Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Dubai, Griechenland belasten
WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX/APA) - Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am
Dienstag erneut mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Marktteilnehmern nannten
die Herabstufung des Kreditratings von Griechenland durch die Ratingagentur
Fitch als Stimmungsdämpfer. Zudem gab es neue Sorgen über eine mögliche
Kreditkrise in Dubai, nachdem die Tochterfirma Nakheel des Staatskonzerns Dubai
World im ersten Geschäftshalbjahr einen massiven Verlust eingefahren hatte.
KURSRUTSCH AN DER BUDAPESTER BÖRSE
Der Budapester Aktienmarkt beendete die Sitzung mit massiven Verlusten und
präsentierte sich damit noch viel schwächer als das europäische Umfeld. Der BUX
stürzte um 3,15 Prozent auf 20.535,42 Zähler ab. Verstärkt wurde die
Abwärtstendenz des Budapester Leitindex durch das starke Absacken der zwei
größten Indexschwergewichte MOL und OTP. Magyar Olay es Gazipari (Mol) ![]()
rasselten um 4,2 Prozent auf 15.575 Forint nach unten. Die Staatsanwaltschaft in
Kroatien gab bekannt, eine Untersuchung des Verkaufs eines Anteils an der INA an
die MOL zu starten. OTP-Aktien zeigten sich von der überraschend gefallenen
Industrieproduktion in Deutschland belastet und stürzten um 4,35 Prozent auf
5.353 Forint ab. Deutschland ist für Ungarn der größte Exportmarkt.
WARSCHAUER BÖRSE IM MINUS
In Warschau verabschiedete sich der WIG-20 mit einem Abschlag von 2,33 Prozent
auf 2.374,70 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste WIG-Index
Prozent auf 39.906,64 Punkte nach. KGHM Polska Miedz
gaben 1,0 Prozent auf
107,8 Zloty ab. Die Papiere des Kupferförderers wurden durch fallende
Kupferpreise nach unten gezogen. Ebenso wirkte die gefallene Industrieproduktion
in Deutschland auf den Rohstoffwert besonders nachteilig. PGNiG stürzten um 3,7
Prozent auf 3,66 Zloty ab. Der Gaskonzern stimmte zu die Frist zur
Schuldenrückzahlung durch den Düngemittelhersteller Chemiczne Police zu
verlängern. Es handelt sich dabei um Schulden im Ausmaß von 134 Mio. Zloty plus
Zinsen, die nun Ende Juni 2010 zurückzuzahlen seien.
PRAGER BÖRSE SCHLIESST MIT VERLUSTEN
An der Prager Börse sackte der Leitindex PX
ab. Trotz eines positiven Analystenkommentars büßten Ceske Energeticke Zavody
(CEZ)
-Papiere um 2,65 Prozent auf 845,00 Kronen ein. Der Versorger wurde von
der Macquarie Group von 'Neutral' auf 'Outperform' hochgestuft. Größter
Tagesgewinner waren die Aktien des Immobilienentwicklers ECM mit einem kleinen
Plus von 0,54 Prozent auf 316,00 Kronen. Tagesverlierer waren hingegen mit
massiven Verlusten von 4,33 Prozent auf 453,00 Kronen die Papiere des
Fernsehstationen-Betreibers CETV. Die Finanzwerte tendierten leichter, wobei es
Komercni Banka
mit minus 1,81 Prozent auf 3.800,00 Kronen am stärksten
erwischte. Erste Group gaben dagegen nur 0,46 Prozent auf 736,50 Kronen ab.
Vienna Insurance Groupx (VIG) büßten ebenfalls nur minimale 0,26 Prozent auf
914,90 Kronen ein./APA/rum/she
Quelle: dpa-AFX
