News - 17.11.09 20:06
Renten und Devisen: Aufwind für den Dollar
Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet haben dem Dollar Auftrieb gegeben. Der Greenback konnte gegenüber allen Währungen der zehn wichtigsten Industrienationen deutlich zulegen.Der Euro gab zum Dollar knapp 1 Prozent nach. Ein Euro kostete gegen 19 Uhr 1,4841 $ nach 1,4970 $ am Vortag. Auslöser der Dollar-Käufe war die Warnung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vom Montag, die Fed beobachte die Wechselkurse genau. Die Äußerung fiel am Markt umso stärker auf, da die Währungspolitik in den USA normalerweise in die Zuständigkeit des Finanzministeriums fällt.Beobachter werten dies als Zeichen, dass der internationale Druck auf die Vereinigten Staaten wächst. EZB-Präsident Trichet betonte am Dienstag, dass die "Stärke des Dollar in einem System flexibler Währungen nicht nur im Interesse der USA, sondern der gesamten internationalen Gemeinschaft ist". Bemerkenswert ist insbesondere die zeitliche Nähe zwischen den Aussagen der beiden Notenbankchefs, die sich nur selten explizit zu Wechselkursen äußern.International ist zuletzt die Furcht vor einer regelrechten Krise des schwächelnden Dollar gewachsen. Das hätte wohl nicht nur enorme negative Folgen für die US-Wirtschaft, sondern auch für die Weltwirtschaft insgesamt.Am Rentenmarkt konnten vor allem britische Gilts zulegen. Die Rendite, die sich entgegengesetzt zu den Kursen verhält, fiel um 8 Basispunkte auf 3,662 Prozent.
Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
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