System dadurch Liquidität. Fed-Präsident Bernanke kündigte bereits an, die Zahl der Reverse-Repo-Gegenparteien möglicherweise über den Kreis der Primärhändler hinaus zu erweitern. "Wenn man sich die Bargeldbestände von Fannie Mae und Freddie Mac anschaut, dürften Transaktionen im Umfang von 150 Mrd. $ ausreichen, um den Marktanteil der Hypothekenfinanzierer zu senken", sagte Abate.


Neben den Hypothekenfinanzierern spielen Geldmarktfonds in der Strategie Bernankes eine herausragende Rolle. Die Fonds verwalten momentan 3200 Mrd. $, die sie in kurzfristigen Wertpapieren wie Schatzwechsel und Schuldverschreibungen angelegt haben. Die Fed diskutiert mit ihnen momentan, wie die Liquidität verringert werden kann.


Wie bei Fanne Mae und Freddie Mac könnten auch hier Reverse-Repo-Geschäfte zum Einsatz kommen. "Die Aussicht, mit der Notenbank handeln zu können, stimmt optimistisch. Das verringert das Risiko", sagte Deborah Cunningham, Leiter Anlagestrategie beim Vermögensverwalter Federated Investors, der auf Geldmarktfonds spezialisiert ist. Doch noch gibt es technische Hindernisse. Die Geldmarktfonds legen Wert darauf, dass die Laufzeit der Reverse-Repo-Geschäfte kürzer ist als sieben Tage. Dem Vernehmen nach arbeitet die Fed an einer Struktur, die solche Transaktionen erlauben würde, ohne dass die Notenbank Woche für Woche Milliarden hin- und her transferieren muss.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Anleger beunruhigt "Titanic-Kurs" Griechenlands

News - 15.02.10 20:27

Renten und Devisen: Anleger beunruhigt "Titanic-Kurs" Griechenlands

Investoren an den Renten- und Devisenmärkten blicken auch zu Wochenbeginn mit Sorge auf Griechenland. Der Euro rutschte wie schon am Freitag zeitweise wieder unter die Marke von 1,36 $, er verbilligte sich aber nur leicht um 0,003 Prozent. Gegen 19 Uhr notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,36 $.


Die Wettpositionen spekulativer Anleger gegen den Euro waren vergangene Woche erneut kräftig gestiegen. Nach Angaben der Chicago Mercantile Exchange (CME) nahm die Zahl der Futurekontrakte auf einen sinkenden Euro-Dollar-Kurs auf 63.368 zu - ein Höchststand. "Selbst wenn wir schon bald eine Umkehr der spekulativen Positionen sehen, sollte der Euro noch weiter fallen", sagte Gareth Berry, Analyst bei der UBS. Einer Wende beim Euro sei in den vergangenen sechs Monaten stets eine Positionsänderung an der CME vorausgegangen, sagte er.


Mit Spannung erwarten Investoren, ob die Finanzminister der Euro-Zone am Dienstag weitere Details über Rettungspläne bekannt geben werden. Am Montag tagten bereits die Ressortleiter der EU. "Wir rechnen nicht damit, dass wirklich klar wird, wie Griechenland im Ernstfall geholfen werden könnte", hieß es bei den Analysten der Commerzbank. Die Unsicherheit darüber dürfte den Euro in dieser Woche weiter belasten.


Am Rande der Tagung wurde bekannt, dass die EU vorerst ihren Druck auf Griechenland nicht erhöhen wird, noch mehr zu sparen. Der Vorsitzende der Gruppe der Finanzminister des Euro-Gebiets, Luxemburgs Jean-Claude Juncker, sagte in Brüssel, erst im März solle überprüft werden, ob die Sparschritte der griechischen Regierung ausreichten. Zuletzt hatten Ökonomen gewarnt, dass die Regierung die Ausgaben zu heftig kürzt und damit das Wachstum des Landes zu stark bremsen könnte. Dies würde wiederum die Sparziele gefährden. In diesem Jahr will Athen das jährliche Defizit um 4 Prozentpunkte auf weniger als 9 Prozent der Wirtschaftsleistung senken. Vor der Äußerung Junckers hatten noch einige EU-Politiker weitere Schritte von Athen gefordert. Unter ihnen war auch der EU-Währungs- und Wirtschaftskommissar Olli Rehn.


Zu heftigen Irritationen an den Rentenmärkten führten jedoch Äußerungen des griechischen Finanzministers Giorgos Papakonstantinou. Er verglich die Lage seines Landes damit, den "Kurs der Titanic" zu ändern. Zudem sagte er, das Land sei in einer "fürchterliche Unordnung" und der öffentliche Sektor sei "außer Kontrolle" geraten. Dabei hatte er vor allem die Streikvorbereitungen der Mitarbeiter in Regierungsdienststellen im Blick. Bereits vergangene Woche waren Schulen und Krankenhäuser vorübergehend geschlossen.


Den zweiten Tag in Folge stiegen die Renditen griechischer Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Am Montag warfen die Bonds mit 6,2 Prozent gut 7 Basispunkte mehr ab als am Freitag. In der Vorwoche war die Rendite noch mit den aufkommenden Meldungen über eine bevorstehende Rettung des Landes gesunken.


Der Risikoaufschlag gegenüber Bundesanleihen stieg somit wieder auf mehr als 300 Basispunkte. Am Abend lag er bei 301 Basispunkten. Die deutsche Rendite auf Zehnjahrespapiere blieb fast auf dem Niveau vom Freitag bei 3,2 Prozent.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

Conergy entdeckt positive Seiten der neuen Solarförderung

News - 11.02.10 15:56

Conergy entdeckt positive Seiten der neuen Solarförderung - Eigenverbrauch

HAMBURG (dpa-AFX) - Conergy entdeckt als erstes Solarunternehmen die Vorteile der von der Bundesregierung geplanten Änderung der Photovoltaikförderung für sich.
Am Donnerstag kündigte die im TecDax notierte Gesellschaft ein Pilotprojekt zum stärkeren Eigenverbrauch des Solarstroms an. Diese will Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) deutlich ausbauen, während parallel die Vergütung für die Einspeisung von Sonnenstrom ins allgemeine Netz ab 1. Juni um 16 Prozent abgesenkt werden soll.
Der Aspekt des Eigenverbrauchs spielte in der öffentlichen Diskussion bislang kaum eine Rolle. Die Solarbranche konzentriert sich in ihrem massiven Protest bislang allein auf die Förderkürzung für die Netzeinspeisung. Der Solarverband BSW warnte zuletzt lautstark vor dem Verlust Tausender Arbeitsplätze, sollte die Solarförderung in der geplanten Höhe geändert werden. Den Eindruck, dass Conergy aus dieser Phalanx mit seinem Pilotprojekt abrückt, wies Verbands-Geschäftsführer Carsten Körnig im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX zurück.
EIGENVERBRAUCHSFÖRDERUNG SENKT FÖRDERSENKUNG
Den Planungen des Umweltministers zufolge sollen Solaranlagenbetreiber künftig einen Vorteil von 10 Cent je Kilowattstunde bekommen, wenn sie den selbst erzeugten Sonnenstrom nicht ins Netz einspeisen, sondern selbst nutzen. Damit würde die Förderung für einen Durchschnittshaushalt nach Berechnungen insgesamt lediglich um knapp 6 Prozent sinken statt der in der Diskussion immer wieder genannten 16 Prozent. Eine entsprechende Berechnung der Zeitung 'Neue Westfälische' (Donnerstag) bestätigte ein Experte der Fachzeitschrift 'Photon'. Er bemängelte, dass der Umweltminister damit sein Ziel verfehle, die von ihm selbst kritisierte 'Überförderung' der Solarenergie aufzuheben.
Der Berechnung nach kann ein Durchschnittshaushalt rund 42 Prozent seines Sonnenstroms selbst verbrauchen. Dafür würde es künftig gut 42 Cent je Kilowattstunde geben, und damit fast so viel wie noch im vergangenen Jahr für die Einspeisung ins Netz. Die übrigen 58 Prozent müsste der Durchschnittshaushalt weiter ins Netz einspeisen, weil er nicht den gesamten eigenen Strom verbrauchen kann, wenn er produziert wird. Für diese Einspeisung soll es von Juni an nur noch 32,88 Cent geben, wenn die Förderung wie geplant um weitere 16 Prozent sinkt. Derzeit gibt es 39,14 Cent, 9 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Daraus ergibt sich im Schnitt, dass der Anlagenbetreiber weiter gut 37 Cent je Kilowattstunde Förderung bekommt. Das wäre dann nur noch eine zusätzliche Absenkung von rund 6 Prozent. So viel hatte die Solarbranche selbst vorgeschlagen.
VERBAND HÄLT BERECHNUNG FÜR ZU OPTIMISTISCH
Solarverbandsgeschäftsführer Körnig wies die Berechnung hingegen zurück. In einem Durchschnittshaushalt sei derzeit ein Eigenverbrauch von maximal 20 Prozent realistisch. Für eine höhere Ausbeute müssten die Betreiber ihr Verbrauchsverhalten ändern, in dem etwa konsequent Wasch- und Spülmaschinen laufen, wenn die Sonne am kräftigsten scheint. Zudem müssten sie dann teure Batterien zum Speichern einbauen. Grundsätzlich sei die Förderung des Eigenverbrauchs der positive Aspekt Vorschläge des Bundesumweltministers./nl/dct/wiz

Quelle: dpa-AFX

Stabiler Euro wegen Griechenland-Hoffnung stützt

News - 09.02.10 12:09

Aktien Europa: Freundlich - stabiler Euro wegen Griechenland-Hoffnung stützt

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Dienstag ins
Plus gearbeitet. Im frühen Handel hatte noch der späte Kursrutsch an den
US-Börsen und der verloren scheinende Kampf um die 10.000-Punkte-Marke im
Leitindex Dow Jones die Stimmung der Börsianer belastet. Dann ermöglichte die
positive Wirkung eines deutlich stabilisierten Euro eine Fortsetzung der am
Vortag gestarteten Erholung der europäischen Börsen. Es gebe Hoffnungen um
Hilfen für Griechenland, die den Märkten Schwung verliehen.

Der EuroStoxx 50 stand am Mittag mit 0,39 Prozent im Plus bei 2.674,60 Punkten.
Im frühen Handel war der europäische Leitindex nochmal bis auf 2.644 Zähler
abgerutscht, am Freitag war bei knapp 2.618 Punkten der niedrigste Stand seit
August markiert worden. Der französische Leitindex CAC 40 kletterte in Paris um
0,08 Prozent auf 3.609,99 Zähler, der Londoner FTSE 100 legte sogar 0,47
Prozent auf 5.116,35 Punkte zu.

Bankaktien wurden Händlern zufolge vor allem von Marktspekulationen über einen
kommenden Rettungsplan für Griechenland und Portugal gestützt. Das sorge für
Erleichterung und die zuletzt gedrückten Bankwerte könnten etwas aufatmen. Der
Sektorindex STOXX 600 Banken , der in den vier Handelstagen zuvor zeitweise
mehr als zwölf Prozent verloren hatte, war mit plus 1,35 Prozent das beste
Branchenbarometer in Europa. Vor allem die Deutsche Bank profitiert laut
Händler wegen ihrer Verflechtungen mit griechischen Banken von den Spekulationen
um ein mögliches Rettungspaket und die Aktien legten an der EuroSTOXX50-Spitze
3,10 Prozent auf 44,435 Euro zu. Die Zahlen der Schweizer Großbank UBS rückten
in den Hintergrund. Die UBS hatte dank ihres Sparprogramms und einer
Steuergutschrift im Schlussquartal 2009 beim Gewinn die Analystenschätzungen
deutlich übertroffen - die Aktien büßten in Zürich dennoch 2,19 Prozent auf
13,85 Schweizer Franken ein.

Die Anteile an der Tui-Tochter Tui Travel legten in London 0,39 Prozent auf
258,90 Pence zu. Der größte Reiseveranstalter Europas rutschte im ersten
Geschäftsquartal wegen der Wirtschaftskrise tiefer in die roten Zahlen. Obwohl
sich der saisontypische Verlust fast verdoppelte, hält das Management aber an
seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. Börsianer würdigten das bereinigte
operative Ergebnis und den Ausblick, hieß es./fat/ag

Quelle: dpa-AFX

Ein Währungsfonds als Ausweg aus der Krise

News - 08.02.10 18:59

Ein Währungsfonds als Ausweg aus der Krise

Wie könnte die Antwort auf die Schuldenprobleme Griechenlands und anderer europäischer Problemstaaten wie Spanien und Portugal lauten? Volkswirte schlagen die Gründung eines europäischen Pendants zum Internationalen Währungsfonds (IWF) vor. Ein solcher "Europäischer Währungsfonds" (EWF) könnte auch in anderen Fällen zum Einsatz kommen.


FRANKFURT. Die Antwort auf die Schuldenprobleme Griechenlands und der übrigen europäischen Problemstaaten wie Spanien und Portugal wäre die Gründung eines "Europäischen Währungsfonds" (EWF). Er müsste imstande sein, bei drohender Insolvenz eines Landes als letzte Instanz einzuspringen und für eine geordnete Abwicklung der Verschuldung zu sorgen. Diesen Vorschlag unterbreiten der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, und der Direktor des Centre for European Policy Studies (CEPS), Daniel Gros, in einer am Montag vorgelegten Untersuchung.


Ein solcher EWF könnte auch aktiv werden, um private Finanzinstitute abzuwickeln oder für Hilfsfonds großer Banken, die die Industrie selbst mit Finanzmitteln ausstatten würde, schreiben die Autoren. Allgemeiner gesagt: In der jüngsten Finanzkrise hat die Politik nur darauf abgezielt, den Zusammenbruch großer Institute zu verhindern. Künftig muss es das Ziel der Politik sein, die Marktdisziplin wiederherzustellen. Für die europäische Währungsunion bedeute das, dass das System so stabil gemacht werden müsse, dass Verwerfungen durch den Ausfall eines Mitgliedstaates verhindert würden.


Nach Ansicht der Autoren wäre die Europäische Union (EU) besser geeignet als der Internationale Währungsfonds (IWF), im Problemfall die eigenen Ziele durchzusetzen. Der IWF habe Geld, Expertise und wenig politische Beschränkungen, aber er sei hilflos, wenn sich ein Problemland querlege, wie im Fall Argentiniens im Jahr 2001. Die EU, genauer die EU-Kommission, hätten auch Geld und Expertise. Und ihre Durchsetzungsfähigkeit werde stark davon abhängen, welche Rolle Deutschland als finanzkräftigstes Land spielen werde.


Im aktuellen Fall sei offen, welche der beiden Institutionen die größte Durchsetzungsfähigkeit habe, wenn sich Griechenland einfach weigere, ein Anpassungsprogramm umzusetzen. Der IWF könnte wenig tun, wenn sich ein Land den Anforderungen versage. Der EU stünden dagegen zusätzliche Maßnahmen zur Verfügung. So könnte sie aus ihren Strukturfonds keine Mittel mehr zur Verfügung stellen. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte als europäische Institution enormen Druck ausüben, wenn sie sich weigern würde, griechische Staatsanleihen oder griechische Aktiva überhaupt bei ihren geldpolitischen Operationen als Sicherheiten zu akzeptieren.


Der EWF sollte mit der Autorität ausgestattet werden, an den Märkten Geld aufzunehmen. Investieren würde er in qualitativ hochrangige Staatspapiere von Ländern des Euro-Raums. Der Schuldendienst würde aus zukünftigen Beiträgen der Mitgliedstaaten geleistet. Länder mit starken Staatsfinanzen würden keine Beiträge an den Fonds entrichten, denn sie würden faktisch die Last schultern, wenn es zur Krise komme.

Marietta Kurm-Engels

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Quelle: HANDELSBLATT

Unicredit belässt Daimler auf 'Buy' - Ziel 42 Euro

News - 08.02.10 15:55

ANALYSE-FLASH: Unicredit belässt Daimler auf 'Buy' - Ziel 42 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Unicredit hat die Einstufung für Daimler nach einem
Personalwechsel auf 'Buy' mit einem Kursziel von 42,00 Euro belassen. Wie sein
Vorgänger Rainer Schmückle gelte Wolfgang Bernhard als erfahrener Manager für
Umstrukturierung und Effizienzsteigerungen, schrieb Analyst Georg Stürzer in
einer Studie vom Montag. Aufgrund dessen dürfte bei Mercedes-Benz die
Fokussierung und der Druck in diesem Bereich anhalten. Auch das Ziel eine
EBIT-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 10 Prozent sollte sicherlich neue
Impulse erhalten, so der Experte./mbx/ck/la

Quelle: dpa-AFX

Hugo Boss spürte 2009 die Krise - '2010 wird eine Herausforderung'

News - 03.02.10 16:59

ROUNDUP: Hugo Boss spürte 2009 die Krise - '2010 wird eine Herausforderung'

METZINGEN (dpa-AFX) - Beim Modekonzern Hugo Boss hat die Wirtschaftskrise ihren
Tribut gefordert. Vielen Konsumenten saß das Geld nicht mehr so locker, weshalb
das vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Unternehmen das Jahr 2009 mit
weniger Umsatz und Gewinn abschloss. Auch 2010 werde noch mal eine
Herausforderung, warnte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs am Mittwoch. Er
rechne aber im Jahresverlauf mit einer Stabilisierung des Marktumfelds.

Die im MDax notierte Aktie sackte nach Vorlage der vorläufigen Zahlen zunächst
ab. Einem Händler zufolge sind die Zahlen eigentlich im Rahmen der Erwartungen
ausgefallen. 'Allerdings wurde der Ausblick ein wenig zu vorsichtig formuliert,
was zu einigen Verstimmungen am Markt geführt hat', erklärte er die negative
Kursreaktion. Zuletzt verloren die Titel 1,75 Prozent auf 25,025 Euro.

UMSATZRÜCKGANG IM VIERTEN QUARTAL GESTOPPT

2009 sank der Konzernumsatz um 7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Nach Ablauf
der ersten neun Monate hatte der Konzern noch mit einem Umsatzminus von 9
Prozent gerechnet. Im vierten Quartal konnte der Modekonzern aber wieder Boden
gut machen und den Rückgang stoppen. Mit 324 Millionen Euro lag der Umsatz der
letzten drei Monate ganz leicht über dem Niveau des Vorjahres. Zum Jahresende
hin hätten sich 'erste positive Trends' gezeigt, hieß es.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 17 Prozent auf 158 Millionen
Euro und das Konzernergebnis um 7 Prozent auf 104 Millionen Euro. Belastet
hatten dabei unter anderem Aufwendungen für die Schließung unrentabler
Geschäfte. Die operative Marge hielt sich auf Vorjahresniveau.

STABILISIERUNG IN DER ZWEITEN HÄLFTE 2010

Hugo Boss hatte im zurückliegenden Jahr mit der schwachen Konsumlust der
Verbraucher gekämpft. Viele Anzüge des Edelschneiders, Schuhe oder Accessoires
blieben in den Lagern liegen. Vor allem in Osteuropa lief das Geschäft zuletzt
schlecht. Das Metzinger Unternehmen musste sogar Lieferungen stoppen, weil
Großkunden ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Mit einem Sparprogramm
versuchte der Konzern, den Auswirkungen der Krise entgegen zusteuern. Die
Schulden gingen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel zurück.

2010 wird laut Vorstandschef Lahrs zumindest am Anfang eine holprige
Veranstaltung: 'Insgesamt wird 2010 für unsere Branche noch einmal eine
Herausforderung, da das Wachstum in vielen Märkten nur sehr verhalten ausfallen
dürfte.' Früheren Angaben zufolge rechnet Hugo Boss erst in der zweiten
Jahreshälfte mit einer Besserung. 'Es kann von einer flachen Entwicklung bis hin
zu einer leichten Verbesserung gehen', hatte Lahrs Ende November in einem
Zeitungsinterview gesagt. Seinen vollständigen Jahresbericht legt Hugo Boss im
April vor./she/gr

Quelle: dpa-AFX

EU-Kommission ermittelt gegen Siemens und ABB

News - 03.02.10 16:46

EU-Kommission ermittelt gegen Siemens und ABB

BRÜSSEL/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die EU-Kommission verdächtigt die Elektrokonzerne
Siemens und ABB der verbotenen Preisabsprache. Beide Firmen bestätigten eine
Untersuchung der EU. Ohne die Firmen namentlich zu nennen, gab die Brüsseler
Behörde am Mittwoch Durchsuchungen der Büros bei Elektrokonzernen im Januar
bekannt. Die Kommission glaubt, dass die Unternehmen mit ihren
Geschäftspraktiken gegen EU-Kartellregeln verstoßen haben könnten. Dabei haben
die Wettbewerbshüter die Preise für Wechselstrom-Übertragungstechnik im Visier.

Falls sich der Verdacht erhärtet und die Kommission später ein Kartellverfahren
eröffnet, drohen den Unternehmen hohe Bußgelder. Preisabsprachen zum Schaden von
Unternehmen und Verbrauchern sind in der EU verboten.

ABB bestätigte auf Anfrage, dass Fahnder Firmenbüros in Schweden durchsucht
hätten. Siemens betonte, man habe bereits in den vergangenen drei
Quartalsberichten auf die Ermittlungen hingewiesen. Kreisen zufolge handelt es
sich um Vorgänge aus dem Jahr 2006./mt/sbr/DP/stb

Quelle: dpa-AFX

IPO: Travel Viva will an die Börse - Volumen noch unbekannt

News - 02.02.10 19:05

IPO: Travel Viva will an die Börse - Volumen noch unbekannt

ASCHAFFENBURG (dpa-AFX) - Der Internetreiseanbieter Travel Viva will an die
Frankfurter Börse. Die Notierungsaufnahme sei für den 11. Februar im Entry
Standard geplant, teilte das Unternehmen am Dienstag in Aschaffenburg mit. Das
öffentliche Angebot umfasse eine Million bereits existierende Inhaberaktien.
Eine Preisspanne soll am ersten Handelstag festgelegt werden. Travel Viva hat
2008 einen Außenumsatz von 56,2 Millionen Euro erzielt und hat mit fünf
Beteiligungs-Unternehmen circa 100 Mitarbeiter./stb/she

Quelle: dpa-AFX

Ölpreise steigen deutlich - Konjunkturoptimismus

News - 02.02.10 18:43

Ölpreise steigen deutlich - Konjunkturoptimismus

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag von einem neuen
Konjunkturoptimismus profitiert und die Erholung vom Vortag fortgesetzt. Im
frühen Nachmittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte
West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im März 76,37 Dollar und damit
1,94 US-Dollar mehr als am Vortag. In der Vorwoche war der US-Ölpreis nach einer
Talfahrt noch auf ein Jahrestief von unter 73 Dollar gefallen. Der Preis für ein
Fass Rohöl der Nordseesorte Brent stieg um 2,01 Dollar auf 73,94 Dollar.

Am Markt gebe es nach unerwartet guten US-Konjunkturdaten wieder Hoffnung, dass
die Nachfrage nach Rohöl in den USA steigen könnte, heißt es in einem Kommentar
der Commerzbank. Die USA verbrauchen als größte Volkswirtschaft der Welt das
meiste Rohöl. Seit Montag sorgte eine unerwartet starke Aufhellung der Stimmung
von Einkaufsmanagern in den USA für Kauflaune an den Ölmärkten. Auch die
robusten Aktienmärkte hätten die Stimmung an den Ölmärkten verbessert, sagten
Händler.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat sich
kaum verändert. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein
Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 71,02 US-Dollar. Das war ein Cent
mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von
zwölf wichtigen Sorten des Kartells./js/she

Quelle: dpa-AFX

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