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News - 12.11.09 09:30
ROUNDUP: Conergy reduziert Verlust deutlich - Umsatz aber rückläufig

HAMBURG (dpa-AFX) - Das Geschäft des Hamburger Solarunternehmens Conergy hat imdritten Jahresviertel weiter am Boden gelegen. Der Umsatz lag mit 140,2Millionen Euro rund 40 Prozent unter dem Vorjahreswert und auch gut 20 MillionenEuro niedriger als im Vorquartal, wie die im TecDax notierte Gesellschaft amDonnerstag mitteilte. Das Geschäft sei vom anhaltenden Preisdruck fürSolarmodule und der weiter schwierigen Finanzierung von Großprojekten belastetworden. Trotzdem konnte das Unternehmen seinen Nettoverlust mit 20 MillionenEuro deutlich reduzieren. Vor einem Jahr hatte Conergy durch den Konzernumbaueinen Fehlbetrag von 77,5 Millionen Euro ausgewiesen.Die Hamburger bekräftigten ihr Ziel, im kommenden Jahr operativ wieder einenGewinn zu erzielen. Das Sparprogramm werde die Kosten deutlich senken, sagteUnternehmenschef Dieter Ammer. 'Das wird uns helfen, unser wichtigstes Ziel zuerreichen: den Durchbruch zu einem positiven, operativen Ergebnis im Laufe desJahres 2010.' Die Aktien stiegen zum Handelsauftakt um 1,27 Prozent auf 0,80Euro.NACHFRAGE ZÖGERLICH ERHOLTIm dritten Quartal verschlechterte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern(EBIT) mit einem Fehlbetrag von 14,9 Millionen Euro wegen des hohen Preisdrucksallerdings noch einmal um fast 9 Prozent. 'Die Nachfrage hat sich im drittenQuartal - wenn auch zögerlicher als von vielen erwartet - weiter belebt', sagteAmmer. Von dieser Belebung profitiere das Werk in Frankfurt (Oder), wo seit EndeOktober die Modulproduktion nahezu unter Volllast laufe.Conergy kämpft seit der Beinahe-Pleite vor zwei Jahren ums Überleben. Derfrühere Tchibo-Chef und Conergy-Mitbegründer Ammer übernahm damals dieGeschäftsführung und versucht, das Ruder herumzureißen. Er trennte sich vonzahlreichen Geschäftsfeldern und konzentrierte Conergy auf das Solargeschäft.Allerdings hat das Unternehmen trotzdem weiter in jedem Quartal rote Zahlengeschrieben. Für dieses Jahr hat der Vorstand einen Gewinn längstausgeschlossen.ZUKUNFT ENTSCHEIDET SICH VOR GERICHTDie Zukunft von Conergy entscheidet sich aber auch abseits des operativenGeschäfts. Vor einem Gericht in New York klagen die Hamburger seit April aufAuflösung des langfristigen Vertrages mit dem Siliziumwafer-Zulieferer MEMC undmachen dafür angeblich wettbewerbswidrige Klauseln geltend. Zugleich stellteConergy die vereinbarten Zahlungen an MEMC ein und bezieht seitdem den Rohstofffür seine Fabrik in Frankfurt (Oder) auf dem freien Markt. Dort sind die Preisefür Silizium in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Das verschafftConergy einen Kostenvorteil. Eine Gegenklage von MEMC wies das Gerichtinzwischen zurück, was Beobachter als Hoffnungszeichen für Conergy werteten.Derzeit läuft ein gerichtlich moderiertes Schiedsverfahren./nl/das/tw

Quelle: dpa-AFX
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