MULTICHART Kursabfrage: (Name oder WKN)

VW setzt auf Brasilien - Milliarden-Investitionen

News - 27.11.09 18:48

ROUNDUP: VW setzt auf Brasilien - Milliarden-Investitionen

WOLFSBURG/SãO PAULO (dpa-AFX) - Volkswagen setzt auf den Wachstumsmarkt
Brasilien. Der größte Autobauer Europas kündigte von 2010 bis 2014 Investitionen
in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro in dem größten südamerikanischen Land an.
Die Mittel sollen in den Ausbau der Fabriken sowie neue Produkte fließen, wie
das Unternehmen am Freitag mitteilte. Brasilien ist für den VW-Konzern nach
China und Deutschland der drittgrößte Absatzmarkt.

Mit den Milliarden-Investitionen hofft Volkswagen 2014 ein Absatzvolumen von
einer Million Autos in Brasilien zu erreichen, was bei einem prognostizierten
Gesamtabsatz von etwa vier Millionen Autos einem Marktanteil von 25 Prozent
entspräche. Volkswagen betreibt unter anderem Fabriken in São Bernardo do Campo,
Taubaté sowie im südlichen Bundesstaat Paraná und will in diesem Jahr um die
800 000 Fahrzeuge in Brasilien verkaufen.

Die an den brasilianischen Standorten investierten Mittel sind nach
Unternehmensangaben Teil des vor einer Woche angekündigten Investitionspakets
des Konzerns über insgesamt rund 25,8 Milliarden Euro. 'Mit diesen Investitionen
wird der Volkswagen Konzern seine führende Wettbewerbsposition in Brasilien
nachhaltig stärken', wird VW-Chef Martin Winterkorn in einer
Unternehmensmitteilung zitiert.

Der Automarkt in Brasilien ist nach deutlichen Einbrüchen Ende vergangenen
Jahres längst wieder auf Wachstumskurs. Ende November wurde für 2009 bereits das
gesamte Absatzergebnis vom Vorjahr 2008 eingestellt, als in Brasilien rund 2,82
Millionen Fahrzeuge verkauft wurden. Es wird damit gerechnet, das in diesem Jahr
die Rekordmarke von drei Millionen verkauften Fahrzeugen erreicht oder gar
überschritten wird.

An der Entwicklung will VW teilhaben: 'Brasilien ist einer unserer wichtigsten
Wachstumsmärkte weltweit. Wir erwarten dort für die nächsten Jahre deutliche
Nachfragesteigerungen, auf die wir unsere Produktionskapazitäten jetzt
konsequent ausrichten', sagte Winterkorn. VW konnte bereits im laufenden Jahr
deutlich vom boomenden Markt profitieren: In den ersten zehn Monaten wurden rund
529 000 Autos der Kernmarke Volkswagen Pkw ausgeliefert und damit knapp 16
Prozent mehr als im Vorjahr.

Die brasilianische Regierung hatte unter anderem die gestaffelte Steuer auf
Industrieprodukte deutlich gesenkt und damit dem Automarkt angekurbelt, der rund
ein Fünftel zur industriellen Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt. Brasilien
gehört in diesem Jahr inmitten der weltweiten Branchenkrise zu den
Wachstumsmärkten. Das Unternehmen Volkswagen do Brasil blickt in Brasilien auf
eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück und ist schon jetzt größter
Fahrzeughersteller des Landes./dct/gr/hr

Quelle: dpa-AFX

Aktien Wien Schluss: Im Plus - US-Börse stützt

News - 27.11.09 18:40

Aktien Wien Schluss: Im Plus - US-Börse stützt

WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag gestützt von
positiven Vorgaben aus den USA zugelegt. Der ATX stieg 18,33 Punkte oder 0,73
Prozent auf 2.527,17 Einheiten. Nach einer tiefroten Eröffnung an den
europäischen Aktienmärkten haben sich die Leitindizes kontinuierlich in die
Gewinnzone vorgearbeitet und sind letztlich mit deutlichen Kursaufschlägen ins
Wochenende gegangen. Die zurückgelegte Bandbreite des heimischen Leitindex
betrug mehr als 100 Einheiten.

Belastend wirkten die Sorgen um die Finanzkraft des einst boomenden Golfemirats
Dubai und die miserablen Vorgaben der asiatischen Aktienmärkte. Die nach einer
feiertagsbedingten Pause mit Spannung erwartete Eröffnung an der Wall Street
fiel am Nachmittag weniger negativ aus, als am Markt erwartet worden war. Zwar
notierte der Dow Jones deutlich im Minus, jedoch vollzog der Leitindex die
Vortagesverluste der Euro-Börsen nicht in derselben Größenordnung.

Unter den Einzeltiteln konnten mehrere Indexschwergewichte die Trendumkehr in
die Gewinnzone mitmachen. Telekom Austria gewannen 0,26 Prozent auf 11,67 Euro
und OMV gingen mit einem Plus von 1,24 Prozent bei 29,46 Euro aus dem Handel.
Der Mineralölkonzern will künftig nur noch durch Zukäufe wachsen, da die
mögliche Ausbeute der Öl- und Gasfelder stetig zurückgehe, sagte OMV-Chef
Wolfgang Ruttenstorfer.

Die Bankenwerte der Erste Group Bank schafften ebenfalls den Sprung in den
grünen Bereich. Sie gewannen 1,85 Prozent auf 28,11 Euro. Nachdem Raiffeisen im
Frühhandel auf bis 39,24 Euro abgerutscht waren, konnten sie im Verlauf die
Verluste eindämmen und gingen noch mit einem Minus von 2,12 Prozent bei 41,00
Euro aus dem Handel./sma/DP/zb

Quelle: dpa-AFX

Aktien Europa Schluss: Sehr schwach - Sorgen um Dubai belasten

News - 26.11.09 17:56

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Sehr schwach - Sorgen um Dubai belasten

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am
Donnerstag belastet von Sorgen um die Finanzkraft Dubais sehr schwach
geschlossen. Die Vorgänge hätten bewusst gemacht, dass der größte Teil der Rally
der Vergangenheit liquiditätsgetrieben gewesen sei, sagte Aktienstrategin
Georgina Taylor von Legal & General Investment Management. 'Es zeigt, wie
verwundbar der Markt immer noch bezüglich des Nachrichtenflusses ist.' Die
Angelegenheit sollte aber als länderspezifisches Thema gesehen werden. 'Es ist
nichts Systemisches.' Einige Anleger hätten die Gelegenheit zudem ergriffen, ihr
Engagement am Markt etwas zurückzufahren.

Der EuroStoxx 50 fiel um 3,36 Prozent auf 2.799,44 Zähler. Der Pariser
CAC-40-Index verlor 3,41 Prozent auf 3.679,23 Zähler. In London gab der FTSE
100 um 3,18 Prozent auf 5.194,13 Punkte nach.

Die Regierung von Dubai hatte die Gläubiger der Holding-Gesellschaft Dubai World
und ihrer Tochterfirma Nakheel um einen Aufschub für die Rückzahlung von
Krediten gebeten. Die Ratingagentur S&P kappte bereits die Kreditratings für
einige Unternehmen aus Dubai. Dies belastete die Stimmung für Finanzwerte
europaweit. So verloren etwa ING 7,31 Prozent auf 8,916 Euro und waren damit
einer der schwächsten Werte im EuroStoxx 50. In London belegten Barclays mit
einem Abschlag von 7,97 Prozent auf 291,100 Britische Pence den letzten Platz im
FTSE 100. Entsprechend sackte der Banken-Subindex um rund 4,92 Prozent ab. Auch
die Aktien der LSE gaben um deutliche 7,37 Prozent auf 754,50 Pence nach - die
Börse in Dubai hält am Londoner Marktbetreiber rund 22 Prozent.

Papiere von Telefonica verloren aber nur unterdurchschnittliche 1,82 Prozent
auf 19,165 Euro. Der spanische Telekomkonzern will einen Anteil von 21 Prozent
an Digital Plus, der Bezahlfernseh-Sparte der Media Group Prisa, für 470
Millionen Euro erwerben. Lediglich 240 Millionen Euro sollen davon bezahlt, die
restliche Summe mit Schulden von Prisa bei Telefonica verrechnet werden.

Aktien der britischen Wasserversorger Severn Trent Water und United Utilities
legten indes kräftig zu und bildeten zusammen mit Admiral Group eine Gruppe von
lediglich drei Indexmitgliedern, die Kurszuwächse aufweisen konnten. Für Severn
Trent ging es an der Spitze im FTSE 100 um 3,78 Prozent auf 1.045,00 Pence hoch,
Titel des Konkurrenten legten um 0,35 Prozent auf 493,50 Pence zu. Händler
verwiesen auf eine Entscheidung der Behörden, die Wasser-Abrechnungen für die
kommenden fünf Jahre einzufrieren und nicht wie teilweise gefordert die Gebühren
um vier Prozent zu senken. Für 2015 sei allerdings eine Senkung um
durchschnittlich drei Prozent geplant.

Minenwerte kamen derweil mit fallenden Metallpreisen unter Druck. Zudem hatte
Antofagasta Zahlen vorgelegt. Aktien des Kupferherstellers weiteten ihre frühen
Verluste etwas aus und fielen um 4,86 Prozent auf 890,505 Pence. Der Umsatz in
den ersten neun Monaten war um 39 Prozent zurückgegangen, der Gewinn vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen war sogar um 49 Prozent eingebrochen. Auch Xstrata
und Kazakhmys gaben deutlich nach./RX/he/wiz

Quelle: dpa-AFX

Aktien Europa Ausblick: Freundlicher Wochenstart erwartet

News - 23.11.09 08:33

Aktien Europa Ausblick: Freundlicher Wochenstart erwartet

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Börsen in Europa dürften am Montag freundlich in
die neue Woche starten. Der Future auf den EuroStoxx 50 deutete eine um knapp
ein Prozent höhere Eröffnung an. Finspreads erwartet den FTSE 100 in London mit
0,78 Prozent im Plus. Börsianer sehen vor allem die Erholung im späten Handel
der Wall Street als Impulsgeber, die den Dow Jones Industrial fast noch in die
Gewinnzone führte. Der Future auf den US-Leitindex gewann seit dem Börsenschluss
vom Freitag 0,78 Prozent. In Tokio blieb die Börse wegen eines Feiertags
geschlossen.

Im Lauf des Vormittags könnten die europäischen Einkaufsmanagerindizes einige
Impulse geben, bevor dann am Nachmittag Daten vom US-Immobilienmarkt für
Bewegung sorgen dürften. 'Allerdings ist eine generelle Vorsicht am Markt zu
spüren und Anleger wägen an solch ruhigen Tagen ab, ob Aktien überhaupt noch
viel weiter steigen können', sagte Analyst Ben Potter von IG Markets.

Werte aus der Automobil- und Zuliefererbranche könnten in Bewegung kommen. So
baut der weltgrößte Reifenhersteller Michelin die Produktionen in Brasilien,
China, Indien und Russland aus. In Resende in Brasilien solle 2013 ein neues
Werk anlaufen, sagte Konzernchef Michel Rollier der Pariser Finanzzeitung 'La
Tribune' (Samstag). 'Die Investition beläuft sich auf mehrere hundert Millionen
Dollar.' Unterdessen hält Fiat -Chef Sergio Marchionne Werkschließungen
in Italien für unabdingbar. Alle sechs Produktionsstätten im Land zu erhalten,
sei wegen der eingebrochenen Autoverkäufe 'nicht machbar und fernab jeder
industriellen Logik', sagte Marchionne am Freitagabend in Turin.

In London geht das Tauziehen um Cadbury weiter. Medienberichten zufolge plant
der US-Süßwarenriese Hershey mit einem Gegenangebot den US-Lebensmittelgiganten
Kraft Foods auszustechen. Demnach erwägt Hershey, sich den britischen
Marktführer sogar alleine einzuverleiben. Zuletzt war spekuliert worden, dass
Hershey mit dem italienische Ferrero-Konzern eine gemeinsame Offerte vorlegen
könnte. Nach Informationen des 'Wall Street Journals' und britischer Medien
treibt die Stiftung, die Hershey kontrolliert, eine 17 Milliarden Dollar (11,4
Milliarden Euro) schwere Gegenofferte für Cadbury voran. Nach Medienberichten
soll auch Nestle überlegen, in das Bieterrennen einzusteigen.

Auch Umstufungen könnten Einzelwerte bewegen. JPMorgan hat Aktien des
Einzelhändlers Sainsbury von 'Overweight' auf 'Neutral' abgestuft und das
Kursziel von 370 auf 350 Pence gesenkt. Die Analysten befürchten in nächster
Zeit einigen Umsatzdruck. Zudem führe Sainsbury den Konkurrenzkampf mittlerweile
aggressiver und weniger rational./dr/la

Quelle: dpa-AFX

SMA Solar setzen an Spitze Rekordkurs fort

News - 20.11.09 11:11

ROUNDUP/Aktien TecDAX: Fest - SMA Solar setzen an Spitze Rekordkurs fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der TecDax hat am Freitag ebenso wie die
Standardwerte-Indizes nach dem Rücksetzer von Vortag wieder an seinen
Aufwärtstrend anknüpfen können. Am späten Vormittag notierte das Börsenbarometer
für Technologiewerte 1,46 Prozent höher bei 771,75 Zählern. Nachrichten zu
einzelnen Unternehmen waren wie schon an den vergangenen Tagen Mangelware.

SMA Solar setzten ihren Rekordkurs fort und legten als Spitzenreiter um weitere
4,84 Prozent auf 84,65 Euro zu. 'Zwei Prognoseerhöhungen innerhalb von vier
Wochen sind Grund genug für diese Kursentwicklung', sagte ein Händler. Dazu
kämen eine Reihe positiver Analystenkommentare. Fundamental gebe es hingegen
keine neuen Nachrichten zu dem Solartechnikhersteller.

Für Qiagen ging es um nur unterdurchschnittliche 0,20 Prozent auf 14,93 Euro
hoch. Wie am Donnerstagabend nach Handelsschluss bekannt geworden war, hat sich
die Riesner Verwaltungs GmbH vom Qiagen-Mitgründer Detlev Riesner zwischen dem
16. und 19. November von Aktien des Biotechunternehmens im Wert von mehr als
drei Millionen Euro getrennt. 'Es ist nie ein gutes Zeichen, wenn ein
Unternehmens-Insider eine so große Menge Aktien verkauft', sagte ein Börsianer.
Allerdings sei der Kurseinfluss begrenzt./gl/rum

Quelle: dpa-AFX

Leichte Gewinne dank US-Vorgabe

News - 20.11.09 09:43

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Leichte Gewinne dank US-Vorgabe

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank einer freundlichen US-Vorgabe hat der deutsche
Aktienmarkt am Freitag nach dem Vortagsrücksetzer seinen Aufwärtstrend mit
leichten Gewinnen fortgesetzt. Der Dax stieg im frühen Handel um 0,56 Prozent
auf 5.734,23 Zähler. Beim MDax stand ein Plus von 1,02 Prozent auf 7.278,22
Zähler zu Buche und der TecDax rückte um 1,01 Prozent auf 768,36 Punkte vor.

Angesichts eines leeren Terminkalenders rechnen Börsianer mit einem anhaltend
ruhigen Handel, wobei insbesondere der Optionsverfall an der Terminbörse für
leichte Impulse sorgen könnte. In den USA schlossen die Börsen zwar mit
Verlusten, doch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial legte seit
dem Xetra-Schluss vom Vortag um 0,70 Prozent zu. In Tokio verabschiedete sich
die Aktienbörse uneinheitlich ins Wochenende.

Aktien der Deutschen Bank verloren als Dax-Schlusslicht 0,70 Prozent auf 50,070
Euro. Händler verwiesen auf Medienberichte als Belastungsfaktor, denen zufolge
die Ratingagentur Moody's wegen gewisser Schwächen des Kreditprofils der
führenden deutschen Bank eine Senkung ihres derzeitigen Langfristratings 'Aa1'
prüft. Auch die Bewertung 'B' für die Finanzstärke des Unternehmens steht
demnach zur Disposition. 'Das verheißt heute morgen nichts Gutes für die Aktie
und dürfte einmal mehr Spekulationen über eine Kapitalerhöhung
heraufbeschwören', mutmaßte ein Händler.

Papiere der Merck KGaA büßten knapp dahinter als einer den wenigen anderen
Verlierer 0,69 Prozent auf 63,60 Euro ein. Wie der Pharmakonzern bereits am
Vortag während des späten Xetra-Handels mitgeteilt hatte, gab es für das
Krebsmittel Erbitux einen erneuten Rückschlag. Die europäische
Arzneimittelbehörde EMEA (European Medicines Agency) habe sich gegen den Einsatz
des Medikaments bei einer bestimmten Form von Lungenkrebs ausgesprochen. Als
neuen Belastungsfaktor sehen die Händler die Reaktion der Citigroup, die die
Aktien von 'Buy' auf 'Hold' herunterstufte und das Kursziel von 75 auf 70 Euro
zurücknahm. Die Entscheidung der EMEA sei eine negative Überraschung, so Analyst
Mark Dainty.

Anteilsscheine der Deutschen Telekom legten hingegen um marktkonforme 0,58
Prozent auf 9,605 Euro zu. Händler verwiesen auf einen Bericht im 'Handelsblatt'
(HB), in dem es unter Berufung auf Konzernkreise heißt, das
Telekommunikationsunternehmen suche einen Partner für seine Sparte T-Mobile US,
um sich die hohen Ausgaben für den Ausbau seines Mobilfunknetzes in den USA zu
teilen. Geprüft werden demnach Netz-Kooperationen mit Billiganbietern wie Metro
PCS oder Clearwire, aber auch eine Kooperation mit Konkurrent AT&T oder
die Beteiligung eines Finanzinvestors. Ein Börsianer wollte dem Bericht
allerdings kaum Einfluss auf die Aktie zugestehen. 'Die Geschichte ist nicht
wirklich neu und eine Kooperation mit AT&T könnte zu kartellrechtliche Problemen
führen', so sein Fazit.

Im MDax gewannen Papiere des Bezahlsenders Sky Deutschland als Spitzenreiter
2,69 Prozent auf 2,67 Euro, was Händler als reine Kurserholung interpretierten.
James Murdoch, zuständiger Chef für die Europa- und Asiengeschäfte des
Großaktionärs News Corp., sagte in einem Interview, der Medienkonzern plane
derzeit nicht, seinen Anteil an Sky Deutschland zu erhöhen. Damit würden frühere
Aussagen letztendlich nur bestätigt, sagte ein Börsianer.

Bei den Technologiewerten konnten Qiagen-Aktien um unterdurchschnittliche 0,13
Prozent auf 14,92 Euro zulegen. Wie am Donnerstagabend nach Handelsschluss
bekannt geworden war, hat sich die Riesner Verwaltungs GmbH von
Qiagen-Mitgründer Detlev Riesner zwischen dem 16. und 19. November von Aktien
des Biotechunternehmens im Wert von mehr als drei Millionen Euro getrennt. 'Es
ist nie ein gutes Zeichen, wenn ein Unternehmens-Insider eine so große Menge
Aktien verkauft', sagte ein Börsianer. Allerdings sei der Kurseinfluss
begrenzt./gl/rum

Quelle: dpa-AFX

Renten und Devisen: Aufwind für den Dollar

News - 17.11.09 20:06
Renten und Devisen: Aufwind für den Dollar

Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet haben dem Dollar Auftrieb gegeben. Der Greenback konnte gegenüber allen Währungen der zehn wichtigsten Industrienationen deutlich zulegen.Der Euro gab zum Dollar knapp 1 Prozent nach. Ein Euro kostete gegen 19 Uhr 1,4841 $ nach 1,4970 $ am Vortag. Auslöser der Dollar-Käufe war die Warnung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vom Montag, die Fed beobachte die Wechselkurse genau. Die Äußerung fiel am Markt umso stärker auf, da die Währungspolitik in den USA normalerweise in die Zuständigkeit des Finanzministeriums fällt.Beobachter werten dies als Zeichen, dass der internationale Druck auf die Vereinigten Staaten wächst. EZB-Präsident Trichet betonte am Dienstag, dass die "Stärke des Dollar in einem System flexibler Währungen nicht nur im Interesse der USA, sondern der gesamten internationalen Gemeinschaft ist". Bemerkenswert ist insbesondere die zeitliche Nähe zwischen den Aussagen der beiden Notenbankchefs, die sich nur selten explizit zu Wechselkursen äußern.International ist zuletzt die Furcht vor einer regelrechten Krise des schwächelnden Dollar gewachsen. Das hätte wohl nicht nur enorme negative Folgen für die US-Wirtschaft, sondern auch für die Weltwirtschaft insgesamt.Am Rentenmarkt konnten vor allem britische Gilts zulegen. Die Rendite, die sich entgegengesetzt zu den Kursen verhält, fiel um 8 Basispunkte auf 3,662 Prozent.

Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

BWT Aktiengesellschaft

News - 17.11.09 08:03

EANS Adhoc: BWT Aktiengesellschaft (deutsch)
EANS-Adhoc: BWT Aktiengesellschaft / Vorstand beschließt Wiederaufnahme desAktienrückkaufsVeröffentlichung gemäß §§ 4 (2), 5 und 6 der Veröffentlichungsverordnung 2002--------------------------------------------------------------------------------Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einereuropaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich.--------------------------------------------------------------------------------17.11.2009In der Hauptversammlung vom 20. Mai 2008 wurde eine Aktienrückkaufsermächtigungbeschlossen. Der Vorstand der BWT Aktiengesellschaft beschließt, von dieserErmächtigung erneut Gebrauch zu machen.Angaben zum Aktienrückkaufprogramm1. Tag des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung gemäß § 65 Abs. Z 8AktG ist der 20. Mai 2008.2. Der Hauptversammlungsbeschluss wurde am 20. Mai 2008 veröffentlicht und am 7.Juli 2008 ins Firmenbuch eingetragen.3. Das Rückkaufprogramm endet voraussichtlich am 25. Mai 2010.4. Das Rückkaufprogramm bezieht sich auf Stammaktien der BWT AG.5. Es wird beabsichtigt, bis zu einem Bestand von 1.395.931 Stück Aktien, dassind bis zu rund 7,8% des derzeitigen Grundkapitals der BWT AG, zurück zukaufen.6. Der niedrigste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt EUR 1 (einenEuro) und der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert beträgt EUR 99(neunundneunzig Euro) pro Aktie.7. Der Rückkauf erfolgt über die Börse oder bzw. und außerbörslich. DerHauptzweck ist die Rückführung von Kapital an die Aktionäre bei gleichzeitigerVerbesserung der Kapitalstruktur. Die Ermächtigung der Hauptversammlungerstreckt sich auf die Verwendung der rückerworbenen Aktien (i) alsAkquisitionswährung, (ii) zur jederzeitigen Veräußerung eigener Aktien über dieBörse oder durch ein öffentliches Angebot oder auch unter Ausschluss derallgemeinen Kaufmöglichkeit und außerbörslich.8. Allfällige Auswirkungen des Rückerwerbsprogramms auf die Börsenzulassung derAktien der Emittentin: keine.Die Veröffentlichung von Änderungen und der durchgeführten Transaktionen erfolgtausschließlich über die Homepage der BWT AG, www.bwt-group.com.Rückfragehinweis:BWT AktiengesellschaftMag. Ralf Burchertralf.burchert@bwt.atTel.: 06232/5011-1113Ende der Mitteilung euro adhoc--------------------------------------------------------------------------------Emittent: BWT AktiengesellschaftWalter-Simmer-Str. 4A-5310 MondseeTelefon: 06232/5011-0FAX: 06232/4058Email: office@bwt.atWWW: www.bwt-group.comBranche: WasserISIN: AT0000737705 Indizes: ATX PrimeBörsen: Amtlicher Handel: WienSprache: Deutsch

Quelle: dpa-AFX

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: US-Konjunkturdaten beflügeln Dax

News - 16.11.09 18:02
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: US-Konjunkturdaten beflügeln Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angetrieben von positiven US-Konjunkturdaten hat der Dax am Montag deutlich hinzugewonnen. Der Index schloss am ersten Handelstag derneuen Woche mit einem Plus von 2,07 Prozent auf 5.804,82 Zähler. Der MDax legteum 1,76 Prozent auf 7.439,81 Zähler zu. Auch der TecDax verbuchte mit plus 2,69Prozent auf 781,92 Zähler einen kräftigen Zuwachs.'Der Vormittag war zunächst noch geprägt von Langeweile, bis dann am Nachmittagim Zuge der positiven Eröffnung in den USA auch bei uns die Indizes quer Beetangezogen haben', sagte Fidel Helmer, Leiter des Wertpapierhandelsgeschäfts beiHauck & Aufhäuser. Hauptgründe seien die klar besser als erwartet ausgefallenenUS-Einzelhandelsumsätze für den Oktober, die als ganz wichtigerKonjunkturindikator für die USA gelten. 'Mit dem Dax bei rund 5.800 Punkten zumHandelsschluss sind wir nun auch gar nicht mehr so weit von dem Jahreshoch von5.888 Zählern entfernt', fügte Helmer hinzu.Daimler-Titel zählten mit plus 4,40 Prozent auf 35,81 Euro zu denDax-Favoriten. Händler verwiesen auf die Möglichkeit weiterer Anteilskäufe durchden arabischen Staatsfonds Aabar. Der Vorstand der Investmentfirma Aabar KhademAl Qubaisi hatte in einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur Bloombergvon Plänen einer Anteilserhöhung auf 15 Prozent gesprochen. Der Staatsfonds ausAbu Dhabi war im März mit 9,1 Prozent bei Daimler eingestiegen und hatte 20,27Euro pro Aktie bezahlt.Aktien von ThyssenKrupp profitierten laut Händlern von Hochstufungen durch dieAnalysten von JPMorgan und Societe Generale. Hinzu komme die positive Vorgabefür Rohstoffwerte im Allgemeinen, die in Asien wegen steigender Metallpreise zuden Favoriten gezählt hätten. Zudem helle der Verkauf der auf den Gerüstbauspezialisierten US-Tochter Safway an den US-Finanzinvestor Odyssey InvestmentPartners die Stimmung auf, auch wenn der Kurseinfluss hier gering sei. Die Aktieverteuerte sich um 4,45 Prozent auf 24,90 Euro.Titel von K+S landeten hingegen nach negativen Studien am Dax-Ende mit einemAbschlag von 1,01 Prozent auf 38,41 Euro. So hatte Goldman Sachs die Einstufungfür die Papiere des Salzproduzenten wieder aufgenommen und sie auf die'Conviction Sell List' gesetzt. An der schwierigen Marktlage für denKalidünger-Produzenten dürfte sich auch 2010 und 2011 nichts ändern, schriebAnalyst Andrew Byrne. Zudem sprachen Händler von Gerüchten um eineKapitalerhöhung. Ein K+S-Sprecher wollte sich dazu aber nicht äußern.Im MDax gewannen EADS-Titel nach Zahlen 4,53 Prozent auf 13,85 Euro. DerLuftfahrt- und Rüstungskonzern stürzte zwar im dritten Quartal in die rotenZahlen und scheute eine konkrete Gewinnprognose. Indes erhielt dieFlugzeug-Tochter Airbus aber einen Auftrag über zehn Flugzeuge aus dem Jemen.Aus dem SDax berichtete GfK über die jüngste Geschäftsentwicklung. DasMarktforschungsunternehmen sprach von einer weiteren, kontinuierlichenErgebnisverbesserung in einem nach wie vor schwierigen Umfeld. DieAnteilsscheine sprangen um 5,73 Prozent auf 24,00 Euro nach oben.Bei Fraport-Aktien sorgten ein Analystenkommentar sowie eine Einigung mit denGewerkschaften auf einen neuen Tarifvertrag für Kursgewinne von 3,39 Prozent auf34,45 Euro. Die Citigroup hatte die Titel des Flughafen-Betreibers nachQuartalszahlen von 'Hold' auf 'Buy' hochgestuft und das Kursziel von 30 auf 42Euro erhöht. Im TecDax profitierten Papiere von SMA Solar mit plus 7,73 Prozentauf 78,00 Euro von positiven Studien. Die jüngsten Quartalszahlen zeigten, wiesehr der Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen von steigendenAbsatzvolumina profitiere, schrieb Analyst Patrick Hummel von derUBS./ajx/la/das--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

Quelle: dpa-AFX

Staatsschulden: Angst vor japanischer Bondblase

News - 14.11.09 09:00

Staatsschulden: Angst vor japanischer Bondblase

Seit mehr als zehn jahren steckt Japan in der Deflation - und stöhnt zugleich unter einer gewaltigen Schuldenlast. An den Märkten geht deshalb die Angst vor Anleiheverkäufen um - geschürt durch einen legendären Kritiker der zusammengebrochenen Lehman Brothers.


David Einhorn hat ein neues Ziel ausgemacht: Der Hedge-Fonds-Manager, der 2008 gegen die Investmentbank Lehman Brothers wettete und Recht behielt, richtet seine Angriffskraft jetzt gegen Japan. "Das Land hat den kritischen Punkt überschritten und wird nicht mehr umkehren können", sagt Einhorn. Seine These: Es droht eine Schuldenkrise und ein Platzen der Bondblase - das heißt wesentlich höhere Renditen.


Einhorns Warnung sorgte für Aufruhr an den Märkten. Er ist vor allem an Optionen auf Zinsswaps abzulesen. Solche Finanzinstrumente werden im Fachjargon "Swaptions" genannt. Die Schwankungen in dem zehnjährigen Papier kletterten von 3,6 auf 4,5 Prozent. Auch fünfjährige Kreditderivate, mit denen sich Gläubiger gegen den Ausfall Japans absichern können, verteuerten sich: Der CDS-Aufschlag kletterte seit Anfang August um 91 Prozent.




Selbst zehnjährige japanische Staatsanleihen gerieten unter Verkaufsdruck. In den vergangenen fünf Wochen stieg die Rendite. Am 10. November erreichte sie 1,485 Prozent - das ist der höchste Stand seit Juni. In den vergangenen Tagen entspannte sich die Situation allerdings leicht. Kurse und Renditen von Staatsanleihen bewegen sich gegenläufig.


Japan ächzt unter Schulden. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ein Anstieg der Anleihenrenditen führt vor dem Hintergrund eines solch großen Volumens schnell zu deutlich höheren Zinsaufwendungen. Momentan wendet das Land nach Berechnungen von Barclays Capital jährlich 25 Prozent der Staatseinnahmen für Schuldenzahlungen auf.






Skeptiker halten es für möglich, dass Japan zu einem Menetekel für andere Länder werden könnte. Zahlreiche Staaten - darunter auch die USA - stützen die Konjunktur und setzten Bankenrettungspakete auf. Das erhöht die Staatsschulden.


Laut Dylan Grice, Stratege bei Société Générale, könnte eine Schuldenkrise in Japan weltweit den Bondmarkt in Turbulenzen stürzen: "Japan könnte der Auslöser sein. Die heimischen Sparer waren immer die größten Anleihenkäufer. Jetzt sinkt die Sparquote. Heißt das nicht, dass es bald keine Bondkäufer mehr gibt?", fragte Grice in einem Researchbericht. "Das könnte einen regelrechten Dominoeffekt nach sich ziehen."


Der Regierungswechsel in Tokio erschwert aus Sicht der Investoren die Situation. Die Demokratische Partei DPJ will die Bürokratie grundsätzlich umbauen. Bis jetzt hat sie keine klaren Ziele zur Haushaltskonsolidierung genannt. "Ein Problem besteht darin, dass es keine expliziten Aussagen der Regierung bezüglich mittel- und langfristiger Haushaltsziele gibt. Das stärkt nicht gerade das Vertrauen am Markt", sagte Stefan Liiceanu, Anleihenstratege bei Barclays Capital. "Es gibt derzeit zu viel Angebot an Staatsanleihen. Außerdem ist der Bestand an Verbindlichkeiten wesentlich größer als früher."


Für steigende Bondrenditen könnte kurz- und mittelfristig auch ein Anziehen der Wirtschaft sorgen. Volkswirte gehen davon aus, dass das japanische BIP im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 2,9 Prozent wuchs. Die Kennziffer für die Wirtschaftsentwicklung wird am kommenden Montag veröffentlicht. "Wenn man zyklisch denkt, dann gibt es momentan keinen Grund, groß in Anleihen zu investieren", sagte Masashi Shimominami, Marktanalyst bei Mizuho Securities.





Immerhin mehren sich innerhalb der DPJ Stimmen, die auf die Probleme eingehen. Finanzminister Hiroshisa Fuji warnte diese Woche vor steigenden Anleiherenditen und einer daraus resultierenden größeren Zinslasten. Fuji kündigte auch an, das Volumen an Neuemissionen auf dem aktuellen Niveau von 44.000 Mrd. Yen zu halten.


Erleichternd kommt hinzu, dass die Nachfrage nach japanischen Bonds trotz der zahlreichen kritischen Stimmen nach wie vor groß ist - vor allem aus dem Land selbst. "Die Unternehmen in Japan halten sich mit Kapitalinvestitionen zurück und fragen weniger Kredite nach. Deshalb investieren die Banken stark in Staatsanleihen", sagte Akitoshi Masuda, Portfoliomanager beim Bondinvestor Diam.




Dollar-Schwäche erhöht Japan-Risiko

Tim Backshall, Stratege bei Creditresearch, führt zudem andere Faktoren als die Angst vor eine Schuldenkrise an - zumindest was den Anstieg der Absicherungskosten über Kreditderivate betrifft. Er verweist stattdessen auf die Dollar-Schwäche: "Für mich spiegelt der gewaltige Anstieg beim Risiko Japans vor allem die Schwäche des Greenbacks wider."


Wer Absicherung gegen einen Ausfall Japans kaufe, tue das in Dollar. Wertet der Greenback ab, dann verliert die Absicherung an Wert - und mehr Derivate müssen gekauft werden. "Kurzfristig hat sich an der Schuldenstatistik Japans ja nichts geändert. Deshalb sehe ich eher den Währungsaspekt am Werk." Der Dollar notiert momentan bei knapp 90 Yen - elf Prozent tiefer als Anfang April.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

WOCHENAUSBLICK: Erholung am Aktienmarkt steht auf tönernen Füßen

News - 15.11.09 10:05

WOCHENAUSBLICK: Erholung am Aktienmarkt steht auf tönernen Füßen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung am deutschen Aktienmarkt steht nach dem
deutlichen Kursplus in der vergangenen Woche Experten zufolge auf tönernen
Füßen. 'Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Aktienmärkte nach der starken
Kursentwicklung seit März anfällig für Rückschläge sind', heißt es in einer
Studie der DZ Bank. Und auch die Experten der Landesbank Berlin gehen davon aus,
dass sich der 'Zick-Zack-Kurs und damit die laufende Konsolidierung' fortsetzen
wird. Mit dem Auslaufen der Berichtsaison in Deutschland und Europa dürften in
der kommenden Woche vor allem die US-Märkte und Konjunkturdaten aus den
Vereinigten Staaten die Richtung vorgeben.

Dabei erhoffen sich Börsianer vor allem Aussagen darüber, ob sich der jüngste
konjunkturelle Erholungstrend fortsetzen kann. 'Mit dem Empire State Index
(Montag) und dem Philadelphia Fed Index (Donnerstag) werden erste
Frühindikatoren für November veröffentlicht. Beide Indizes sollten einen Anstieg
verzeichnen und damit belegen, dass die Wachstumsdynamik auch im Schlussquartal
dieses Jahres erfreulich hoch bleiben wird', schrieb Helaba-Expertin Claudia
Windt in einer Studie. Sollten die Daten dies zeigen, könnten die US-Börsen wie
schon in der vergangenen Woche wieder das Zugpferd für die europäischen Märkte
sein.

GRÖSSERER RÜCKSCHLAG KÖNNTE NOCH AUSSTEHEN

Anders als der Dax und der EuroStoxx 50 erklomm der Dow Jones zuletzt ein
neues Jahreshoch - allerdings war der Dow Jones in seiner Erholung seit den
Tiefständen von Anfang des Jahres den Märkten in Deutschland und Europa
hinterhergehinkt. Mit der zuletzt wieder stärkeren Entwicklung hatte der
amerikanische Markt diese Lücke lediglich weitestgehend geschlossen. Seit ihren
Tiefständen von Anfang März konnten sowohl der Dax als auch der Dow Jones
jeweils um rund 58 Prozent zulegen. Beim EuroStoxx 50 steht ein Plus von 63
Prozent auf dem Kurszettel.

Die LBB-Analysten gehen deshalb davon aus, dass ein größerer Rückschlag noch
aussteht. 'Die hohe Bewertung, die Unsicherheit über die Nachhaltigkeit der
laufenden konjunkturellen Erholung sowie der zeitweise über 1,50 Dollar
gestiegene Euro dürften für Skepsis sorgen', schrieben die Experten der Bank.
'Die Umsätze der letzten Wochen deuten zudem darauf hin, dass Anleger verstärkt
bereit sind, Gewinne - insbesondere vor dem Hintergrund des näher rückenden
Jahresendes - mitzunehmen.' Schwächephasen könnten Anleger aber unverändert zum
Positionsaufbau nutzen.

NUR NOCH WENIGE BILANZEN

Nach der Flut an Unternehmenszahlen in den vergangenen Handelstagen wird es in
der kommenden Woche an dieser Front ruhiger werden. An den Aktienmärkten in
Paris und Frankfurt stehen am Montag die Papiere des europäischen Luftfahrt- und
Rüstungskonzerns EADS im Fokus, die an beiden Handelsplätzen rege gehandelt
werden. In Deutschland legt am Donnerstag der jüngst wieder in den Dax
aufgestiegene Halbleiterkonzern Infineon seine Zahlen für das abgelaufene
Geschäftsjahr vor.

Zudem steht am Donnerstag die außerordentliche Hauptversammlung der Deutschen
Telekom an - dabei geht es um die Zusammenlegung des Fest- und
Mobilfunkgeschäfts in Deutschland. Aus dem TecDax legen an dem Tag Solon und
Wirecard ihre Zahlen für das vergangene Quartal vor. Außerdem werden in der
Woche Ergebnisse der im SDax notierten Werte Air Berlin (Donnerstag) und GfK
(Montag) erwartet./zb/dr/he

--- Von Bernd Zeberl, dpa-AFX ---

Quelle: dpa-AFX

News - 12.11.09 18:51

ROUNDUP 2: Milliardenverlust für Porsche wegen gescheiterter VW-Übernahme

STUTTGART (dpa-AFX) - Porsche muss wegen der gescheiterten Übernahme von VW
einen Milliardenverlust verkraften. Die Dachgesellschaft Porsche Automobil
Holding SE fuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (31. Juli) einen
Vorsteuerverlust von 4,4 Milliarden Euro ein. Das teilte das Unternehmen am
Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Bereits Ende Juli hatte der
Sportwagenbauer angekündigt, mit einem Minus von bis zu fünf Milliarden Euro zu
rechnen.

Grund dafür sind die hohen Belastungen wegen der Entwicklungen rund um die
missglückte Übernahme von VW. Ausschlaggebend war vor allem, dass Porsche seine
Optionen auf VW-Aktien abgewertet hatte, um diese besser verkaufen zu können.
Die Stuttgarter hat sich bei der geplanten Übernahme von VW massiv verhoben.
Neben einem Anteil von gut 50 Prozent an VW hielt der Sportwagenbauer Optionen
auf weitere rund 20 Prozent an dem Wolfsburger Konzern. Ein Großteil davon wurde
mittlerweile an das Emirat Katar verkauft.

KLEINE DIVIDENDE

An ihre Aktionäre wollen die Schwaben trotz des Verlusts eine kleine Dividende
zahlen. Möglich wird das, weil Porsche eine Milliarde Euro aus seinen Rücklagen
nimmt und so nach Handelsgesetzbuch einen Bilanzgewinn von 8,2 Millionen Euro
ausweist. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, diese Summe komplett an die
Aktionäre auszuschütten. Dies würde einer Dividende je Vorzugsaktie von 0,05
Euro und von 0,044 Euro je Stammaktie bedeuten. Dem muss die Hauptversammlung
Ende Januar noch zustimmen.

Der Absatz des erfolgsverwöhnten Unternehmens ging vorläufigen Zahlen zufolge im
Geschäftsjahr 2008/09 um 24 Prozent auf 75 200 Sport- und Geländewagen zurück.
Der Umsatz schmolz um 12 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis will
Porsche bei der Bilanzvorlage am 25. November in Stuttgart veröffentlichen. Im
Jahr zuvor hatte Porsche auch dank der VW-Beteiligung noch einen Gewinn vor
Steuern von 8,6 Milliarden und einen Überschuss von 6,4 Milliarden Euro erzielt.
Das Unternehmen hatte je Stammaktie 2,69 Euro und je Vorzugsaktie 2,70 Euro
ausgeschüttet. Darin enthalten war eine Sonderdividende von 2,00 Euro.

NEUES DARLEHEN

Trotz der roten Zahlen kann der hoch verschuldete Sportwagenbauer ein wenig
durchatmen: Die Banken erklärten sich nach Informationen aus dem Umfeld des
Unternehmens bereit, ein neues Darlehen über 8,5 Milliarden Euro zu gewähren.
Porsche hatte bei der geplatzten VW-Übernahme mehr als zehn Milliarden Euro
Schulden angehäuft. Bis Ende 2009 will nun VW knapp 50 Prozent an Porsche
übernehmen und dafür 3,9 Milliarden Euro zahlen. Mit diesem Geld und dem neuen
Darlehen soll Porsche finanziell wieder auf sicheren Boden gestellt werden. Der
Kredit soll einen teureren Kredit über 10,8 Milliarden Euro ablösen. Ein Drittel
dieses Darlehens wäre bereits im März 2010 ausgelaufen.

Bis 2011 wird die Sportwagenschmiede in mehreren Schritten als zehnte Marke in
den VW-Konzern eingegliedert. Auf den groben Fahrplan für die Übernahme hatten
sich die beiden Unternehmen bereits Mitte August geeinigt. Die Gespräche über
die Einzelheiten ziehen sich jedoch länger hin als ursprünglich
angenommen./sba/DP/edh

Quelle: dpa-AFX

News - 12.11.09 09:30
ROUNDUP: Conergy reduziert Verlust deutlich - Umsatz aber rückläufig

HAMBURG (dpa-AFX) - Das Geschäft des Hamburger Solarunternehmens Conergy hat imdritten Jahresviertel weiter am Boden gelegen. Der Umsatz lag mit 140,2Millionen Euro rund 40 Prozent unter dem Vorjahreswert und auch gut 20 MillionenEuro niedriger als im Vorquartal, wie die im TecDax notierte Gesellschaft amDonnerstag mitteilte. Das Geschäft sei vom anhaltenden Preisdruck fürSolarmodule und der weiter schwierigen Finanzierung von Großprojekten belastetworden. Trotzdem konnte das Unternehmen seinen Nettoverlust mit 20 MillionenEuro deutlich reduzieren. Vor einem Jahr hatte Conergy durch den Konzernumbaueinen Fehlbetrag von 77,5 Millionen Euro ausgewiesen.Die Hamburger bekräftigten ihr Ziel, im kommenden Jahr operativ wieder einenGewinn zu erzielen. Das Sparprogramm werde die Kosten deutlich senken, sagteUnternehmenschef Dieter Ammer. 'Das wird uns helfen, unser wichtigstes Ziel zuerreichen: den Durchbruch zu einem positiven, operativen Ergebnis im Laufe desJahres 2010.' Die Aktien stiegen zum Handelsauftakt um 1,27 Prozent auf 0,80Euro.NACHFRAGE ZÖGERLICH ERHOLTIm dritten Quartal verschlechterte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern(EBIT) mit einem Fehlbetrag von 14,9 Millionen Euro wegen des hohen Preisdrucksallerdings noch einmal um fast 9 Prozent. 'Die Nachfrage hat sich im drittenQuartal - wenn auch zögerlicher als von vielen erwartet - weiter belebt', sagteAmmer. Von dieser Belebung profitiere das Werk in Frankfurt (Oder), wo seit EndeOktober die Modulproduktion nahezu unter Volllast laufe.Conergy kämpft seit der Beinahe-Pleite vor zwei Jahren ums Überleben. Derfrühere Tchibo-Chef und Conergy-Mitbegründer Ammer übernahm damals dieGeschäftsführung und versucht, das Ruder herumzureißen. Er trennte sich vonzahlreichen Geschäftsfeldern und konzentrierte Conergy auf das Solargeschäft.Allerdings hat das Unternehmen trotzdem weiter in jedem Quartal rote Zahlengeschrieben. Für dieses Jahr hat der Vorstand einen Gewinn längstausgeschlossen.ZUKUNFT ENTSCHEIDET SICH VOR GERICHTDie Zukunft von Conergy entscheidet sich aber auch abseits des operativenGeschäfts. Vor einem Gericht in New York klagen die Hamburger seit April aufAuflösung des langfristigen Vertrages mit dem Siliziumwafer-Zulieferer MEMC undmachen dafür angeblich wettbewerbswidrige Klauseln geltend. Zugleich stellteConergy die vereinbarten Zahlungen an MEMC ein und bezieht seitdem den Rohstofffür seine Fabrik in Frankfurt (Oder) auf dem freien Markt. Dort sind die Preisefür Silizium in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Das verschafftConergy einen Kostenvorteil. Eine Gegenklage von MEMC wies das Gerichtinzwischen zurück, was Beobachter als Hoffnungszeichen für Conergy werteten.Derzeit läuft ein gerichtlich moderiertes Schiedsverfahren./nl/das/tw

Quelle: dpa-AFX
News - 12.11.09 09:36
INFINEON - Das ist jetzt entscheidend

Infineon Technologies AG -Kürzel: IFX -WKN: 623100 -ISIN: DE0006231004Infineon - WKN: 623100 - ISIN: DE0006231004Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 3,38 EuroRückblick: Nach den jüngsten Verkäufen ausgehend vom Hoch bei 4,08 Euro konsolidierte die Infineon Aktie oberhalb der exp. GDL 200. Diese Durchschnittslinie erwies sich als kurzfristige Unterstützung, an der die Kurse nach oben hin abprallten. Aber mit aktuellen Notierungen um 3,40 Euro erreicht die Aktie schon den nächsten Widerstandsbereich in Form der exp. GDL 50, die durch eine horizontalen Widerstandslinie verstärkt wird.Dies ist insofern weiter kritisch zu werten, als dass sich im Chart von Infineon gleich mehrere mittelfristige Verkaufssignale zeigen. So bildete sich am Widerstand bei 4,08 Euro ein Doppelhoch aus. Mit dessen Vollendung unterhalb von 3,45 Euro wurde dann gleich auch noch der seit Sommer laufende Aufwärtstrend nach unten durchbrochen und so ein weiteres Verkaufssignal generiert. Die aktuelle Erholung ließe sich vor diesem Hintergrund als Pullback und damit bärisch werten.Charttechnischer Ausblick: Die Aktien von Infineon laufen aktuell in eine entscheidende Phase hinein, denn gelingt es nicht, nachhaltig über 3,55 Euro anzusteigen, droht eine neue Verkaufswelle bis auf 2,75 Euro. Darunter muss dann sogar mit Kursverlusten bis auf 2,00 Euro gerechnet werden.Setzen sich die Käufer hingegen durch und der Ausbruch nach oben gelingt, wäre nochmals mit einem Versuch der Bullen zu rechnen, die Kurse weiter in Richtung 3,70 – 4,08 Euro zu treiben.Kursverlauf vom 25.05.2009 bis 11.11.2009 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

Börse Go AG 2009 - http://www.boerse-go.de/, Autor: Rene Berteit, Technischer Analyst)

Quelle: BOERSEGO
News - 11.11.09 20:49

Devisen: Leichte Verluste - Technische Gegenreaktion belastet den Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch etwas nachgegeben und sich von
der Marke von 1,50 US-Dollar entfernt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung
1,4973 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs vor
Öffnung der US-Börsen noch auf 1,5037 (Dienstag: 1,4966) Dollar festgesetzt. Der
Dollar kostete damit 0,6650 (0,6682) Euro. Händler sprachen von einer
technischen Gegenreaktion als Belastung, nachdem der Verkaufsdruck auf den
Greenback nicht groß genug gewesen sei, um wichtige Widerstände zu reißen.

Der Dollar habe es nicht geschafft, das Jahrestief von Ende Oktober zu
unterbieten, kommentierte Joseph Trevisani, Marktanalyst bei FX Solutions. Um
unter diese Schwelle zu fallen, sei ein stärkerer Impuls von Nöten als
Äußerungen der US-Zentralbank, die darauf schließen ließen, dass die Leitzinsen
weiter niedrig bleiben dürften./FX/la/he

Quelle: dpa-AFX

News - 11.11.09 20:28

Rhön-Klinikum will Mehrheit an Medigreif übernehmen - Fünf Einrichtungen

BAD NEUSTADT A.D. SAALE (dpa-AFX) - Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum will sich
mit 94 Prozent an der Medigreif-Betriebsgesellschaft für Krankenhäuser und
integrative Gesundheitszentren mbH beteiligen. Der Kauf erfolge zum 1. Januar
2010 und unterliege noch der kartellrechtlichen Prüfung, teilte Rhön am Mittwoch
in Bad Neustadt a.d. Saale mit. Medigreif betreibt den Angaben zufolge fünf
akutstationäre Einrichtungen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Insgesamt verfüge die Betriebsgesellschaft über 842 Betten und beschäftige rund
830 Mitarbeiter./he/la

Quelle: dpa-AFX

News - 11.11.09 19:20

ROUNDUP: GM beziffert Finanzbedarf bei Opel auf 3,3 Milliarden Euro

BERLIN/KAISERSLAUTERN (dpa-AFX) - Der US-Konzern General Motors (GM) hat den
Finanzierungsbedarf für die Sanierung von Opel auf 3,3 Milliarden Euro
beziffert. Das teilte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am
Mittwochabend nach einem Gespräch mit dem neuen Europa-Chef Nick Reilly und
GM-Vize John Smith in Berlin mit. Er erwarte, dass GM die Finanzierung
grundsätzlich selbst aufbringt.

GM wolle 'zeitnah' ein neues Restrukturierungskonzept für Opel vorlegen, sagte
Brüderle weiter. Nach seinen Angaben haben sich die GM-Spitzenmanager für die
'schweren Kommunikationsfehler' nach dem geplatzten Verkauf von Opel an Magna
und russische Investoren entschuldigt. Er habe auf die besondere Verantwortung
von GM für Opel hingewiesen, so Brüderle.

GM WILL WOGEN GLÄTTEN

GM versucht nach der überraschenden Kehrtwende im Opel-Poker, die Wogen zu
glätten und die Verstimmung in der Bundesregierung und bei den Opel-Mitarbeitern
zu beheben. Der US-Autobauer will seine deutsche Tochter Opel selbst sanieren
und dafür bei den Regierungen der Länder mit Opel-Standorten um Unterstützung
werben. Der Konzern will womöglich noch vor Jahresende auch mit der Abzahlung
seiner Schulden an die US-Regierung beginnen.

GM hat laut Brüderle erneut darauf verwiesen, dass sich in den vergangenen
Monaten die Situation verändert habe. Die GM sehe nun größere finanzielle
Spielräume und habe sich für den Verbleib von Opel unter dem GM-Dach
entschieden. Zuvor hatte Brüderle dem GM-Management vorgeworfen, Entscheidungen
zu lange verzögert zu haben. Dabei sei viel Geld verbrannt worden: 'Der Ball
liegt jetzt bei General Motors und nicht in Berlin.' EU-Wettbewerbskommissarin
Neelie Kroes sagte in Brüssel, GM wolle den neuen Plan in Kürze vorstellen.

DETAILS ERST IN EINIGEN WOCHEN

Details über die von GM geplanten Stellenstreichungen in Deutschland sollen erst
in einigen Wochen vorliegen, wie GM-Chef Fritz Henderson am Dienstag erklärte:
'Zuerst müssen wir uns mit den Betriebsräten auf einen Restrukturierungsplan
einigen.' Der Autobauer will 10.000 der 50.000 Stellen in Europa streichen und
die Fixkosten um 30 Prozent senken. Opel hat auch ein Werk in Kaiserslautern.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte
rasch eine Zukunftsperspektive für Opel. 'Es wäre ein gutes Zeichen, wenn es bis
Weihnachten eine Lösung gäbe', sagte er und machte sein Misstrauen gegenüber GM
deutlich: 'Ich will das aber schriftlich haben.' Henderson zog unterdessen die
Drohung zurück, Opel in die Insolvenz zu schicken, wenn die Beschäftigten nicht
zu Zugeständnissen bereit sind. 'Eine Insolvenz ist nicht notwendig und auch
nicht wahrscheinlich.' Die europäischen Opel-Händler sagten GM ihre
Unterstützung bei der Opel-Sanierung zu. Geld wollen sie nach dem geplatzten
Verkauf an Magna aber nicht mehr bereitstellen.

OPEL INTERNATIONALISIEREN

Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel sagte der dpa, er halte den
Verkauf von Opel-Modellen in Russland, Asien und sogar den USA für möglich. Dass
Henderson Opel als starke Regionalmarke ansehe, bezeichnete er als positiv.
Damit bleibe Opel in Europa bestehen. 'Wir kennen Planspiele, Opel in Europa
durch Chevrolet zu ersetzen.' Opel sei in Russland beliebt und könne auch im
asiatischen Markt punkten. Da GM in den USA keine kleinen Autos wie den Corsa,
Astra oder Zafira anbiete, ließen sich solche Modelle auch dort verkaufen.

Für Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz ist die Möglichkeit, Opel in eine
Aktiengesellschaft umzuwandeln, nicht vom Tisch. GM-Chef Henderson sei für diese
'Gedanken offen', sagte Franz in einem Interview mit Maybrit Illner für
ZDFonline. Franz zeigte zugleich Verständnis dafür, dass Staatshilfen für Opel
nach dem geplatzten Verkauf an Magna nicht selbstverständlich seien. 'Wenn die
Mutter kommt und nicht abgeben möchte, dann muss sie auch für die Tochter
sorgen', sagte er. General Motors müsse nun die Finanzierung sicherstellen.

Verwaltungsratschef Edward Whitacre sieht GM unter Druck, die Milliardenkredite
so schnell wie möglich zurückzuzahlen. Der größte US-Autobauer steht beim
amerikanischen Staat mit 6,7 Milliarden Dollar an direkten Krediten in der
Kreide. Insgesamt bekam er Hilfen von 50 Milliarden Dollar, für den Großteil
erhielt der Staat im Gegenzug Anteile an GM. Whitacre verteidigte die
Entscheidung, das Europa-Geschäft rund um Opel zu behalten. 'Wie kann man ein
'global player' sein, ohne weltweit tätig zu sein?' Wann GM wieder Geld
verdient, ließ er offen: 'Ich sehe das kommen, kann aber kein genaues Datum
versprechen.'/sl/hs/tb/fd/DP/dct

Quelle: dpa-AFX

News - 07.11.09 08:00

Bedingungen für den Exit: Fed fürchtet den Todesstoß

Die Fed denkt nicht an eine baldige Zinswende, sie sorgt sich um die Nachhaltigkeit des Aufschwungs. Daher werden die Zinsen wohl noch sechs Monate niedrig bleiben. Erstmals hält die Notenbank aber fest, welche Größen ihren Exit bestimmen.


Sie haben es also doch nicht getan. Anders als von einigen Beobachtern vor der Sitzung spekuliert, haben US-Notenbankchef Ben Bernanke und seine Kollegen in ihrer Erklärung vom Mittwochabend die Formulierung nicht fallen gelassen, der Leitzins müsse noch "für längere Zeit" auf extrem niedrigem Niveau bleiben. Nach verbreiteter Interpretation der Beobachter meint das einen Zeitraum von zumindest sechs Monaten.




"Der Fed ist es für eine Kursänderung offensichtlich noch zu früh", sagt Bernd Weidensteiner, US-Experte der Commerzbank. Viele Volkswirte fühlen sich nun bestätigt, dass die Fed ihren Leitzins von 0 bis 0,25 Prozent nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2010 anheben wird, vielleicht sogar erst 2011. Die Märkte hatten zuletzt teils auf deutlich frühere Schritte spekuliert.


Die US-Notenbanker sehen zwar, dass die Wirtschaft ihren Einbruch vom Winterhalbjahr überwunden hat und wieder wächst. Zugleich erwarten sie aber vorerst nur eine "schwache" Aktivität. Zudem wissen sie, dass vieles von den Hilfen der Regierung und Fed abhängt - und ein zu früher Ausstieg der Wirtschaft wie in den 30er-Jahren den Todesstoß versetzen kann.




Erstmals hat die Fed nun aber in ihrer Erklärung explizit ausgeführt, welche "wirtschaftlichen Bedingungen" das niedrige Zinsniveau erfordern oder ermöglichen: die niedrige Kapazitätsauslastung, womit sie vor allem die Arbeitslosigkeit meint, gedämpfte Inflationstrends und stabile Inflationserwartungen.


"Sie reagiert damit auf die Spekulationen, sie nähere sich der Kehrtwende", sagt Julia Coronado, Fed-Expertin der BNP Paribas. Die Wirtschaftsdaten signalisierten keinen Handlungsdruck. So brauche es etwa nach dem Einbruch im Winter nicht nur ein oder zwei, sondern mehrere Quartale Wachstum, damit die Arbeitslosigkeit sinkt. Derzeit liegt die Quote bei 9,8 Prozent - und sie steigt weiter.


Zudem hat die Fed den Finanzmärkten nun sehr klar gemacht, auf welche Größen sie schauen müssen. Als entscheidend gilt die Arbeitslosigkeit - zumal die Fed auch den Auftrag hat, für hohe Beschäftigung zu sorgen. Der Verweis auf die Preiserwartungen gilt als Zugeständnis an die Hardliner: Sie sorgen sich, dass das Vertrauen in die Fed als Hüterin stabiler Preise verloren geht.


Nicht explizit in der "Checkliste" der Fed enthalten sind Vermögenspreise und der US-Dollar. Vor der Sitzung hatten einzelne Beobachter gewarnt, die Fed nähre die nächste Finanzblase oder riskiere einen richtigen Absturz des schwächelnden Dollar. Sollten diese Risiken zunehmen, wird die Fed aber trotzdem kaum tatenlos zusehen.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

News - 06.11.09 22:18

IWF schürt Angst vor großer Depression

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor dem G20-Treffen der Finanzminister im schottischen St. Andrews vor einem verfrühten Ausstieg aus den teuren Krisenbekämpfungsprogrammen gewarnt. Deutschlands neuer Finanzminister Wolfgang Schäuble warnte vor überzogenen Erwartungen an den zweitägigen Mini-Gipfel.

HB ST. ANDREWS. Die Industrieländer dürften nicht Fehler wiederholen, die zur großen Depression Anfang der 30er Jahre geführt hätten, mahnte der IWF in einem für die am Freitagabend beginnende Konferenz ausgearbeiteten Papier. Die Weltwirtschaft erhole sich noch nicht aus eigener Kraft und die Entwicklung verlaufe gerade unter den Industrieländern noch uneinheitlich. Der britische Finanzminister Alistair Darling hält den Aufschwung ebenfalls noch nicht überall für gesichert.

Deutschlands neuer Finanzminister Wolfgang Schäuble warnte vor überzogenen Erwartungen an das zweitägige Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Es gehe um fortlaufende Diskussionen, auch beim Thema Exit-Strategien. "Wir fangen hier nicht an und wir werden hier nicht zum Ende kommen", sagte Schäuble. Einen Schritt vorwärts erhofft sich der Minister bei der Finanzierung der Klimaschutzpolitik, besonders auch in ärmeren Ländern.

Die Frage des richtigen Zeitpunkts für die Abkehr von teuren Krisenbekämpfungsprogrammen und eines koordinierten Vorgehens steht in St. Andrews ganz oben auf der Agenda. Der IWF mahnte, der vorsichtige Aufschwung beruhe in großen Teilen der Welt noch immer maßgeblich auf den staatlichen Konjunkturprogrammen. Es sei noch zu früh, den Sieg über die schwerste Krise seit den frühen 30er Jahren zu verkünden, warnte auch der britische Gastgeber Darling warnte in einem Reuters-Interview. Noch sei nicht die Zeit, das Steuer herumzureißen. Er sehe eine Konsensmöglichkeit bei der G20 darin, die Konjunkturhilfen nicht zu früh einzustellen, um den Aufschwung nicht zu gefährden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat allerdings gerade schon ein erstes kleines Signal gegeben, dass sie bei ihrer bislang sehr billigen und großzügigen Liquiditätsvergabe an die Banken bald auf die Bremse treten könnte. EZB-Direktoriumsmitglied Gonzalez-Paramo dämpfte allerdings die Erwartungen. Eine Diskussion über die Ausstiegs-Strategie sollte nicht notwendigerweise als Signal für unmittelbar bevorstehende Vorhaben der EZB interpretiert werden, sagte er am Freitag in London.

Nach dem Weltfinanzgipfel vor wenigen Wochen in Pittsburgh, wollen sich die Minister auch darüber beraten, wie die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte abgebaut werden können und die globale Ökonomie besser für Krisen gewappnet werden könne. Auf dem Tisch in St. Andrews liegt nach Angaben von G20-Vertretern ein Vorschlag, nach dem die einzelnen Länder ihre Wachstumsstrategien dem IWF zur Analyse vorlegen. Der Fonds könne dann darüber befinden, ob die nationalen Ansätze miteinander in Einklang stünden, um letztlich mehr Ausgewogenheit zu ermöglichen.

Das Thema Wechselkurse steht, wie G20-Vertreter deutlich machten, formal nicht auf der Agenda in St. Andrews. Dennoch könnte der Unwillen vieler exportstarker Länder über die Schwäche des Dollars und die mangelnde Wechselkursflexibilität Chinas hinter verschlossenen Türen angesprochen werden. Japans Vize-Finanzminister Yoshihiko Noda jedenfalls forderte China auf, für flexiblere Wechselkurse seiner Währung zu sorgen. Auch aus Brasilien wurden Klagen laut. Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft sprach sich dafür aus, die Wechselkurspolitik als Teil des Kampfes gegen die weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte zu behandeln.

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Quelle: HANDELSBLATT

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